Patrick Schaaf arbeitet am Comeback. - Archivfotos: ON

FULDA Rückkehr nach Herzproblemen

SGB-Kapitän Patrick Schaaf: "Alles Negative hat auch etwas Positives"

22.01.22 - Seit Anfang der Woche stehen die Spieler der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz wieder auf dem Trainingsplatz. Dort durften sie am Montag jemanden begrüßen, der zuletzt vor drei Monaten Teil der Mannschaft war: Patrick Schaaf. Der Kapitän fiel seit Oktober mit Herzproblemen aus. Jetzt ist er zurück und will in der entscheidenden Saisonphase wieder voll eingreifen.
 

Schaaf will sich Step by Step steigern.

"Grundsätzlich fühle ich mich gut, seit einem Monat auch wieder körperlich. Ich bin froh, wieder auf dem Platz stehen zu können", sagt Schaaf im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Anfang des Jahres hatte der 32-Jährige noch einmal einen Termin beim Kardiologen. Der gab ihm grünes Licht für die Rückkehr auf den Trainingsplatz.

Drei Monate kein Sport 

Für Schaaf endet damit eine dreimonatige Leidenszeit, die am 9. Oktober begann. An dem Tag stand er in Fernwald das letzte Mal auf dem Platz. Danach treten bei ihm beim Einatmen stechende Schmerzen in der Lunge auf. Diagnose: Lungen- und Herzbeutelentzündung. Schaaf hatte eine Infektion übergangen. Die Folge: Drei Monate Sportverbot. "Ich hätte rein theoretisch auch früher wieder locker joggen können, aber ich habe mich ganz bewusst zurückgehalten. Mit Familie und Beruf habe ich noch andere Verpflichtungen und habe deshalb komplett auf Sport verzichtet."
 

Patrick Schaaf ist zurück im Training.

Zumal mit Herzproblemen auch nicht zu spaßen ist. Bei vielen kommen wohl unweigerlich die schlimmen Bilder von Christian Eriksen bei der Fußball-EM im vergangenen Sommer hoch, als der Kapitän der Dänen auf dem Platz zusammenbrach. Bei Schaaf bestand diese Gefahr nie, aber auch er will in Zukunft besser in sich hineinhören. "Ich denke jeden Tag an diese Geschichte. Ich muss einfach auf meinen Körper hören, aber wenn ich mich gut fühle, mache ich mir keine Sorgen."

Mehr Zeit für die Familie 

Schaaf hatte Glück im Unglück. Wäre der Herzmuskel statt dem Herzbeutel betroffen gewesen, wäre auch ein Karriereende nicht auszuschließen gewesen, "Die Diagnosen waren zum Glück aber von Anfang an positiv, ich war eigentlich immer guter Dinge, dass ich wieder spielen kann", sagt Schaaf.
 
In den drei Monaten Pause rückte der Fußball für ihn weitgehend in den Hintergrund. So blieb mehr Zeit für andere Dinge. Vor allem seine kleine Familie rückte noch mehr in den Fokus. "Es war schön, die Tochter jeden Abend zu sehen, so hat alles Negative auch was Positives", erzählt der Familienvater.
 

"Ich muss einfach auf meinen Körper hören": Schaaf will in Zukunft besser in sich ...

Nun freut er sich dennoch, wieder im Kreis der Mannschaft zu sein. Die ersten beiden Trainingseinheiten hat er bereits mitgemacht, noch ist es aber eine abgespeckte Version von dem, was seine Teamkollegen machen. "Sobald ich merke, dass der Puls zu hoch geht, nehme ich mich raus." Sprinttraining und andere körperlich intensive Übungen sind momentan also noch tabu. Schaaf will sich Step by Step steigern und spätestens Ende Februar, Anfang März wieder spielbereit sein.
 
Pünktlich zum Start in die Aufstiegsplayoffs könnte er dann wieder auf dem Platz stehen. Die SGB dürfte froh sein, wenn ihr Kapitän wieder zurück ist. (fh)+++


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