10 Jahre Dienerinnen der Armen bei antonius - Fotos: antonius

FULDA Sechs Schwestern sind Teil der Gemeinschaft

Ordenskultur in Fulda – 10 Jahre indische Schwestern bei antonius

17.06.22 - Eigentlich mögen die Jubilarinnen es nicht in den Mittelpunkt gestellt zu werden, doch ganz verschont werden können sie nach zehn Jahren Konvent bei antonius nicht. "Wir sind dankbar für Sr. Denise und ihre Mitschwestern. Gemeinsam mit Pater Thomas bilden sie den Mittelpunkt unserer antonius Gemeinschaft, sind Tag und Nacht für uns da, auch im Gebet" würdigt Rainer Sippel, Gechäftsführender Vorstand der Bürgerstiftung antonius gemeinsam: Mensch, den Ordner der "Dienerinnen der Armen."

Sechs Schwestern sind Teil der antonius Gemeinschaft und dort im Leben und Arbeiten nicht mehr wegzudenken. Vor einem Jahrzehnt lösten sie die vinzentinischen Schwestern ab, die aus Altersgründen ihre Arbeit abgeben mussten.

Dienerinnen der Armen und Franziskaner- Ein menschliches Gespür für Nächstenliebe

"Immer ein offenes Ohr, immer ein freundliches Wort, stets gut gelaunt und sehr fleißig" so antworten die Mitarbeiter und Bewohner von antonius, wenn man sie nach den Schwestern fragt. Sie machen antonius zu einem Kraftort gelebten Glaubens. Für sie stehen Begegnung und Teilhabe eines jeden Menschen im Mittelpunkt. Und genau das sind die Werte, die der Orden, der 1969 von einer aus Deutschland stammenden Schwester gegründet wurde, in den Vordergrund stellt. Ähnlich wie die Franziskaner, die seit 120 Jahren mit antonius kooperieren steht hier die christliche Pädagogik vor der humanistischen Pädagogik. In der täglichen Arbeit zeigt sich die Ergänzung der beiden Orden, die hier im Seelsorgeteam eng zusammenarbeiten. Spiritualität ist dabei ein wichtiges Fundament und verbindendes Element. "Von Anfang an gehören Schwestern zu antonius – sie prägen allein durch ihren Lebensentwurf die Atmosphäre mit. Das ist ein Segen, weil ihr Lebensentwurf die Gemeinschaft, das Gebet, die Freude aneinander und an Gott in den Mittelpunkt stellt und nicht materielle Werte", so Pater Thomas über die Schwestern.

Und auch Michaela Lengsfeld, Prokuristin der Bürgerstiftung schwärmt von der Zusammenarbeit mit dem Ordnen: "Die Schwestern leben und arbeiten bei antonius. Sie sind Ansprechpartner rund um die Uhr und bekommen Alles mit. Sie sind für unsere Bewohner da und engagieren sich in der Pflege, der Seelsorge, feiern täglich Gottesdienst und unterstützen in unseren Arbeitsbereichen wie z.B. der Feinveredlung. Wir freuen uns und sind dankbar, dass durch den Ordnen der Dienerinnen der Armen bei uns ein Ort des gelebten Glaubens besteht und hoffen auf noch viele weitere Jahre der Gemeinschaft."

Generaloberin zu Besuch im Netzwerk

Als Zeichen der Wertschätzung ist deshalb nun die Generaloberin Sr. Emestina gemeinsam mit Sr. Snehalata aus Indien zu Gast. Für vier Wochen besuchen die beiden Ordensschwestern Deutschland und sind für eine Woche bei antonius, wo sich der größte europäische Konvent der Schwestern befindet.

Bei ihrem Besuch machte sich die Generaloberin ein Bild über das Wirken der Schwestern. Sie lernte den antonius Campus und auch Arbeitsbereiche wie den antonius Hof, den

Frauenberg, die Startbahn, Antonius-von-Padua Schule und Perspektiva mit seinen Bewohnern und Mitarbeitern kennen. Und auch gefeiert wurde gemeinsam – das Patronatsfest am 12.6 war ein guter Anlass nochmal tiefer in den Geist des 120 Jahre alten Netzwerkes einzutauchen. Außerdem wurden Ausflüge zu besonderen Orten in Stadt und Landkreis wie der Wasserkuppe oder Point Alpha organisiert. Bevor es zurück nach Indien geht, gab es noch eine besondere Feier des Fronleichnamgottesdienstes, bei der auch der 60. Geburtstag der Oberin Sr. Denise gefeiert wurde.

"Ich bin froh sehen zu können, dass unser Konvent die Arbeit von Frau Maria Rang, der Gründerin von antonius fortsetzen kann und gemeinsam mit dem Franziskanerorden und dem antonius Netzwerk eine Atmosphäre schafft, in der sich Menschen mit Behinderung aktiv einbringen zu können. Wir wollen bei den Bemühungen unterstützen ein eigenständiges und würdevolles Leben zu führen und durch Beispielgebung und Anleitung neue Wege und Lebensperspektiven eröffnen", so Sr. Emestina.

In Indien arbeiten seit vier Jahrzehnten 650 Schwestern an 90 im Land verteilten Stationen und leisten dort umfängliche Sozial-, Entwicklungs- und Bildungshilfe in Krankenhäusern, Altenheimen und Gemeinden. Das Motto der Schwestern ist dabei: Für uns ist jeder Mensch ein Abbild Gottes. Das gibt ihnen Kraft für ihre Aufgabe. (pm) +++


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