Schockanrufe boomen - immer wieder funktioniert der üble Trick - Symbolbild pixabay

BAD KISSINGEN Die Polizei warnt erneut

Schockanrufer täuschen Seniorin - Enkelin angeblich in Verkehrsunfall verwickelt

01.06.22 - Erneut haben Telefonbetrüger mit einer inzwischen gängigen Masche bei einer älteren Dame Wertsachen erbeutet. Ihr wurde vorgegaukelt, dass ihre Enkelin einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Um eine Gefängnisstrafe abzuwenden, sollte die Rentnerin Schmuck und andere Wertgegenstände an einen Abholer übergeben. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise.

Zunächst hatte sich am Dienstagmittag ein unbekannter Anrufer als Polizeibeamter ausgegeben und der Seniorin von dem vermeintlichen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang berichtet. Anschließend wurde das Telefon an einen Mann übergeben, der sich als Rechtsanwalt der Enkelin ausgab. Er behauptete, dass eine Kaution fällig sei, um eine Gefängnisstrafe der jungen Verwandten abzuwenden.

Die Angerufene erklärte sich in der Folge dazu bereit, verschiedene Wertgegenstände für die Kaution zur Verfügung zu stellen. Sie verpackte alles und übergab die Gegenstände an einen ebenfalls unbekannten Abholer, der mit der Beute im Gesamtwert von wenigen zehntausend Euro davonlief.

Die Übergabe fand gegen 13.00 Uhr in der Bergmannstraße statt. Die Beute händigte die Dame dem Abholer in einer Stofftasche aus. Der Mann flüchtete im Anschluss zu Fuß in Richtung Bahnhof.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden: Circa 170 cm groß bei geschätzt 80 kg Körpergewicht, rund 30 Jahre alt, sprach Deutsch mit einem nicht näher bekannten ausländischen Akzent, trug eine Brille und war mit einer dunklen Jeans und einem dunklen T-Shirt sowie einer braunen Baseballmütze bekleidet.

Wer die Übergabe der Beute möglicherweise beobachtet hat oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Identifizierung des Abholers beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen.

Leg‘ auf! Die Präventionskampagne des Polizeipräsidiums Unterfranken

Aufgrund der weiterhin hohen Fallzahlen im Bereich Callcenter-Betrug und dem damit verbundenen finanziellen Schaden, aber auch den psychischen Folgen für die Betroffenen, hat sich das Polizeipräsidium Unterfranken Ende 2020 dazu entschieden, zum Schutz der Opfer auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nochmals aktiv zu werden und die Präventionskampagne "Leg´auf!” gestartet.

Das Ziel dieser Kampagne ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie "Enkeltrickbetrug" und "Falsche Polizeibeamte" zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben. Die wichtigsten Botschaften sind:

Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.

Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!

Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!

Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!

Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen: https://www.polizei.bayern.de/schuetzen-und-vorbeugen/senioren/004577/index.html
(pm)+++


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