Das "Welcome In!" kooperiert mit "FamilyArt". (V.l.n.r): Sarah Herrlich ist Projektkoordinatorin "Menschen im Austausch" im Wohnzimmer und Viktoria Lorenz ist die Gründerin von "FamilyArt". - Fotos: Maria Franco

FULDA Kurse für ukrainische Kinder und Frauen

Kreatives Auffangbecken: Zwei Initiativen ermöglichen Einleben in unsere Kultur

14.06.22 - Eine Kooperation trägt Früchte: Das "FamilyART" zieht seit dem Frühjahr mit "Welcome In! Fulda" an einem Strang. "Unser Ziel ist es, die geflüchteten Menschen aus der Ukraine schnell und unkompliziert in unsere Gesellschaft zu integrieren. Was eignet sich da besser, sich ins soziale Leben einzufinden, als im Wohnzimmer - dem Stadtteiltreff in der Innenstadt", erklärt Viktoria Lorenz gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Zwei kreative Kurs-Angebote sprechen derzeit junge als auch ältere Menschen an.  

In der Robert-Kircher-Straße befindet sich der Stadtteilttreff in der Innenstadt. ...

Rückblick: Seit September 2021 gibt es in der Fulda-Galerie das Bildungs- und Sozialprojekt "FamilyART". Initiatorin Viktoria Lorenz bietet dort ein buntes Programm an, bestehend aus Mal- und Tanzkursen, musikalischer Früherziehung sowie einem Miniclub mit sprachlicher Förderung. "Als die ersten ukrainischen Flüchtlinge in unsere Region kamen, häuften sich die Anfragen auch bei uns. Ich wollte unser Angebot möglichst vielen zugänglich machen und war deshalb auf der Suche nach einem geeigneten Partner für eine neue Umsetzung."

Grünes Licht für Projektförderung

Einblick ins "Wohnzimmer". Hier können sich Menschen unterschiedlicher Kulturen ...

Lorenz ist daraufhin auf den gemeinnützigen Verein "Welcome In!" in der Robert-Kircher-Straße aufmerksam geworden. "Das Team und die Mitglieder stehen schließlich für Vielfalt und Teilhabe - und sie sind gut vernetzt", konstatiert die Organisatorin. Der Kontakt dahin sei problemlos gelaufen. Diesen Eindruck kann Sarah Herrlich, Projektkoordinatorin "Menschen im Austausch" und kaufmännische Leitung, bestätigen. Zusammen erarbeiteten die beiden ein geeignetes Konzept mit Finanzplan etc. "Dann haben wir den Antrag auf Förderung bei der Stadt Fulda gestellt und die Zusage am 21. April erhalten." Wenige Tage später konnte das Vorhaben bereits starten. 

Projekte "Stimul" und "Go Together" 

In dem Kinderkurs können sich alle künstlerisch austoben. Foto: privat

Der Kinderkurs findet hier statt.

Foto: privat

Foto: privat

Ideen gibt es viele, um die Kinder zu beschäftigten.

"Go Together" und "Stimul" laufen vom 26. April bis 14. Oktober 2022. Im Integrationsprojekt "Go Together" im Kreativstudio "Am Rosengarten" kommen Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren zusammen. "Aktuell betreuen wir insgesamt 14 Kinder, die sich vor Ort künstlerisch in Form von Malen oder Basteln beschäftigen", sagt Lorenz. Der Austausch in der Gruppe sei unabdingbar. "Es sind natürlich viele neue Eindrücke bei uns in Deutschland, auch in der Schule. Hier finden die Kinder Anschluss und können unter Gleichgesinnten Freundschaften schließen. So kann ein wenig Normalität einkehren." Über die Kurse hinaus sind immer wieder Ausflüge geplant. "Es soll zum Beispiel ins 'Wortreich' nach Bad Hersfeld gehen oder mal ins Puppentheater und in den Freizeitpark. Vor allem in Hinblick auf die Sommerferien benötigen die Kinder eine sinnvolle Beschäftigung."

Ein Ergebnis im Kurs für Frauen. Foto: privat

Einblick in den Kurs "Stimul". Foto: privat

Eine umgestaltete Schatulle.

Der Frauenclub "Stimul" im Christlichen Familienzentrum in der Christian-Rohlfs-Straße (Fulda-Galerie) verläuft nach einem ähnlichen Prinzip, richtet sich aber an geflüchtete Ukrainerinnen. "Künstlerische Aktivitäten stehen auch hier im Vordergrund. Die Frauen werden zusätzlich psychologisch betreut, um die Kriegserlebnisse besser zu verarbeiten", so Lorenz weiter. "Derzeit sind zehn Frauen in der Gruppe. Da wir noch freie Kapazitäten haben, freuen wir uns sehr über weitere Teilnehmerinnen." Exkursionen wie Stadtfahrten stehen ebenfalls auf dem Plan. 

Kultureller Austausch

Es gibt viele Möglichkeiten in der Region, Geflüchteten das Ankommen in Deutschland zu erleichtern. Herrlich vom "Welcome In!" ergänzt abschließend: "Neben den beiden Kursen - die Innenstadt und Stadtteil verbinden - gibt es seit Kurzem sogar dienstags einen ukrainischen Kulturabend, der ganz auf Eigeninitiative der Geflüchteten entstanden ist. Das spiegelt den traditionellen Wohnzimmer-Ansatz wider: Jeder kann sich einbringen, seine Idee umsetzen - und seine Mitmenschen zum gemeinsamen Austausch einladen." 

Unter www.welcome-in.org gibt es weitere Informationen. Ebenso auf Instagram unter familyart_fulda oder welcome_in_wohnzimmer-fulda. (Maria Franco) +++


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