Debattierten am 3. Mai zum Tag der Pressefreiheit in Frankfurt am Main: O|N-Chefredakteur Christian P. Stadtfeld, hr-Programmdirektorin Gabriele Holzner, Moderatorin Lisa-Hanifa Habib, Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und FFH-Programmchef Roel Oosthout. - Screenshot: O|N

WIESBADEN Täglich Angriffe auf Journalisten

Justizministerin Kühne-Hörmann debattiert mit O|N-Chefredakteur Stadtfeld

04.05.22 - Es lässt sich nicht wegdiskutieren: Die Pressefreiheit ist nicht nur in Diktaturen in Gefahr, sondern auch in der Bundesrepublik. Bedrohungen bleiben nicht mehr nur verbal, was in den Sozialen Netzwerken gang und gäbe ist, sondern auch die Zahl der tätlichen Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten hat einen neuen traurigen Negativrekord erreicht, wie das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit in seinen aktuellen Erhebungen zeigt. Am 4. März 2022 hat das russische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das lange Haftstrafen und hohe Geldbußen für die Veröffentlichung von "Falschnachrichten" über die russischen Streitkräfte vorsieht. Nachrichtendienste und soziale Medien wurden eingeschränkt oder komplett blockiert.

Zugeschaltet: Prof. Dr. Cornils von der Uni Mainz

Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann

Darüber debattierte heute am "Internationalen Tag der Pressefreiheit" in Frankfurt am Main die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann mit Gabriele Holzner, Programmchefin des Hessischen Rundfunks, Roel Oosthout, Programmchef von Hit Radio FFH und Christian Stadtfeld, Geschäftsführer von OSTHESSEN|NEWS. Es ging um so wesentliche Fragen, wie Gesellschaft und Politik Medienschaffende besser schützen können, warum Presse- und Meinungsfreiheit in unserer Demokratie wichtig und schützenswert sind und wie man sich als Journalist verhält, wenn man von "Andersdenkenden" in den Fokus eine Shitstorms gestellt wird.

O|N-Chefredakteur Christian P. Stadtfeld

"Wir werden weder unseren medialen Auftrag, noch unsere Arbeitsweise oder die unsere meinungsstarke Berichterstattung von verbalen Beschimpfungen oder tätlichen Angriffen zur Disposition stellen lassen, nur weil das einer lautstarken Minderheit nicht passt", betonte O|N-Chefredakteur Christian P. Stadtfeld in der Diskussionsrunde mit der Ministerin und den Journalisten-Kollegen. Stattdessen werde jeder dieser Übergriffe konsequent zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt. Die Einsicht, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, könne und müsse sich durchsetzen, um die unabhängige Berichterstattung und das geschützte Recht auf freie Meinungsäußerung zu bewahren.

HR-Programmchefin Gabriele Holzner

FFH-Programmchef Roel Oosthout

HR-Intendant Florian Hager

Ministerin Kühne-Hörmann lobte die gemeinsame Initiative #KeineMachtdemHass und die daraus entstandene Kooperation mit den Medienpartnern. Auch der so genannten schweigenden Mehrheit in der Bevölkerung, die sich in der Regel nicht mit den Angriffen auf die Pressefreiheit auseinandersetzen möchte, müsse bewusst werden, dass die demokratischen Freiheitsrechte keineswegs ein Automatismus seien, die uns für alle Zeiten garantiert wären. "Wir müssen uns klarmachen, dass unsere Werte gerade auch in der Ukraine verteidigt werden", so die Ministerin. (ci) +++


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