Anregende Diskussionen und heiße Gespräche am Donnerstagabend auf dem Frauenberg - Fotos: Lea Hohmann

FULDA Anregende Gespräche und heiße Diskussionen

"Wenn ich Bürgermeister wäre" - Talk am Berg mit Bürgermeister Dag Wehner

20.05.22 - Was hält der Bürgermeister von einer kostenlosen Nutzung des ÖPNV in Fulda? Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Stadt gegen den Klimawandel bzw. für das 1,5 Grad Ziel? Diesen Fragen und vielen mehr stellte sich Dag Wehner am Donnerstagabend beim "Talk am Berg" auf dem Fuldaer Frauenberg. Insgesamt 11 Schülerinnen der Marienschule hatten für den Politiker in insgesamt vier Themenfeldern ein breites Spektrum an Fragen erarbeitet. Coronabedingt musste die Veranstaltung leider zwei Jahre später als geplant stattfinden und aufgrund der Wetterverhältnisse spontan nach drinnen verlegt werden. Musikalisch umrahmt wurde der Talk von Fabia Neumann und Merle Halling.

Bürgermeister Dag Wehner stand den Schülerinnen der Marienschule Rede und Antwort ...

Anja Roßmann vom Kinderschutzbund Fulda übernahm mit Paul Berbée von der Marienschule ...

Von Verkehr und Umwelt, über Politik für Jugendliche bis hin zu Schulpolitik, Digitalisierung oder gesellschaftlicher Vielfalt - das Themenspektrum, das sich den zahlreichen Zuhörern bot, war vielfältig. Unter der Moderation von Anja Roßmann vom Deutschen Kinderschutzbund Fulda und Paul Berbée von der Fachschaft PoWi der Marienschule starteten die Schülerinnen in interessante Diskussionsrunden. "Die Veranstaltung ist eng mit der Arbeit des Kinderschutzbundes verbunden, bei der im Sinne der Kinderrechte und des Rechts auf Mitbestimmung gehandelt wird. Das Projekt am heutigen Abend leistet hier einen wunderbaren Beitrag", so Roßmann. Auch Berbée betonte: "Wir wollen junge Menschen zur Demokratie erziehen. Viele der anwesenden Schülerinnen sind in der Schülervertretung oder im Jugendforum aktiv". 

Paul Berbée von der Marienschule möchte Menschen bereits in jungen Jahren demokratisch ...

Öffentlicher Nahverkehr und Klimapolitik

Doch wie steht es denn nun um die Lokalpolitik in Fulda und vor allem - Was würden die Schülerinnen unternehmen, wenn sie Bürgermeister wären. Einen Fokus legten die Schülerinnen dabei unter anderem auf die kostenlose Nutzung des ÖPNV in Fulda. "Die Stadt Fulda bringt hohe Summen auf, um das Verkehrsangebot zu finanzieren. Auch in Zukunft wollen wir uns auf eine attraktive Mischung der verschiedenen Verkehrswege fokussieren", so der Bürgermeister.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Klima- und Umweltpolitik der Stadt. In diesem Zusammenhang ging Wehner auf konkrete Maßnahmen der Stadt für das 1,5 Grad Ziel ein: "Im Jahr 2015 wurde bereits das Amt einer Klimaschutzmanagerin geschaffen. Wir wollen uns auch im Gebäudebereich weiter nach vorne entwickeln und den Fokus auf eine nachhaltige Ausstattung legen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt ein umfangreiches Klimaschutzkonzept erarbeitet", so der Bürgermeister, der betont: "Mittlerweile haben wir auch für Baugebiete zusätzliche Vorgaben für den Klimaschutz".

Wahlrecht ab 16?

Viele Fragen drehten sich des Weiteren rund ums Thema Politik für Jugendliche. "Wir als Politiker tragen eine große Verantwortung für die Welt und die Folgegenerationen und wollen, dass nachfolgende Generationen eine Welt vorfinden, in der sie gut leben können", so Wehner. Auch das Wahlrecht ab 16 Jahren interessierte die Schülerinnen brennend: "In der kommunalen Politik halte ich das durchaus für denkbar", so Wehner, der betont: "Es ist wichtig, auch junge Menschen in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen und dafür zu sorgen, dass dieses Recht auch ausgeübt wird und man junge Menschen integriert und einbindet".

Des Weiteren versprach der Bürgermeister im Rahmen der Baumaßnahmen für die Landesgartenschau "einige neue Angebote für Kinder und Jugendliche". Vor allem das Gebiet rund um die Fuldaauen sei künftig für die gesamte Bewohnerschaft sehr attraktiv. Zum Punkt "Demografischer Wandel" kam der Bürgermeister außerdem auf den Fachkräftemangel zu sprechen. "Wir haben leider zunehmend mit einem Personalmangel zu kämpfen. Vor allem Erzieherinnen und Erzieher werden derzeit händeringend gesucht", so Wehner. 

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs 

Außerdem beschäftigen sich Bürgermeister und Schülerinnen auch mit den Geschehnissen in der Ukraine: "Wir konnten die Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten bisher gut bewältigen. Die Bevölkerung hat in diesem Rahmen sehr viel Wohnraum zur Verfügung gestellt. Dafür sind wir als Stadt sehr dankbar", so Wehner. Weiterhin standen Themen wie Digitalisierung, Rechte von Frauen stärken, Kampf gegen Rechts oder Wirtschaft und Handel auf der Agenda. (Lea Hohmann) +++

 


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