Elizabeth Farkas rief am Montagabend in Rotenburg an der Fulda zu "Impfen statt schimpfen!" auf. - Fotos: Gerhard Manns

ROTENBURG/F. Intensivpflegerin macht mobil

"Impfen statt Schimpfen": 220 Teilnehmer bei Corona-Gegendemo

25.01.22 - "Impfen schützt Dich und Deine Mitmenschen!" - Circa 220 Teilnehmer nahmen an der Pro-Corona-Impfung-Kundgebung am Montag in Rotenburg an der Fulda auf dem Marktplatz teil. Im Gegensatz zu den "Spaziergängen" war die Versammlung und Kundgebung offiziell beim Ordnungsamt der Stadt durch die Initiatorin Elizabeth Farkas angemeldet und genehmigt worden.   
 
Wie erwartet, demonstrierte eine kleine Gruppe von rund 20 Impfgegnern in einer Seitengasse und versuchten die genehmigte Demo zu stören. Diese wurden aber von der Polizei daran gehindert den Marktplatz zu erreichen. Außer der kleinen Gruppe von Gegendemonstranten und einem Impfgegner, der sich ohne Maske auf den Marktplatz begeben wollte und von der Polizei des Platzes verwiesen wurde, gab es keine nennenswerten Vorkommnisse.   
 

Elizabeth Farkas, Organisatorin der Demonstration und Intensivpflegerin im Krankenhaus, machte bei ihrer Rede deutlich: "Zeigen wir dieser Minderheit von Impfgegnern und Corona Leugnern, dass wir nicht gespalten sind, sondern zusammen für demokratische Werte einstehen!" Die Mehrheit der Bürger würde sich während dieser Pandemie besonnen und solidarisch verhalten. "Leider gibt es aber eine kleine Minderheit, die die Sorgen und Ängste mancher Bürger für ihre eigenen Zwecke instrumentalisiert und sich dabei immer mehr radikalisiert."
 

Ein kleines Häuflein Gegendemonstranten in der Seitengasse

Die 29-jährige Gesundheits- und Krankenpflegerin erklärt: "Schon lange hat unser Berufsstand nicht mehr so viel Aufmerksamkeit bekommen wie in den vergangenen Monaten. Verbessert hat sich für uns leider nichts, eher das Gegenteil ist der Fall: Die psychische Belastung hat enorm zugenommen. Wir sind nicht nur häufiger mit dem Tod konfrontiert, sondern müssen zusätzlich mit Anfeindungen einiger Menschen in der Bevölkerung klarkommen." 
 
Ein äußerst wichtiger Bestandteil der Pflege sei es aber nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu arbeiten, "denn Wissenschaft ist ein grundlegender Bestandteil unserer Gesellschaft, ohne den wir alle nicht leben könnten". Wissenschaft und ihre Erkenntnisse seien aber nichts Endgültiges, sondern, besonders bei Corona spürbar, nur kurze Zeit gültig. "Das bedeutet leider für alle eine schwer planbare Zukunft. Diesen Umstand auszuhalten, kostet jeden von uns enorm viel, viel Kraft", gab Farkas zu.
 

CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph 

Bernd Futsche aus Braach 

Weitere Redner waren der Fraktionsvorsitzende der CDU Jonas Rudolph und Bernd Futsche aus dem Stadtteil Braach, die sich klar zu den geltenden Corona-Maßnahmen bekannten und die sogenannten Querdenker und Corona-Leugner und ihr unverantwortliches Verhalten scharf kritisierten. 
 
Farkas dankte allen, die an der Demonstration teilgenommen hatten und platzierte anschließend Lichter als Symbol auf der Rathaustreppe. "Die sollen für alle Menschen stehen, die während Covid, unabhängig der Erkrankung, verstorben sind, denn jeder Mensch ist wichtig und niemand sollte vergessen werden. Gemeinsam schaffen wir das und nur gemeinsam sind wir stark", so Elizabeth Farkas zum Abschluss der Veranstaltung, die von einem starken Polizeiaufgebot gegen Störer gesichert wurde. (nb/gm) +++


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