Das Bündnis "Fulda stellt sich quer" positioniert sich klar gegen die "Corona-Spaziergänge", wie hier kürzlich in Fulda. - Archivfoto: O|N

FULDA Solidarität mit Corona-Opfern

Aktionsbündnis für mehr Solidarität und gegen "Montagsspaziergänger" in Fulda

09.01.22 - Wie geht man mit Querdenkern und Montagsspaziergängern in Fulda um? Das besprach ein breites Aktionsbündnis von über 40 Menschen der Fuldaer Zivilgesellschaft, Kirchen, Parteien und anderen Organisationen bei einer Video-Konferenz. Der Verein "Fulda stellt sich quer" hatte das Treffen initiiert.

"Auch wenn klar ist, dass die selbsternannten Montagsspaziergänger eine Minderheit darstellen, wollen und können wir nicht weiter tatenlos zusehen. Wir bleiben solidarisch mit den Corona-Opfern, dem Pflegepersonal und allen, die ihren Teil zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Sei es durch entsprechende Maßnahmen im schulischen und beruflichen Umfeld oder rücksichtsvollem Verhalten in der Familie. Diesen Menschen wollen wir sagen: Ihr seid nicht allein und die Querdenker sind eine Minderheit", begründet Andreas Goerke das Engagement des Aktionsbündnisses.

Bereits ab Dienstag dieser Woche können als Zeichen des Zusammenhalts orange Schleifen abgeholt werden, die mit Sicherheitsnadeln an die Jacke geheftet werden können. Damit könne man bereits im Alltag seine Solidarität zeigen. Am Donnerstag, können ab 18 Uhr auf dem Universitätsplatz in Fulda Kerzen, Botschaften und Transparente in Gedenken an die Verstorbenen durch Corona abgelegt werde. Das Bündnis selbst wird 331 Kerzen aufstellen. Das ist die Zahl der Menschen, die aktuell in Fulda an den Folgen der Pandemie gestorben sind. Außerdem sei von dem Verein "Fulda stellt sich quer" eine Plakat-Aktion geplant.

Damit distanziert sich der Verein entschieden von Querdenkern und selbsternannten Montagsspaziergängern. Dennoch wolle das Aktionsbündnis mit impfkritischen Menschen in Dialog bleiben. Deshalb seien professionelle Impfberatungen anonym und in einem geschützten Raum geplant. Weitere Aktionen seien in Planung.

"Wem die eigene Freiheit so wichtig ist, dass keine Rücksicht auf die Gesundheit und das Leben anderer möglich ist, der verhält sich unsolidarisch. Uns ist aber bewusst, dass die Pandemie nur solidarisch bewältigt werden kann. Wer es zudem in Kauf nimmt, dem Aufruf der AfD oder dem Dritten Weg zu den sogenannten Spaziergängen zu folgen oder gemeinsam mit ihnen läuft, der tritt unsere demokratischen Grundrechte mit den Füßen. Denn diesen Menschen nutzen die Pandemie als Vorwand, um Unruhe zu stiften, die Gesellschaft zu spalten und die Demokratie zu schwächen. Das muss jeder wissen, der mitläuft. Wer sich aber mit uns dem entgegenstellen möchte, ist herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen", sagte Andreas Goerke. (pm)+++


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