Wie ist die Corona-Lage in anderen europäischen Ländern? O|N gibt einen Überblick. - Symbolbild: Pixabay

REGION Corona-Lage in anderen Ländern

Impfpflicht für über 50-Jährige in Italien, Frankreich schränkt Alltag massiv ein

08.01.22 - Flächendeckendes 2G-Plus in der Gastronomie, keine Quarantäne bei Geboosterten und die Diskussion um eine Impfpflicht geht weiter: Am Freitag haben Bund und Länder neue Beschlüsse im Kampf gegen das Corona-Virus für Deutschland festgelegt. Doch wie sieht es eigentlich in anderen Ländern in Sachen Corona aus? OSTHESSEN|NEWS gibt einen Überblick.

Vorab gesagt: In vielen Ländern werden aktuell die Maßnahmen aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Variante verschärft. Über 56.000 Neuinfektion meldete das Robert-Koch-Institut alleine am Freitag in Deutschland. Kein Vergleich zu Italien: Im Stiefelstaat wurden zur selben Zeit 219.430 neue Corona-Fälle gemeldet - die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1.646,6 (Stand Freitag). Experten sagen allerdings auch für Deutschland voraus, dass aufgrund der Omikron-Variante schon bald Zahlen im sechsstelligen Bereich zu erwarten sein können.

Italien: Impfpflicht für über 50-Jährige

Aufgrund der hohen Zahlen in Italien greift die Regierung jetzt hart durch: Als erstes europäisches Land führt die Regierung um Chef Mario Draghi ab 1. Februar 2022 die Impfpflicht für alle Bewohner ab 50 Jahren ein. Bereits ab dem 15. Februar dürfen im Stiefelstaat dann nur noch Geimpfte oder Genesene arbeiten. Heißt also: Die bisher Ungeimpften müssen bis zum 15. Februar die erste Dosis verabreicht bekommen. Allen anderen droht bei Nichteinhaltung der Regeln nicht nur eine Kündigung, sondern auch eine Geldstrafe. Etwa 2,3 Millionen Menschen wären aktuell davon betroffen. 

Auch die Bewegungsfreiheit für Nicht-Geimpfte oder Genesene schränkt die Regierung weiter ein: Wer nicht geimpft, getestet oder genesen ist, darf ab dem 1. Februar nur noch Apotheken oder Lebensmittelläden betreten. Post, Bank oder auch die Autowerkstatt werden für Menschen ohne Nachweis zur Tabuzone. Ab Montag greift außerdem die 2G-Regelung in Hotels, Restaurants oder im öffentlichen Verkehr.

Macron will Ungeimpften "auf den Wecker gehen"

Auch in Deutschlands Nachbarland Frankreich schießen die Zahlen nach oben: 262.787 Neuinfektionen meldeten die Gesundheitsämter am Freitag. Druck kommt deshalb auch hier von der Regierung: Ungeimpfte sollen künftig keinen Zugang mehr zu Restaurants oder Kinos bekommen - auch Fernzüge dürfen nicht mehr von Ungeimpften benutzt werden. Wenn der Senat seine Zustimmung gibt, tritt diese Regelung bereits am 15. Januar in Kraft.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte bereits im Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Parisien" an, den Ungeimpften auf den Wecker gehen zu wollen. Er werde diese zwar weder einsperren noch zwangsimpfen, den Alltag allerdings massiv einschränken. 

FFP2-Maskenpflicht in Österreich

Die österreichische Regierung befürchtet, dass die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in den nächsten Tagen die 20.00er-Marke erreichen könnten. Doch ein erneuter Lockdown komme nicht infrage. Deshalb wurde nun ein Maßnahmenpaket mit verschärften Sanktionen verabschiedet, die in einigen Tagen in Kraft treten. Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer kündigt Betrieben an: Wer sich nicht an die neuen Regeln hält, der wird künftig gesperrt.

Es gilt beispielsweise eine FFP2-Maskenpflicht im Freien, wo zwei Meter Abstand nicht eingehalten werden können. Außerdem kündigt Nehammer strengere Kontrollen in Restaurants und Geschäften an. 

Großbritannien: Jedes 6. Krankenhaus ruft Ernstfall aus

Die Anzahl der Neuinfektionen in Vereinigtes Königreich lag am Freitag bei 180.610. Aufgrund der auch hier steigenden Zahlen hat dort bereits jedes sechste Krankenhaus den Ernstfall ausgerufen - auch, weil viele Mitarbeiter im Klinikdienst selbst mit dem Virus infiziert sind. 

Auch wenn Omikron das Vereinte Königreich gerade dominiert, sieht die britische Regierung bislang noch keinen Grund, strengere Regeln einzuführen. Grund dafür seien milde Verläufe durch die Omikron-Variante. Gesundheitsminister Sajid Javid sagte allerdings Ende Dezember, dass im neuen Jahr geprüft werden solle, ob weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus ergriffen werden müssen. (ld) +++


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