Von links: Stadtverordnete Elke Hohmann (Volt), BI-Vorsitzender Paul Schneider, MdL Markus Hofmann (Die Grünen), MdB Jürgen Lenders (FDP), Ortsvorsteher Stefan Ihrig (CDU), sowie die Stadtverordneten Marie-Louise Puls (Die Grünen), Dr. Sebastian Koch (FDP), Benedikt Ihrig (CDU) - Fotos: privat

FD-BRONNZELL FDP-MdB Jürgen Lenders zu Gast

Verein BI Lebenswertes Bronnzell: "16 Gefahrpunkte auf 500 m Straße"

BI Lebenswertes Bronnzell e.V.Gründung: 2016, Mitglieder: 91 Vorsitzender: Paul Schneider Stellvertreter: Helmut Heumüller Kassierer: Alexander Schramm Schriftführer: Andre Werner Beisitzer: Elke Baumgärtel und Markus Link

21.06.22 - Der Verein BI Lebenswertes Bronnzell e.V. hatte zu Mitgliederversammlung 2022 ins Jägerhaus Bronnzell eingeladen. Neben zahlreichen Mitgliedern konnten einige Fuldaer Stadtverordnete, der Landtagsabgeordnete Markus Hofmann (Die Grünen) und als Gastredner der Bundestagsabgeordnete Jürgen Lenders (FDP) begrüßt werden.

Der Vorsitzende der BI Lebenswertes Bronnzell, Paul Schneider, zeigte in seinen Präsentationen die besonderen Belastungen durch Straße und Bahn für die Einwohner Bronnzells deutlich auf. Der Ort ist zerschnitten durch die Haupt-Nord/Süd-Verbindungen der Eisenbahn, der Bundesstraße 27, Landstraße und Kreisstraßen. Die Menschen fühlen sich vom Bahn- und Straßenlärm gesundheitsgefährdend beeinträchtigt und fürchten um ihre Sicherheit im Straßenverkehr und am ungesicherten Bahnübergang Schimmelstraße.

So zeigte Schneider auf, dass auf der Ortsdurchfahrt Bronnzeller Straße auf einer Länge von nur rund 500 m 16 Gefahrenpunkte vorhanden sind. Unter anderem liegen aneinandergereiht eine Senioren-Tagesstätte, Grundschule, Kirche, Kindergarten und Bürgerhaus. Nahezu bis zu rund 10.000 Fahrzeuge (2017) passieren täglich die Ortsdurchfahrt, die zudem der Hauptverbindungsweg der Grundschul- und Kindergartenkinder darstellt und als Radweg ausgeschildert ist. Weitere Belastungen mit Schwerverkehr würden im Rahmen der geplanten Sanierung der Bronnzeller Erddeponie befürchtet - des gleichen durch und nach dem geplanten Umbau des Bronnzeller Kreisel.

Die BI und der Ortsbeirat von Bronnzell fordern seit Jahren eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der B27. Diese wird täglich mit knapp 50.000 Fahrzeugen (2017) befahren. Die Zahlen der zuletzt im Jahr 2021 von Hessen-Mobil durchgeführten Zählungen liegen noch nicht vor. Die BI schätzt die aktuelle Zahl auf nunmehr etwa 70.000 Fahrzeuge.

Eine von der Stadt Fulda geplante City-Bahn, welche die Industriegebiete Eichenzell und Fulda-West verbinden soll, könnte für Bronnzell die Vorteile einer Rhönbahn-Haltestelle bringen - nicht nur zum Bahnhof Fulda hin, insbesondere auch zu den Schulen nach Eichenzell für zurzeit knapp 20 Kinder. Die Schulfahrten nach Eichenzell würden seit Jahren zum Großteil mit Elterntaxi-Fahrgemeinschaften bewältigt, da geeignete Busverbindungen nicht zur Verfügung stehen. Zudem könnte hiermit das gesundheitsgefährdende Hupsignal der Rhönbahn entfallen. Die Machbarkeitsstudie des RMV soll in den kommenden Tagen in der Stadtverwaltung vorgestellt werden.

Für die Eisenbahn-Neubaustrecke Hanau-Fulda und Bestandsstrecke (Kinzigtalbahn) stellte die BI ihre Forderungen für "aktiven" Lärmschutz nach Lärmvorsorge gem. 16. BISchV, finanziert aus dem Projekt heraus, dar. Gegebenenfalls würden diese, wie im Südabschnitt der Neubaustrecke, im Bundestag als übergesetzliche Maßnahmen entschieden. Der Vorsitzende Paul Schneider appellierte dafür an den Fuldaer Bundestagsabgeordneten Jürgen Lenders. Lenders ist Mitglied im Bundesverkehrsausschuss und dessen Partei führt das Bundesverkehrsministerium. Der Bundestagsabgeordnete sieht dagegen Lärmschutz aus dem freiwilligen Bundesprogramm der Lärmsanierung für die Bestandsstrecke als realistischer an. Die Vertreter der BI wiesen darauf hin, dass hierbei jedoch höhere Lärmwerte gelten und damit die Anwohner schlechter geschützt seien.

Bezogen auf den innerörtlichen Verkehr verwies Jürgen Lenders auf das im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung vereinbarte Ziel, den Kommunen durch Anpassung des Straßenverkehrsgesetzes und der Straßenverkehrsordnung mehr Handlungsspielräume für den Verkehr zu übertragen: "Die Kommunen vor Ort kennen die Situation am besten in Hinblick auf Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs, auf Gesundheit und städtebauliche Entwicklung. Sie sollen selbst entscheiden dürfen, wo beispielsweise Tempo-30-Zonen aus ihrer Sicht Sinn machen und wo nicht." Hiernach könnte, wenn die Stadt Fulda dies voranbringt, auch Lösungen für den starken Durchgangsverkehr in Bronnzell gefunden werden. Auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der B27 wurde von den anwesenden Parteienvertretern gefordert.

Der Mitgliederversammlung entlastete den Vorstand der BI Lebenswertes Bronnzell einstimmig für die geleistete Arbeit. Der Ortsvorsteher von Bronnzell, Stefan Ihrig, dankte dem Vorstand der BI für dessen Engagement und seinen Einsatz zum Wohle der Bürger. (pm)+++


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