Alessandro Perotti hat seine Eisdiele geschlossen. Der Grund: die Corona-Pandemie. - Fotos: Maria Franco

FULDA In der Lindenstraße

Traditionelles Eiscafé Cortina ist Geschichte - Alessandro Perotti gibt auf

12.06.22 - Eine Eis-Ära ist beendet. In der Fuldaer Lindenstraße gehört das Eiscafé Cortina der Vergangenheit an. Die Schaufenster sind zugehängt, das Ausleger-Schild ziert noch die Hauswand und Schriftzüge auf den Fensterscheiben weisen auf die einstige Funktion der Räumlichkeiten hin. Der Eindruck des lebhaften Betriebs ist verflogen. Die Vitrinen sind leer, Stühle stehen in einer Ecke gestapelt. "Seit 1961 gab es an diesem Standort immer Eis. Vor 25 Jahren habe ich dann selbst die Eisdiele übernommen", erklärt Alessandro Perotti. 

In der Lindenstraße gab es hier jahrelang Eis.

Unterstützer gab es über die Zeit viele, so wie Klaus Liebling.

Wer auf der Suche nach einer leckeren Abkühlung im Sommer gewesen ist, war hier genau an der richtigen Adresse. Sei es das einfache Waffelhörnchen mit Kugel auf die Hand zum Mitnehmen, oder das Verweilen vor Ort mit Spaghetti-Eis, Früchte-Becher und anderen Spezialitäten. "Das war ein richtiger Familienbetrieb. Unterstützt haben uns aber auch immer wieder Aushilfen. Im Sommer war natürlich immer viel los", blickt der Chef mit norditalienischen Wurzeln zurück. Über 24 Sorten sorgten für eine bunte Eis-Auswahl. "Wir hatten neben den Klassikern wie beispielsweise Vanille, Stracciatella und Erdbeere oftmals ein bisschen rumprobiert und von den Sorten her variiert."

Pandemie sorgt für Aus

Was mit den Räumlichkeiten geschieht, ist unklar.

Mitte November 2021 schlossen die Pforten der Eisdiele - und eine Wiederöffnung war vom Tisch. "Es gab viele Gründe, ausschlaggebend war definitiv die Corona-Pandemie. Das war alles einfach nur eine Katastrophe", so der 62-Jährige. Der Außerhausverkauf habe sich finanziell nicht rentiert. "Ich hatte eigentlich gedacht, dass es noch weiter geht, aber irgendwann war dann mal Feierabend." Zusätzlich sei der Pachtvertrag ausgelaufen, eine Verlängerung kam nicht infrage. Das Haus wurde mittlerweile verkauft. 

Besonders für die vielen Stammkunden sei es ein Schock gewesen. "Es ist natürlich schade, dass wir schließen mussten, weil es unsere Gäste traurig stimmt. Die sind immer gerne zu uns gekommen." Inzwischen geht Perotti neue Wege und ist bei der Deutschen Bahn angestellt. Was mit der Immobilie künftig geschieht, ist unklar. Jedoch steht eins fest: Nicht nur kleineren Läden hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht, auch Ketten wie Staples und Orsay blieben nicht verschont. (mkr) +++


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