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14.07.09 - Bischofsheim

"Das bisschen Haushalt..." - Landwirtschaftsschule bildet Bäuerinnen aus

Als Mutter und Vater muss man täglich den Anforderungen in Familie und Beruf gerecht werden. Oft bleibt dabei - verständlicherweise - der Haushalt auf der Strecke. Unter Hinweis auf diese Erfahrungen hat die Landwirtschaftsschule Bischofsheim an der Rhön Abteilung Hauswirtschaft ein Bildungsangebot geschaffen, das sich an Frauen und Männer im ländlichen Raum zur besseren Bewältigung der vielfältigen Aufgaben in Familie, Haushalt und Beruf.

Der einsemestrige Studiengang soll vor allem künftige Bäuerinnen mit außerhauswirtschaftlicher Berufsausbildung und Berufserfahrung auf die Tätigkeit im landwirtschaftlichen Haushalt und Betrieb vorbereiten, steht darüber hinaus allen Frauen im ländlichen Frauen und Männern im ländlichen Raum offen, die sich hauswirtschaftlich weiterbilden möchten. Er dient auch der Umschulung für den Ausbildungsberuf Hauswirtschafterin und qualifiziert für Erwerbsmöglichkeiten im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft und in der Hauswirtschaft. Die Landwirtschaftsschule gehört zum "Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt a.d. Saale", das für die beiden Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld zuständig ist.

Die Schule biete einfache Methoden und Hilfestellungen an, wie auch mit wenig Zeitaufwand hauswirtschaftliche Arbeiten erledigt werden könnten. Viele Unterrichtsthemen bezögen sich auf den wichtigen Bereich der Planung und Organisation des „kleinen Familienunternehmens“. Durch den Besuch der Schule eröffneten sich auch Möglichkeiten für eine berufliche Tätigkeit im hauswirtschaftlichen Dienstleistungsbereich. Vielfältige Kenntnisse würden in folgenden Fächern vermittelt: "Familie und Erziehung“, „Wirtschaftslehre des Haushalts“, „Ernährung und Gesundheit“, „Küchenpraxis“, „Haus- und Textilpraxis“, „Hausgartenbau“ sowie „Grundlagen der Betriebsorganisation“. Neu sei das Fach Berufs- und Arbeitspädagogik, das mit einer schulischen Pflichtprüfung in Theorie und Praxis nach der Ausbildereignungsverordnung abgeschlossen werde. Außerdem gebe es landwirtschaftsbezogene Unterrichtsfächer, die Einblick in verschiedene landwirtschaftliche Produktionsweisen verschafften.

Der Schulbesuch lasse sich gut mit Familie und anderen Tätigkeiten vereinbaren, da der Unterricht in Teilzeit angeboten werde. Der Unterricht finde am Dienstag und Mittwoch Vormittags statt, mit 10 Unterrichtsstunden pro Woche. Der Studiengang umfasse insgesamt zirka 700 Unterrichtsstunden. Allgemeine Schulferien seien unterrichtsfrei. Der neue Studiengang beginne am 22 September und laufe bis Ende Mai 2011.

Nach bestandenem Schulbesuch werde ein Zeugnis mit Urkunde verliehen. Außerdem erlangten die Absolventen die Ausbildereignung nach der Ausbildereignungs-Verordnung. Es besteht zudem die Möglichkeit, nach dem Schulbesuch die Abschlussprüfung im Beruf Hauswirtschafterin abzulegen. Der Schulbesuch sei kostenfrei, es entstünden lediglich Kosten für Verpflegung, Unterrichtsmaterial und Bücher. Die Studierenden seien während der Schulzeit und auf dem Schulweg unfallversichert. Die Aufnahmevoraussetzungen: das Abschlusszeugnis einer Berufsschule oder eines gleichwertigen Bildungsganges oder eine abgeschlossene Berufsausbildung außerhalb der Hauswirtschaft mit anschließender Berufserfahrung.

Derzeit bereiten sich die Studierenden, die im Frühjahr 2009 die Bischofsheimer Hauswirtschaftsschule beendeten, auf die Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin vor. Im Rahmen von Betriebstagen üben sie für die praktischen Prüfungen in Küchenpraxis, Haus- und Textilpflege und Gartenbau. Nach ihren Erfahrungen befragt, erklärten die Frauen einmütig, dass erst der Schulbesuch es ihnen möglich machte, die Prüfung zur

Hauswirtschafterin in Angriff zu nehmen. Ohne Schule sei die Prüfung "nicht zu schaffen." Der einsemestrige Studiengang habe ihnen wesentliche Grundlagen gegeben und durch das neue Fach "Berufs- und Arbeitspädagogik" seien die Betreuungsleistungen, die in der Prüfung nun anfielen, einfacher zu

bewältigen.

Überhaupt habe "Berufs- und Arbeitspädagogik" zwar sehr viel Zeit und Einsatz von ihnen gefordert, berichteten die Frauen, doch habe es auch wichtige soziale Kompetenzen vermittelt, ob in der Kindererziehung oder im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden. Nicht nur im Hinblick auf die Prüfung

zur Hauswirtschafterin, sondern auch für die persönliche Entwicklung wurde das Fach von den Absolventinnen "als Bereicherung" angesehen. Einige der Studierenden haben sich auch bereits nach Einkommensalternativen im hauswirtschaftlichen Bereich umgesehen: In der Schulverpflegung möchte eine Frau tätig werden. Andere sprachen von Direktvermarktung oder der Führung eines Hofladens sowie dem weiterführenden Studium zur Hauswirtschaftsmeisterin.

Darüber hinaus ergäben sich Einkommensmöglichkeiten und Erwerbstätigkeit beim Ring für Familiendienstleistungen oder in Küchen von Krankenhäusern, Altenheimen oder auch im Kindergarten, Tagesstätten und Schulen bei der Mittagsverpflegung. Wichtig war für die Frauen, dass der Schulbesuch sich gut mit Familie oder einer Teilzeitbeschäftigung vereinbaren ließ. Diese Flexibilität der Schule habe den Studierenden die Fortbildungschance ermöglicht.

Für das neue Semester seien noch Plätze frei. Information und Anmeldung bei der Landwirtschaftsschule Bischofsheim unter Telefon 09772-9328-0 oder per E-Mail [email protected] außerdem sind im Internet Anmeldeformulare abrufbar: www.aelf-ns.bayern.de/bildung (me) +++

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