Nach rund elf Jahren Bauzeit werden am Donnerstagnachmittag weitere 11,8 Kilometer auf der A49 für den Verkehr freigegeben.  - Fotos: Die Autobahn GmbH des Bundes

KASSEL / SCHWALMSTADT Autobahngegner demonstrieren

Nach elf Jahren Bauzeit: Teilstück der A49 bei Schwalmstadt wird eröffnet

30.06.22 - Während im Vogelsbergkreis auf den Baustellen für die geplante A49 noch gearbeitet wird, ist ein weiteres Teilstück zwischen Neuental und Schwalmstadt (beide Schwalm-Eder-Kreis) nun fertiggestellt. Nach rund elf Jahren Bauzeit werden am Donnerstagnachmittag weitere 11,8 Kilometer für den Verkehr freigegeben. 

Bislang war die Strecke auf der A49 nur zwischen Kassel und Neuental befahrbar - jetzt können Verkehrsteilnehmer die Autobahn bis nach Schwalmstadt nutzen. In diesem Bereich wurden unter anderem vier Talbrücken errichtet, dazu ein etwa 900 Meter langer Tunnel. Rund 250 Millionen Euro hat der Bau dieses Trassenbereichs gekostet.

Komplette Verkehrsfreigabe in 2024

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales ...

In den nächsten zwei Jahren sollen weitere Teilstücke folgen. Geplant ist, dass der Weiterbau der A49 über Stadtallendorf und Homberg (Ohm) bis nach Gemünden (Felda) im Vogelsbergkreis zum künftigen Ohmtal-Dreieck führt. Von dort aus wird der Verkehr weiter auf die A5 gelenkt. 

Zu der Eröffnung des Teilstücks zwischen Neuental und Schwalmstadt am Nachmittag haben sich neben Oliver Luksic, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, auch Autobahngegner angekündigt. "Netzwerk Danni lebt!" schreibt dazu: "A 49 - Es gibt keinen Grund zum Feiern - bis hierhin und keinen Meter weiter!"

Autobahngegner wollen demonstrieren

Vor Ort wollen sie gegen die "natur- und klimazerstörerische Verkehrspolitik" demonstrieren. "Der Weiterbau der A49 in Mittelhessen und noch andere Straßen-Großbauprojekte sind nicht zu verantworten. Denn jeder zusätzliche Straßenbau-Kilometer verursacht allein durch Energie- und Materialeinsatz einen gigantischen CO₂-Mehrausstoß. Hinzukommt der prognostizierte Mehrverkehr. Zudem vermindert die Bodenversiegelung die CO₂-Bodenspeicherung, die als Kohlenstoffsenke zur Stabilisierung des Klimas dringend erforderlich ist", heißt es aus dem Schreiben der Autobahngegner. Für sie sei der aktuelle Weiterbau der A49 eine umweltpolitische Katastrophe und ein gravierender Fall von Umweltschädigung.

Günter Rudolph von der SPD-Landtagsfraktion sagt: "Wir erleben heute eine lang erwartete Entlastung vom Lärm der stark befahrenen Durchgangsstraßen für die Bürger. Das Teilstück und mit ihr natürlich die gesamte Autobahn A49 bedeuten eine Stärkung gekoppelt mit einer besseren Erschließung des ländlichen Raumes. Auch wenn es zahlreiche Einwände und Bedenken gab, sogar über Gerichtsinstanzen hinweg, wurde der Weiterbau der A49 schließlich genehmigt." (ld) +++


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