Der Arbeitsmarktbericht von April 2022 liegt vor. - Symbolfoto: O|N/Kevin Kunze

REGION April 2022

Arbeitslosigkeit weiter gesunken: "Spürbare Frühjahrsbelebung"

03.05.22 - Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im April weiter gesunken. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda mit 5.368 um 206 niedriger als im März (-3,7 Prozent), was einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent entspricht (Vormonat: 2,9 Prozent; Vorjahr: 3,5 Prozent). Damit bleibt die Quote deutlich unter dem Hessendurchschnitt vom 4,5 Prozent.

Von der positiven Entwicklung profitieren alle Personengruppen, insbesondere Männer, die verstärkt in die Außenberufe zurückkehren konnten, und Personen über 50 Jahren.

Während die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat vorwiegend im Bereich der Arbeitslosenversicherung abnahm, verzeichneten sowohl Arbeitsagentur als die Jobcenter der Landkreise einen starken Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Bei der Agentur für Arbeit waren im April 2.307 Menschen erwerbslos gemeldet und somit 870 weniger als vor einem Jahr. Bei den Jobcentern der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg verzeichnete man binnen Jahresfrist ein Minus von 374 auf 3.061.

Waldemar Dombrowski, Chef der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, freut sich über die Frühjahrsbelebung; gleichwohl sieht er erste Anzeichen für eine Abschwächung der Konjunktur. So mündeten im April weniger Arbeitslose als im März und erheblich weniger als im April 2021 in den ersten Arbeitsmarkt ein.

Auch der Stellenzugang hat sich im vergangenen Monat reduziert, obgleich der Bestand an offenen Arbeitsstellen immer noch um fast ein Viertel höher ist als vor einem Jahr. "Die Unternehmen in der Region stehen vor multiplen Herausforderungen. Sie benötigen dringend qualifiziertes Personal. Zudem stellen der Mangel an Vorprodukten sowie die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise enorme Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft dar", erklärt Agenturleiter Dombrowski und weist darüber hinaus auf die negativen Folgen des Krieges in der Ukraine hin.

Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im April weiter gesunken Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

Der Arbeitsmarkt im April 2022 im Landkreis Fulda


Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im April weiter gesunken. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 3.244 um 135 niedriger als im März (-4,0 Prozent), was einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent entspricht (Vormonat: 2,7 Prozent; Vorjahr: 3,3 Prozent). Damit bleibt die Quote deutlich unter dem Hessendurchschnitt vom 4,5 Prozent.

Von der positiven Entwicklung konnten alle Personengruppen profitieren. Überproportional stark sank die Arbeitslosigkeit bei Männern (-5,0 Prozent), die wieder verstärkt in die Außenberufe zurückkehren konnten, und bei Personen über 50 Jahren (-6,4 Prozent). Erfreulich ist auch der leicht überdurchschnittliche Rückgang bei jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren (-4,1 Prozent).

Während die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat vorwiegend im Bereich der Arbeitslosenversicherung abnahm, verzeichneten sowohl Arbeitsagentur als auch das Jobcenter des Landkreises einen starken Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Bei der Agentur für Arbeit waren im April 1.484 Menschen erwerbslos gemeldet und somit 597 weniger als vor einem Jahr. Beim Kreisjobcenter verzeichnete man binnen Jahresfrist ein Minus von 276 auf 1.760.

Waldemar Dombrowski, Chef der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, freut sich über die Frühjahrsbelebung; gleichwohl sieht er erste Anzeichen für eine Abschwächung der Konjunktur. So meldeten sich im April mehr Personen aus einer Beschäftigung arbeitslos als im Monat zuvor. Zugleich mündeten weniger Arbeitslose als im März und erheblich weniger als im April 2021 in den ersten Arbeitsmarkt ein.

Auch der Stellenzugang hat sich im April reduziert. Der Arbeitgeberservice konnte 352 Stellen akquirieren. Das waren 62 weniger als im März. Trotzdem liegt der Bestand an offenen Arbeitsstellen immer noch um ein Viertel höher als vor einem Jahr. Bedarf an Fachkräften besteht in nahezu allen Bereichen, besonders gesucht werden derzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handwerk, in der Pflege sowie in der Gastronomie. Die zahlreichen offenen Stellen könnten eine Chance für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen sein. Jedoch ist derzeit wegen der komplexen Situation unklar, in welchem Umfang die Menschen in unserer Region verbleiben und eine Erwerbstätigkeit aufnehmen werden.

"Die Unternehmen in der Region stehen vor multiplen Herausforderungen. Die Corona-Lage hat sich noch nicht gänzlich entspannt, sodass Ausfälle erkrankter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefangen werden müssen. Sie benötigen dringend qualifiziertes Personal, doch in zahlreichen Berufen fehlen geeignete Bewerber. Zudem stellen der Mangel an Vorprodukten sowie die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise enorme Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft dar", erklärt Agenturleiter Dombrowski und weist auch auf die negativen Folgen des Krieges in der Ukraine hin.

Der Arbeitsmarkt im April 2022 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Die Arbeitslosigkeit in Waldhessen ist im April weiter gesunken. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 2.124 um 71 niedriger als im März (-3,2 Prozent) und entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent; Vorjahr: 3,9 Prozent). Damit bleibt die Quote deutlich unter dem Hessendurchschnitt vom 4,5 Prozent.

Von der positiven Entwicklung konnten alle Personengruppen profitieren. Überproportional stark ging die Arbeitslosigkeit bei Männern (-4,8 Prozent) zurück, die verstärkt in die Außenberufe zurückkehren konnten, und bei Personen über 50 Jahren (-4,7 Prozent). Erfreulich ist zudem der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen auf 208 (-5,5 Prozent).

Während die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat vorwiegend im Bereich der Arbeitslosenversicherung abnahm, verzeichneten sowohl Arbeitsagentur wie auch das Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg einen starken Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Bei der Agentur für Arbeit waren im April 823 Menschen erwerbslos gemeldet und somit 273 weniger als vor einem Jahr. Beim Kreisjobcenter verzeichnete man binnen Jahresfrist ein Minus von 98 auf 1.301.

Waldemar Dombrowski, Chef der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, freut sich über die Frühjahrsbelebung und die weiterhin robuste Verfassung des Arbeitsmarktes in der Region Hersfeld-Rotenburg. Gleichwohl könnte ein erstes Anzeichen für eine sich abschwächende Konjunktur die leicht verminderte Einmündung arbeitsloser Personen in den ersten Arbeitsmarkt sein – sowohl zum Vormonat als auch zum April 2021.

Der Arbeitgeberservice konnte im April 276 Stellen akquirieren. Das waren 19 mehr als im März. Die Anzahl der offenen Arbeitsstellen liegt mit 1.423 immer noch um 21,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Bedarf an Fachkräften besteht in nahezu allen Bereichen, besonders gesucht werden derzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handwerk, in der Pflege sowie in der Gastronomie. Die zahlreichen offenen Stellen könnten eine Chance für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen sein. Jedoch ist derzeit wegen der komplexen Situation unklar, in welchem Umfang die Menschen in unserer Region verbleiben und eine Erwerbstätigkeit aufnehmen werden.

"Die Unternehmen in der Region stehen vor multiplen Herausforderungen. Die Corona-Lage hat sich noch nicht gänzlich entspannt, sodass Ausfälle erkrankter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefangen werden müssen. Sie benötigen dringend qualifiziertes Personal, doch in zahlreichen Berufen fehlen geeignete Bewerber. Zudem stellen der Mangel an Vorprodukten sowie die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise enorme Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft dar", erklärt Agenturleiter Dombrowski und weist auch auf die negativen Folgen des Krieges in der Ukraine hin. (pm) +++


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