Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner posieren mit der Kämmerzeller Delegation. - Fotos: Carina Jirsch

FULDA 24 Bäume für 24 Stadtteile

50 Jahre Gebietsreform: Feierliche Pflanzaktion zum Jubiläum

08.05.22 - 24 Schwarzerlen zieren von nun an das Ufergebiet an der alten Hornungsbrücke in Fulda. Dabei tragen sie große Bedeutung in sich. Am Aueweiher wurde am Samstagmittag das 50-jährige Jubiläum der hessischen Gebietsreform und die damit einhergehende Eingliederung der Gemeinden in das Stadtgebiet gefeiert. Fuldas 24 Stadtteile waren gekommen, um gemeinsam mit der Stadtverwaltung, rund um Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, das städtische Miteinander symbolisch zu zelebrieren.

Durch die an den Bäumen angebrachte Bewässerungsanlage werden Ressourcen geschont ...

Harry Merz hat die Aktion organisiert.

Auf dem sogenannten Auenplatz der Landesgartenschau 2023 wurden in den vergangenen Wochen insgesamt 24 Stadtteil-Bäume gepflanzt, die als dauerhaftes Symbol für die städtische Gemeinschaft seit 1972 stehen und langfristig einen Schwarzerlen-Hain bilden sollen. Jeder Stadtteil bekam einen eigenen Baum als Zeichen der Zugehörigkeit.

Die damalige Landesregierung unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Albert Osswald verfolgte das Ziel, mittels einer groß angelegten Gebietsreform größere Verwaltungseinheiten und leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. In Fulda wurden in diesem Zug 24 ehemals selbständige Gemeinden von der Stadt aufgenommen und im Rahmen von komplexen Grenzänderungsverträgen eingemeindet.

"Gebietsreform konstitutiv für Lebensqualität"

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld begrüßte die Ortsvorsteher der fuldischen Stadtteile, die Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann, sowie die Geschäftsführer der Landesgartenschau Fulda 2.023 gGmbH Marcus Schlag und Ulrich Schmitt. "Die Schwarzerlen, die wir heute hier symbolisch einpflanzen, sollen als Symbol der Gemeinschaft aus urbaner Stadtregion und ländlichen Ortschaften dienen", so der Oberbürgermeister. Die Gebietsreform habe damals zwar zu heißen Diskussionen und komplexen Vertragswerken geführt, sei aber aus der heutigen Perspektive in ihrem Zusammenwachsen konstitutiv für die Lebensqualität im vielfältigen Fulda. Das Stadtoberhaupt erhofft sich gerade von der anstehenden Landesgartenschau 2023 die fortgesetzte Entfaltung des städtischen Zusammenhaltes zwischen Ortsteilen und Stadt.

Die Geschäftsführer der Landesgartenschau Fulda 2.023 gGmbH Marcus Schlag und Ulrich Schmitt erläuterten die spontane und in mancher Hinsicht schwierige Umsetzung des Pflanzprojektes. "Planerisch war es herausfordernd, die 24 Bäume hier am Auenplatz zu verpflanzen. Das uns unterstützende Architektenbüro hatte eigentlich schon andere Pläne für das Gelände", so Schlag, der zusammen mit Schmitt das Flächenkonzept entsprechend überarbeiten musste. Ulrich Schmitt berichtete überdies, dass Schwarzerlen bestens geeignet seien, um in Ufernähe zur Fulda Jahrzehnte zu überdauern. 

Die Geschäftsführer der Landesgartenschau Fulda 2.023 gGmbH (v.l.) Marcus Schlag ...

Intaktes Gesellschafts- und Vereinswesen

Als Vertreter der Ortsbeiräte sprach Istergiesels Ortsvorsteher Wolfgang Bilz. Er betonte das gute Zusammenwirken zwischen Stadt und den Gemeinden. "Alle Stadtteile haben ein intaktes Gesellschaftsleben, Vereinswesen und vorneweg eine eigene Identität", so Bilz. Mit zwinkerndem Auge bemerkte er in Richtung von Oberbürgermeister Wingenfeld an, man dürfe das anspruchslose Naturell der Schwarzerlen nicht auf die Stadtteile übertragen.

Im Anschluss an die festliche Pflanzaktion ging es in das Umweltzentrum Fulda, um dem Motto der Veranstaltung "Gemeinschaft" bei Speis und Trank alle Ehre zu machen. (ha) +++

Die Schwarzerle ist ein mittelgroßer Laubbaum.


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