Feuerwehreinsatz in einem Waldgebiet bei Niederaula - Archivbild: O|N/Hans-Hubertus Braune

REGION Vorsicht im Wald

"Trockenheit ist da": Natur braucht dringend einen ordentlichen Landregen

28.06.22 - "Der Wald braucht dringend einen Landregen", sagt Jürgen Dickert vom Forstamt Burghaun. Nach wie vor sei der Boden zu trocken. In den vergangenen Tagen gab es lediglich an einzelnen Orten etwas Regen. Dort würde sich die Situation dann etwas entspannen. "Oft sind es aber lokal kleinere Gewitterzellen", sagt Dickert. Ein, zwei Liter Regen pro Quadratmeter Fläche komme am Boden gar nicht erst an.

Am Montagvormittag gab es lokal ein paar Regentropfen Fotos: Hans-Hubertus Braune

Trockenes Gras kann sich leicht entzünden

Lediglich 20 Zentimeter tief ist die Fulda bei der Pegelstelle bei Unter-Schwarz ...

Die Trockenheit macht der Natur zu schaffen. Auch die hohen Temperaturen mögen die Bäume nicht wirklich. Über 34 Grad sorge in der Vegetation für massive Herausforderungen. Auch die Waldbrandgefahr ist ein aktuelles Thema. Derzeit herrscht in Osthessen Warnstufen drei von insgesamt fünf Warnstufen. Die Bewölkung sorgt für etwas Entspannung. Die Natur kann sich vor die Hitzeeinstrahlung durch die Sonne in keinen Keller "zurückziehen".

Am Waldrand ist es wenigstens ein bisschen kühler

Es gibt einige Hinweise, was im Wald zu unterlassen ist: Rauchen sei im Wald generell verboten. Glasflaschen oder Scherben haben im Wald ebenso nichts zu suchen. Autofahrer sollen ihr Fahrzeug auf ausgewiesenen Parkplätzen parken und nicht einfach irgendwo am Waldwegesrand oder auf einer Wiese. Der heiße Katalysator kann zu Bränden führen. Gerade das trockene Gras sei eine zusätzliche Gefahr. Aber auch der Waldboden an sich.

"Der Brand kann im Unterboden schwelen"

Blitzeinschlag in einen Baum Archivbild: O|N/Hans-Hubertus Braune

Vorsicht ist auch bei Gewitter wichtig. Bei Blitz und Donner ist der Wald tabu. Blitzeinschläge können aber auch Tage später zu einem Brand führen. In einem Waldgebiet bei Niederaula hatte eine Spaziergängerin einige Stunden nach einem Gewitter einen beginnenden Brand an einem Baum entdeckt und vorbildlich die Feuerwehr alarmiert und in sicherem Abstand auf die Feuerwehr gewartet. Die Einsatzkräfte hatten den Brand schnell gelöscht, bevor sich das Feuer ausbreiten konnte.

Bei Rauchentwicklung: Den Notruf 112 wählen

Forstamts-Bereichsleiter Jürgen Dickert bestätigt ähnliche Erfahrungen: Vor mehreren Jahren habe eine Person einen Waldbrand gemeldet. Dort hat ebenfalls ein Blitzeinschlag den Brand ausgelöst. Die Meldung war an einem Samstag. "Das Gewitter war am Donnerstag. Die Feuerwehr hat den Bereich mit ihrer Wärmebildkamera überprüft und im Unterboden eine höhere Temperatur festgestellt. Der Brand kann im Unterboden schwelen", sagt Dickert.

Grundsätzlich empfiehlt der Forstamts-Mitarbeiter: Wer eine Rauchentwicklung im Wald entdeckt, der sollte umgehend den Notruf 112 wählen und so die Feuerwehr alarmieren.Auch das Team von Hessen Forst hofft, dass es endlich einen ordentlichen Landregen mit zumindest 20, 25 Litern Regen gibt. Weder ein lokaler Schauer noch Starkregen bringen der Natur die dringend notwendige Feuchtigkeit, die in den Boden versickern kann.

Weitere Informationen zu den Waldbrandstufen, Tipps und Hinweisen auch zu Brauchtumsfeuer und deren Anmeldung gibt es im Internet unter der Adresse: Waldbrandstufen und Hinweise vom hessischen Umweltministerium . Aber auch bei Lagerfeuer und Nutzfeuer ist es wichtig, sich bei der jeweiligen Kommune zu informieren, was erlaubt ist und was nicht. Weitere Informationen beim Regierungspräsidium auf der Internetseite: Garten- + Pflanzenabfall . (Hans-Hubertus Braune) +++

Frauchen verhindert beim Gassigehen mit Hündin Leyla Waldbrand-Ausbreitung


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