Große Waldbrandübung bei Heringen-Lengers am Samstagvormittag. - Fotos: Philipp Apel

HERINGEN (W.) / PHILIPPSTHAL (W.) Positiver Nebeneffekt

Auf den Ernstfall vorbereiten: 150 Einsatzkräfte bei Waldbrandübung in Lengers

10.05.22 - Große Waldbrandübung am Samstagmorgen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Zwischen Heringen-Lengers und Philippsthal wurde auf einer rund einem Hektar großen Fläche der Ernstfall geprobt. Insgesamt waren 150 ehrenamtliche Kräfte aus dem gesamten Landkreis im Einsatz. Die realistische Probe hatte zudem noch einen nachhaltigen Effekt.

Durch die anhaltender Trockenheit in den vergangenen zwei Monaten ist im Allgemeinen die Waldbrandgefahr besonders hoch. Auch aus diesem Grund wurde das Übungsszenario sehr realistisch gewählt. Gegen 08:30 Uhr meldeten zwei Personen, ein Mitarbeiter von K+S und ein Autofahrer, der von Wildeck-Hönebach in Richtung des Heringer Stadtteils Wölfershausen unterwegs war, unabhängig voneinander eine Rauchentwicklung im Wald zwischen Wölfershausen und Lengers. Damit begann die Übung für die 150 Einsatzkräfte von den Feuerwehren Heringen, Philippsthal, Hohenroda, Friedewald, Schenklengsfeld, Wildeck sowie für den DRK-Kreisverband Bad Hersfeld und Hessen Forst. Auch eine Abordnung des THW und der Bundeswehr nahmen an der Übung teil.

Unter Realbedingungen suchten die Einsatzkräfte nach dem Brandort ab und wurden nach rund 20 Minuten im Wald fündig. Am höchsten Punkt des Waldes brannten einige Bäume sowie Gestrüpp und Büsche. Aufgrund der Lage im Wald mussten über mehrere Kilometer Schlauchleitungen verlegt werden. Dann konnten die Einsatzkräfte unter Atemschutz den Brand auf der ein Hektar großen Fläche löschen.

Dabei wurde der Ort bewusst gewählt, da man gleichzeitig frisch gepflanzte Douglasien bewässern konnte. Unter großem Einsatz löschten die Feuerwehrkameraden den fiktiven Brand. Auch das DRK hatte einiges zu tun, so mussten sie ebenfalls fiktiv vier Personen medizinisch behandeln. Nach rund drei Stunden war die Übung beendet und es folgte eine große Einsatzbesprechung. Neben den Verantwortlichen für die Übung war auch der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll vor Ort.

Der Landkreis ist also für den Ernstfall gewappnet und schaut man auf die Aussichten für die kommenden Tage, wird die Gefahr für einen Waldbrand auch in unserer Region nicht unbedingt geringer. (kku)+++


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