Die Versorgung mit Blutkonserven wird immer kritischer. - Symbolbild: Pixabay

REGION Versorgung mit Blutkonserven kritisch

Sozialminister Kai Klose: "Sie können mit Ihrer Spende Leben retten"

22.05.22 - Das Blut ist knapp. Seit Wochen berichten Blutspendedienste und Krankenhäuser von knapper werdenden Blutkonserven. Bereits vor einigen Tagen hatte der Blutspendedienst des Deutsche Rote Kreuzes erneut vor einem Mangel an Spenderblut gewarnt.

Nun ruft auch der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose zu Blutspenden auf: "Die Lage ist ernst. Mit Ihrer Spende können Sie Leben retten. Ich bitte alle, die Blutspenden können und dürfen, dazu beizutragen, dass die Versorgung mit Blutkonserven weiterhin gewährleistet ist." 

Man beobachte, so das Rote Kreuz jedes Jahr vor allem in den Sommermonaten einen starken Rückgang an Spenderinnen. Die Pandemie hat die Situation nochmals verschärft. Neben regelmäßigen Blutspendern, die sich in Quarantäne oder Isolation befinden, sinkt auch der Anteil der Bevölkerung, die zu Spenden bereit ist. Außerdem sind Spender wegen gelockerte Reiseregeln und vermehrter Freizeitangebote, gerade in der heißen Jahreszeit, verhindert. Auch fehlt den Blutspendediensten bei den noch hohen Fallzahlen Personal.

Viele Verwendungsgebiete

In Deutschland werden jeden Tag ungefähr 15.000 Blutspenden an Kranke und Verunfallte transfundiert. Das Blut wird nicht nur bei Patientinnen, die einen Unfall hatten, benötigt, sondern auch bei vielen Krankheiten wie zum Beispiel bei Krebs oder Autoimmunerkrankungen und Blutgerinnungsstörungen. Auch bei großen Operationen benötigt man dingend Spenderblut. Die Versorgung mit Blutplasma ist ebenfalls angespannt. Plasma kann genauso wie die roten Blutkörperchen erkrankten Menschen transfundiert werden. Zudem wird es zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet. Solche Medikamente sind bei vielen Krankheiten überlebenswichtig für die Patienten.

Jeder gesunde Mensch vom 18. Lebensjahr kann grundsätzlich Blut spenden. Spenden dürfen aktive Spender bis zu ihrem 76. Geburtstag. Spendet man zum ersten Mal Blut, darf man nicht älter als 68 Jahre sein. In Hessen kann man Blut und Plasma an allen Universitätskliniken spenden. Auch gibt es in größeren Städten einzelne private Anbieter. Das Deutsche Rote Kreuz ist in der Region Osthessen der wichtigste Anbieter von Blutspenden. Mit Unterstützung der DRK-Bereitschaften sind Blutspenden auch auf dem Land in der Nähe des Wohnortes möglich. Laut dem Paul-Ehrlich-Institut kann auch während der Coronapandemie problemlos gespendet werden, sofern einige Regeln beachtet werden. Man sollte vor der Spende keinen Kontakt zu einem Coronainfizierten gehabt haben und frei von typischen Symptomen sein. Nach einer überstandenen Infektion sollte man ab dem Zeitpunkt der vollständigen Genesung noch 4 Wochen mit einer Blutspende warten. (ab) +++

Weitere Informationen zur Blutspende und zu Spendeterminen finden Sie hier:

https://www.drk-fulda.de/angebote/bevoelkerungsschutz-und-rettung/blutspende.html 

https://www.drk-blutspende.de/


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