Die Arbeitsagentur Fulda - Symbolbild: O|N

FD/HEF Der Arbeitsmarkt im November

Arbeitslosenquote sinkt weiter – Agenturchef Dombrowski sieht jedoch Risiken

30.11.21 - Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im November weiter gesunken. Mit 5.345 blieb die Zahl der Arbeitslosen zum Ende des Monats spürbar unter dem Niveau des Vormonats. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 2,8 Prozent (Vormonat: 2,9 Prozent; Vorjahr: 3,4 Prozent) und damit deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 4,6 Prozent.

"Ungeachtet der komplexen Situation sehen wir eine gewisse Herbstbelebung, von der vor allem Frauen profitieren. Dies hängt insbesondere mit Einstellungen im Einzelhandel zusammen", freut sich Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Die positive Entwicklung – sowohl gegenüber dem Vormonat, als auch zum Vorjahr – hat sich erfreulicherweise besonders positiv auf die Personengruppe der jüngeren Arbeitslosen ausgewirkt. Als Folgewirkung der anhaltenden Pandemie ist die Langzeitarbeitslosigkeit gestiegen. Derzeit sind im Agenturbezirk 1.865 Personen und somit fast ein Drittel aller Arbeitslosen seit mehr als einem Jahr ohne Job. Dies macht sich besonders im Bereich der Grundsicherung bemerkbar.

Der Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld liegen in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg 3.910 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 831 mehr als vor einem Jahr. Bedarf an Personal besteht in nahezu allen Bereichen.

"Die Wirtschaftslage in unserer Region hat sich in den letzten Monaten weitgehend stabilisiert", resümiert Waldemar Dombrowski, schränkt jedoch ein: "Die Risiken einer sich weiter verschlechternden Pandemielage sind insbesondere für Gastronomie und Hotellerie bereits jetzt sichtbar. Zudem erfahren zahlreiche Branchen und Betriebe Beeinträchtigungen durch Lieferkettenprobleme."

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Landkreis Fulda verlief wie folgt:

Arbeitslosenquote sinkt auf 2,6 Prozent

Jüngere profitieren besonders von positiver Entwicklung – Risiken durch Lieferkettenprobleme

Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im November weiter gesunken. Mit 3.284 blieb die Zahl der Arbeitslosen zum Ende des Monats spürbar unter dem Niveau des Vormonats. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,6 Prozent (Vormonat: 2,7 Prozent; Vorjahr: 3,3 Prozent) - so niedrig wie zuletzt im November 2018 und deutlich unter dem Hessenwert. Im Altkreis Hünfeld sank die Arbeitslosenquote auf 2,2 Prozent (Vormonat: 2,3 Prozent, Vorjahr: 2,8 Prozent).

"Ungeachtet der komplexen Situation sehen wir eine gewisse Herbstbelebung, von der insbesondere Frauen profitieren. Dies hängt vor allem mit Einstellungen im Einzelhandel zusammen", freut sich Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ging im November gegenüber Oktober um 4,4 Prozent auf 1.464 zurück, bei Männern betrug der Rückgang 1,1 Prozent.

Die positive Entwicklung – sowohl gegenüber dem Vormonat, als auch zum Vorjahr – hat sich erfreulicherweise besonders stark auf die Personengruppe der jüngeren Arbeitslosen ausgewirkt. Zum Ende des Monats sind 283 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Dies sind 154 weniger als im vergangenen Jahr und sogar 64 weniger als "vor Corona" im November 2019. Die Arbeitslosenquote der Unter-25-Jährigen beträgt nur noch 1,9 Prozent. Neben der verstärkten Integration in den Arbeitsmarkt spielte die Aufnahme eines Studiums eine Rolle.

Als Folgewirkung der anhaltenden Pandemie ist die Langzeitarbeitslosigkeit um ein Fünftel gestiegen. Aktuell sind 1.022 Personen und somit fast ein Drittel aller arbeitslosen Menschen in der Region Fulda seit mehr als einem Jahr ohne Job. Dies macht sich besonders im Bereich der Grundsicherung bemerkbar.

"Der Druck auf den Arbeitsmarkt hat im Vergleich zum Vorjahresmonat abgenommen", erklärt Waldemar Dombrowski und macht dies unter anderem an der Dynamik fest: Im November haben sich 349 Personen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet. Dies waren 120 weniger als vor einem Jahr.

Für eine verbesserte Konjunktursituation spricht darüber hinaus der erhöhte Zugang an Stellen – sowohl gegenüber dem Vormonat als auch zum Vorjahr. Gegenwärtig liegen dem Arbeitgeberservice 2.493 Stellen zur Besetzung vor.

"Die Wirtschaftslage in der Region Fulda hat sich in den letzten Monaten weitgehend stabilisiert", resümiert Waldemar Dombrowski, schränkt jedoch ein: "Die Risiken einer sich weiter verschlechternden Pandemielage sind insbesondere für Gastronomie und Hotellerie bereits jetzt sichtbar. Zudem erfahren zahlreiche Branchen und Betriebe Beeinträchtigungen durch Lieferkettenprobleme."

Der Arbeitsmarkt im November 2021 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Arbeitslosenquote sinkt auf 3,2 Prozent

Arbeitsmarktlage ist stabil, birgt jedoch Risiken

Die Arbeitslosigkeit in Hersfeld-Rotenburg ist im November weiter gesunken. Mit 2.061 blieb die Zahl der Arbeitslosen zum Ende des Monats um 2,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,2 Prozent (Vormonat: 3,3 Prozent; Vorjahr: 3,7 Prozent). Sie ist die niedrigste in einem November seit mehr als 37 Jahren und liegt weit unter dem Hessendurchschnitt.

"Ungeachtet der komplexen Situation sehen wir eine Herbstbelebung, von der vor allem Frauen profitieren. Dies hängt insbesondere mit Einstellungen im Einzelhandel zusammen", freut sich Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ging im November gegenüber Oktober um 4,5 Prozent auf 923 zurück, bei Männern blieb die Zahl nahezu unverändert.

Von der positiven Entwicklung – sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahr - haben nahezu alle Personengruppen profitiert, relativ stark auch ältere Arbeitslose. Zum Ende des Monats sind 740 Personen über 50 Jahren arbeitslos gemeldet – 14,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Ebenfalls erfreulich ist der überproportionale Rückgang der Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen um ein Viertel.

Als Folgewirkung der langanhaltenden Pandemie ist die Langzeitarbeitslosigkeit leicht angestiegen. Aktuell sind 843 Personen und somit 40,9 Prozent aller Arbeitslosen in der Region Hersfeld-Rotenburg seit mehr als einem Jahr ohne Job. Dies macht sich besonders im Bereich der Grundsicherung bemerkbar.

"Der Druck auf den Arbeitsmarkt hat im Vergleich zum Vorjahresmonat abgenommen", erklärt Waldemar Dombrowski und macht dies unter anderem an der Dynamik fest: Im November haben sich 187 Personen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet. Dies waren 59 weniger als vor einem Jahr.

Für eine verbesserte Konjunktursituation spricht darüber hinaus der erhöhte Zugang an Stellen – sowohl gegenüber dem Vormonat als auch zum Vorjahr. Gegenwärtig liegen dem Arbeitgeberservice im Raum Hersfeld-Rotenburg 1.417 Stellen zur Besetzung vor – 249 mehr als im November vergangenen Jahres.

"Die Wirtschaftslage in der Region hat sich seit dem Frühjahr weitgehend stabilisiert", resümiert Waldemar Dombrowski, schränkt jedoch ein: "Die Risiken einer sich weiter verschlechternden Pandemielage sind insbesondere für Gastronomie und Hotellerie bereits jetzt sichtbar. Zudem erfahren zahlreiche Branchen und Betriebe Beeinträchtigungen durch Lieferkettenprobleme."(pm)+++


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