Wo waren wir noch mal stehen geblieben? Ach ja, vor dem um-/verdrehten Ortsschild im Zeitlofser Ortsteil! - Foto: Hans-Peter Ehrensberger

ZEITLOFS Die Welt steht Kopf

Glosse aus Eckarts: "Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald"

10.05.22 - "Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald". Laut "Redensarten-Index" kann dieser Ausdruck gleichermaßen Überraschung wie Ungläubigkeit oder sogar Empörung ausdrücken. Solchermaßen erging es dem Glossisten, als er vergangenen Freitagmorgen mit seinem tiefergelegten Porsche (das kam ihm spätestens dann in den Sinn und das Gehirn, als er mit zu viel Schwung und angeberischen Elan) in jene ominöse Waldstraße im bayerischen Nachbarlandkreis Bad Kissingen einbog und das kratzende Geräusch an seinen Sporwagen-Tuning-Teilen vernehmen musste.

"Sollte ich gestern Abend vielleicht doch zu ausgiebig den Eintracht-Einzug ins Cup-der-Verlierer-Finale gefeiert und dabei tatsächlich zu tief ins (Bier-)Glas geschaut haben?" Der Gedanke war noch nicht zu Ende gedacht, als er auch schon wieder verworfen wurde! Erstens bin ich Bayern-Fan. Zweitens habe ich gar nie und nimmer und niemals nicht Alkohol getrunken. Mit drei "kleineren" Ausnahmen, zugegeben: als Ministrant einmal heimlich am Messwein genippt; in einem Jäger(Meister)-Aufnahme-Ritual zwei Schnäpse, als ich meinen ersten Rehbock schoss; bei der Vermählung mit der "besten Ehefrau von allen" (Original-Loriot-Zitat - heutzutage muss man mit den Quellenangaben ja äußerst vorsichtig sein) ein Gläschen Sekt-Orange.

Wo waren wir noch mal stehen geblieben? Ach ja, vor dem um-/verdrehten Ortsschild im Zeitlofser Ortsteil! Wobei "stehen geblieben" nur ansatzweise stimmt, denn stehend versuchte ich das (W)Ortspiel schon längst nicht mehr zu entschlüsseln. Mit vier gescheiterten Handständen wollte ich dem Eckarts-Rätsel auf den Grund gehen, was optisch im fünften Anlauf einhändig (!) schließlich zwar gelang, die Antwort für den Grund und Anlass des Ortsschild-Drehers muss der Verfasser dieser Zeilen den geneigten Leser*innen indes schuldig bleiben. Wollte man wild spekulieren, könnte man/Frau auf einen ziemlich verspäteten 1. April-Scherz oder einen noch gar nicht mal allzu lange zurückliegenden und noch nicht wieder ins rechte Lot zurechtgerückten Walpurgisnacht-Exzess der örtlichen Dorfjugend tippen. Ich vermute freilich, dass nicht nur die große weite Welt zur Zeit ziemlich aus den Fugen geraten ist, sondern auch unser kleiner Mikrokosmos auf dem Kopf steht. Oder, um es profaner auszudrücken: Selbst in der heilen Welt des Biosphärenreservats Rhön kann man mitunter in eine Sackgasse geraten und falsch abbiegen: "Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald…"?! (Hans-Peter Ehrensberger) +++


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