Die Initiative Kitzrettung-Hilfe auf der Jagen - Fischen - Offroad in Alsfeld - Fotos: Hans Ullrich Weidner

ALSFELD "Auch die Mütter schützen"

"Kitzrettung-Hilfe" auf der Jagen - Fischen - Offroad-Messe in Alsfeld

22.05.22 - Tierschutz auf einer Jagdmesse mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen. Doch hat die Jägervereinigung Lauterbach e. V. in Zusammenarbeit mit dem Tier- und Naturschutz Unterer Vogelsberg e. V. schon vor Jahren erkannt, dass Wildtierschutz nur effizient betrieben werden kann, wenn Nichtjagende und Jäger im Schulterschluss kooperieren. Aus dieser Zusammenarbeit war vor fünfeinhalb Jahren die Initiative Kitzrettung-Hilfe entstanden, die am Wochenende vom 13. bis 15. Mai auf der Jagen - Fischen - Offroad in Alsfeld mit einem eigenen Stand vertreten war.

Die Akzeptanz und Begeisterung für die Tierschützer war schnell geschaffen. "Nur eine reibungslose Kommunikation zwischen Landwirten, Jägern und Helfern und der einfache Zugriff auf Unterstützung, beispielsweise aus der Luft, kann gewährleisten, dass Schäden bei der ersten Mahd bis auf Ausnahmen minimiert werden können", sagt Hans-Ullrich Weidner, Vorsitzender der Jägervereinigung Lauterbach e. V. "Das war den Besuchern der Messe leicht verständlich zu machen." Sowohl Landwirte, Jäger als auch diejenigen Besucher, die weder Landwirtschaft noch Jagdschein besitzen, tummelten sich um den Messestand der Kitzrettung-Hilfe. Sie erzählten aus ihrem Alltag, schilderten ihre Schwierigkeiten, stellten Fragen und rüsteten sich mit jeder Menge hilfreichem Infomaterial aus. Großes Interesse weckte auch ein Multikopter mit Wärmebildkamera von Rhein-Main-Drohne, den der Inhaber Markus Wrobel ausgestellt hatte und dessen Einsatzmöglichkeiten und Handhabung er umfangreich erklärte.

Barbara Bausch vom Tier- und Naturschutz Unterer Vogelsberg e. V. und Mitgründerin von Kitzrettung-Hilfe nutzte die Gelegenheit der Besuchermengen, um Unterschriften zu sammeln. "Jungwildschutz bedeutet nicht nur, Kitze und Hasen unmittelbar vor der Mähmaschine zu retten, sondern auch ihre Mütter zu schützen, die zur Aufzucht unabdingbar sind. Ein effektiver Schutz vor Wildunfällen - zumindest abends und nachts - sind und bleiben Wildwarnreflektoren, die in Hessen derzeit nicht genehmigt werden", bedauert Bausch. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass sich das Blatt doch wieder wenden lässt. Die Besucher der Messe, die sie auf Unterstützung für die Wieder-Genehmigung ansprach, hatte sie jedenfalls auf ihrer Seite.

Insgesamt sind Weidner, Bausch und Wrobel mit dem Wochenende sehr zufrieden. Viele interessante Gespräche, neue Kontakte und erstaunlich viel Zuspruch nehmen die Standbetreiber mit und freuen sich schon auf nächstes Jahr. (pm) +++


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