Die Ermittlungen der "SOKO Berninger" zum Tötungsdelikt an Klaus Berninger im Jahr 1990 laufen weiterhin auf Hochtouren. - Fotos: Polizeipräsidium Unterfranken

UNTERFRANKEN Neue Fahndungsplakate

Cold Case Klaus Berninger: Weitere Untersuchungen des gefundenen Messers

07.06.22 - Die Ermittlungen der "SOKO Berninger" zum Tötungsdelikt an Klaus Berninger im Jahr 1990 laufen weiterhin auf Hochtouren. Das Anfang Mai aufgefundene Messer befindet sich aktuell für weitere Überprüfungen bei einer zweiten Untersuchungsstelle. In Wörth am Main und angrenzenden Gemeinden wurden am gestrigen Donnerstag neue Fahndungsplakate aufgehängt.

Wie bereits berichtet, haben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Aschaffenburg bei ihren umfangreichen Ermittlungen rund 100 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Die "SOKO Berninger" geht diesen Hinweisen weiterhin gezielt nach und hat in den letzten Wochen bereits eine Vielzahl von Zeugenvernehmungen durchgeführt, durch welche die Umstände, die zum Tod von Klaus Berninger geführt haben, weiter rekonstruiert werden sollen.

Neue Fahndungsplakate in und um Wörth

Im Rahmen der Vernehmungen und der Bürgergespräche stellte sich heraus, dass trotz der bisher breit gesteuerten Aufrufe in der Öffentlichkeit noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger in der Region Wörth erreicht werden konnten. Insbesondere der dort sehr große Anteil an türkischsprachigen Bürgerinnen und Bürgern soll nun mit entsprechend übersetzten Zeugenaufrufen erreicht werden.

Die auf Türkisch formulierten Plakate haben Beamte der SOKO am gestrigen Donnerstag in vielen Geschäften in Wörth am Main und der Umgebung aufgehängt. Zudem haben die Beamten die bereits auf Deutsch veröffentlichten Plakate gegen eine neue Variante ausgetauscht, um nochmals neue Impulse bei der Fahndung zu setzen.  

Weitere Untersuchungen an aufgefundenem Messer

Wie bereits berichtet, führte die intensive und akribische Tatortabsuche der Bayerischen Bereitschaftspolizei am 05. Mai zum Auffinden eines Messers im Bereich des Schneesberg. Dieses wurde in den letzten Wochen umfassend in der Rechtsmedizin in München untersucht. Es folgen nun weitere detaillierte Überprüfungen in der Rechtsmedizin in Ulm, welche aufgrund der entsprechenden Ausstattung nur dort möglich sind.

Bayerisches Landeskriminalamt lobt Belohnung aus

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat das Bayrische Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und ist nicht für Personen bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Zeugen werden gebeten, sich über die kostenfreie Hinweisnummer, Tel. 0800/1011611, an die Kriminalpolizei Aschaffenburg zu wenden. Hinweise werden auch persönlich auf allen Dienststellen der Polizei in Bayern entgegengenommen. (pm) +++


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