Das Kleeblatt-System greift deutschlandweit. - Symbolbild: O|N/Henrik Schmitt

REGION Kliniken im Fokus

Rekorde bei den Neuinfektionen: Kommt das Kleeblatt-System zum Einsatz?

21.01.22 - Ende Januar naht - und noch immer ist die Pandemie-Lage angespannt. In Hessen beträgt der Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert aktuell 3,83 pro 100.000 Einwohner (Stand: 20. Januar 2022). Eine Woche zuvor lag der Wert bei 3,05 pro 100.000 Einwohnern. Diese Angaben sind wichtige Leitindikatoren, um über weitere Schutzmaßnahmen zu entscheiden. Momentan muss das Eskalationskonzept (zum Glück!) nicht hochgestuft werden. 

Die Einteilung im Kleeblatt-System. Grafik: O|N/ Emira Omerovic

Um Krankenhäuser, die aber schon an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen sind, zu entlasten, greift das sogenannte Kleeblatt-System (O|N berichtete bereits). Es kommt zu Patientenverlegungen, wenn in der Heimatregion auf den Intensivstationen keine Behandlung möglich ist. Dafür sind die Bundesländer in fünf solcher Kleeblätter unterteilt worden, "die je an einer zentralen Stelle, Single Point of Contact oder kurz SPoC, koordiniert werden", heißt es auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Dementsprechend gehören zum Gebiet "Süd" Bayern, zu "Südwest" Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen, zu "West" Nordrhein-Westfalen, zu "Ost" Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin und zu "Nord"  Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. 

Bisheriger Stand zum Kleeblattsystem

Doch wie ist der Stand bisher? "Über das Kleeblattsystem sind bundesweit 115 Patientinnen und Patienten verlegt worden. Hiervon 49 aus Bayern (Kleeblattbereich Süd) und 66 aus dem Kleeblattbereich Ost, davon 33 aus Sachsen, 30 aus Thüringen und drei aus Brandenburg. Das teilte das Strategische Steuerungsgremium 'Kleeblatt'." (Stand: 20. Januar 2022). Die gute Nachricht: "Aktuell sind keine weiteren Verlegungen angemeldet."

Blick nach Bad Hersfeld 

Das Klinikum in Bad Hersfeld. Archivfoto: O|N

Auf O|N-Nachfrage beim Klinikum Bad Hersfeld gibt die Pressestelle bekannt, dass momentan keine Patienten des Kleeblattsystems behandelt werden: "Nicht im Klinikum Bad Hersfeld oder im HKZ." Die bisherige Bilanz: "Wir haben über das System zwei Patienten aus Bayern aufgenommen und mittlerweile wieder zurückverlegen können. Die Kommunikation mit den entsprechenden Kollegen in den Kliniken, dem Kleeblatt-Disponenten und den Rettungsdiensten lief fehlerfrei." Die Lage auf der Intensivstation sieht wie folgt aus: "Wir haben derzeit vier Covid-Patienten auf unseren Intensivstationen. Drei sind ungeimpft, einer ist geimpft, aber leider nicht geboostert." (Stand: Dienstagnachmittag)

Situation im Fuldaer Klinikum

Das Fuldaer Klinikum. Archivfoto: O|N/ Hendrik Urbin

Von der Pressestelle des Fuldaer Klinikums heißt es: "Wir haben im Klinikum Fulda im Dezember über das "Kleeblatt" zwei Patienten aus Bayern übernommen. Aktuell behandeln wir neun COVID-Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation, davon sind fünf ungeimpft." (Stand: Mittwochnachmittag)

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Situation in den Kliniken nicht weiter verschärft - und der Frühling für Besserung der Pandemie-Lage sorgt. (mkr) +++


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