Von links: 1. Beigeordneter Theodor Kohlmann, Yvonne Hohmann, Großentafts Ortsvorsteherin Christine Volkenand, Prof. Dr.-Ing. Thomas Glotzbach, Anna-Lena Kalb, Pascal Möller und Vorsitzender der Gemeindevertretung Heiko Mähler. - Fotos: FWG

EITERFELD Gut besuchter Fachvortrag

Chancen regenerativer Energien - Marktgemeinde im Aufwind

22.06.22 - Wissenschaftlich fundiert und mit großer Expertise referierte Herr Prof. Dr.-Ing. Thomas Glotzbach zum Thema "Regenerative Energien für Eiterfeld – Als Chance verstehen und Zukunft bewegen". Für einen Vortrag mit anschließendem Diskurs konnte die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Eiterfeld den aus Hilders stammenden und in der Region fest verwurzelten Prof. Dr. Glotzbach gewinnen, der an der Hochschule Darmstadt in den Fachgebieten Regenerative Energieerzeugung und Energiespeicherung lehrt.

Die zukunftsweisende Thematik generiert zurzeit sehr hohe Aufmerksamkeit, sodass der Vorsitzende des FWG Gemeindeverbandes Eiterfeld Pascal Möller knapp 100 Teilnehmende begrüßen konnte. Unter ihnen auch Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Heiko Mähler und die Ortsvorsteherin von Großentaft Christine Volkenand sowie die anwesenden Ehrenmitglieder des FWG Gemeindeverbandes Peter Paul und Josef Renk.

Beginnend mit einer hochinteressanten Einführung über regenerative Energien zog Prof. Glotzbach die Vortragsbesucherinnen und -besucher in seinen Bann und veranschaulichte graphisch, dass die Ressourcen konventioneller Energiequellen, wie z.B. Kohle, Gas und Erdöl bald erschöpft sein werden. Gleichzeitig zeigte er das große Potential regenerativer Energien auf, insbesondere der Energieträger Sonne und Wind. "In unseren Breitenkreisen und aufgrund der geografischen Lage der Region ist die Windenergie am effizientesten. Daher ist es als sehr positiv hervorzuheben, dass der Ausbau dieser Energiequelle in der Marktgemeinde Eiterfeld schon so weit fortgeschritten ist", erklärt Prof. Glotzbach. Mit einer Zeitreihenanalyse stellte er fest, dass der Autarkiegrad der regenerativen Energieversorgung für Eiterfeld heute schon bei ca. 89 Prozent liege. Von der gesamten regenerativ erzeugten Energie werden ungefähr 18,9 % in der Marktgemeinde verbraucht, wonach der größte Anteil ins Netz eingespeist werde. Prof. Glotzbach hebt die Bedeutung hervor, diesen Autarkiegrad durch Speichermöglichkeiten, wie z.B. Batteriespeicher, Elektromobilität oder Wärmepumpen, weiter voranzutreiben und macht deutlich, dass die flächendeckende Erzeugung regenerativer Energien das Ziel sei und nicht die vollständige Autarkie.

Hintergrund sei die stark variierende Stromabnahme, abhängig von Tages- und Jahreszeiten. Denn obwohl bereits nach heutigem Stand in Eiterfeld in Summe viel mehr erneuerbare Energien erzeugt als verbraucht werden, kann eine durchgängige Versorgung mit "grünen Strom", gerade an bewölkten oder windstillen Tagen, nicht sichergestellt werden. Mit der "Power-to-Gas-Technologie" werde regenerativ, erzeugte, elektrische Energie in Gas, wie z.B. Wasserstoff, umgewandelt. Mit diesem energiewirtschaftlichen Konzept seien zukunftsweisende Chancen u.a. für das Verkehrswesen und vielversprechende Wirkungsgrade verbunden, betont Prof. Glotzbach. Denn auch der Verkehrssektor stand im Fokus des Vortragsabends und stieß auf großes Interesse der Besucherinnen und Besucher. Mithilfe einer aktuellen Studie bekräftigte der Hochschullehrer die riesigen Potentiale der Batterieelektromobilität aufgrund der sehr geringen CO₂-Emission über den gesamten Produktlebenszyklus, einschließlich Produktion, Laufzeit und Entsorgung.

Im Anschluss an den Expertenvortag hatten die Gäste das Wort. Unter der Moderation von Heiko Mähler brachten die Teilnehmenden ihre Fragen ein. Mit interessanten und zahlreichen Diskussionsbeiträgen fand der Vortrag seinen Abschluss, der mit den Schlagworten "Wind, Sonne, Mobilität und Wasserstoff" treffend zusammenzufassen ist. Die große Resonanz und der lebendige Austausch zeigen uns, dass wir mit dieser Thematik am Puls der Zeit liegen", so das abschließende Resümee der Vorstandsmitglieder des FWG Gemeindeverbandes.(pm)+++


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