Die Trasse für die geplante A49. - Archivfotos: O|N / Henrik Schmitt

HOMBERG (OHM) Kritik bei der Stadtverordnetenversammlung

"Keine Bedenken": Sprengungen für den A49-Weiterbau haben begonnen

30.06.22 - Der Weiterbau für die A49 ist im Vogelsbergkreis in vollem Gange. Die Stadt Homberg (Ohm) hat sich kürzlich mit den damit zusammenhängenden Lockerungssprengarbeiten beschäftigt, da im Februar dieses Jahres bei der Stadt als allgemeine Ordnungsbehörde eine Sprenganzeige einging. Nach Kritik in der letzten Stadtverordnetenversammlung erklärt Michael Rotter, Erster Stadtrat, nun: "Das Verfahren wurde ordnungsgemäß durchgeführt und ist fachlich beanstandungsfrei."

Erster Stadtrat von Homberg (Ohm), Michael Rotter. Symbolbild: O|N / Luisa Diegel

Die Durchführung von Sprengungen ist eine nach den Regelungen des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe durchzuführende, nicht gesondert zu genehmigende Maßnahme. Sie bedarf vielmehr lediglich einer Anzeige bei den jeweils zuständigen allgemeinen Ordnungsbehörden. "Da die Ordnungsbehörde der Stadt Homberg (Ohm) keine Erfahrungen mit Sprengungen hat, wurden die entsprechenden Dezernate des RP Gießen um fachliche Unterstützung gebeten, die von dort auch zugesagt wurde", so Rotter in einer Mitteilung an die Presse.

Keine Bedenken

Archivfotos: O|N

Nach einem Vor-Ort-Termin sei das Gutachten zur Sprenganzeige als umfangreich, aussagekräftig und schlüssig beurteilt und ausgeführt worden. "So, dass aus dortiger Sicht für die Gesteinslockerungs-Sprengungen die richtige Lösung seien und nur geringe Steinfluggefahr gesehen wird." Besonders schützenswerte Objekte seien demnach beachtet und entsprechende Schutzmaßnahmen vorgesehen. Es bestünden also keinen Bedenken gegen die vorhergesehene Sprengungen. 

Am Montag wurde vom federführenden Ingenieurbüro der Eingang der Sprenganzeige bestätigt. "Zwischenzeitlich wurde sich zudem von privat ans hessische Wirtschaftsministerium wegen der nachträglichen Anordnung von Schutzvorkehrungen gewandt, was von dort mit Bescheid abgelehnt wurde, sodass eine weitere fachliche Expertise vorliegt, welche die Unbedenklichkeit der vorgesehenen Sprengungen bestätigt", heißt es vonseiten der Stadt. So stelle die Durchführung der Lockerungssprengungen eine übliche Form der baulichen Umsetzung im Zusammenhang mit der Beseitigung von festen Gesteinsvorkommen im Streckenbereich dar.

"Magistrat in schlechtes Licht gerückt"

Rotter weiter: "Leider wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 9. Juni 2022 ein völlig überzogenes Bild von den Gefahren, die von den Sprengungen ausgehen, gezogen. Zudem wurde erneut die Gelegenheit genutzt, die Verwaltung und den Magistrat in ein schlecht mögliches Licht zu rücken und ein totales Versagen zu unterstellen. Das Verfahren wurde ordnungsgemäß durchgeführt und ist fachlich beanstandungsfrei."

Laut Aussagen der Stadt haben die Sprengungen bereits am vergangenen Freitag im Gebiet der Gemeinde Gemünden (Felda) begonnen und werden von dort nach und nach bis in den Bereich des Meiserholzweges an insgesamt vier Bereichen der Strecke stattfinden. (ld/pm) +++


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