Gespanntes Warten auf die virtuelle Stunde: Harald Ziegler, Jens Heddrich, Susanne Diegelmann, Ronald Semsch, Walter Lorz (Geschäftsführer "OBCC"), Tatevik Amiryan und Anush Zadoyan (von rechts). - Fotos: Lenz

HÜNFELD Virtuelle Schulstunde mit Minister

Auf direktem Wege hin zum "zuseCAMPUS"

21.07.22 - Ein Kreis hat sich geschlossen: Vor ziemlich genau einem Jahr hatte der hessische Kultusminister Professor Dr. Ralph Alexander Lorz die Hünfelder Konrad-Zuse-Schule besucht, um bei der erfolgreichen Abschlussvernissage des Pilotprojekts "Kompetenzorientierte Medienbildung im Fachunterricht" persönlich dabei zu sein. 

Am Donnerstagmittag war der Politiker nun auf digitalem Weg aus Wiesbaden zugeschaltet, um auch in Anwesenheit von Schulleiterin Susanne Diegelmann einer virtuellen Stunde mit den Auszubildenden zum/zur Verwaltungsfachangestellten beizuwohnen. Das große Ziel am Horizont ist der "zuseCAMPUS", der voraussichtlich im Herbst eingeweiht werden soll. Lorz wurde am Donnerstag offiziell zu diesem Anlass eingeladen.  

Vor gut einem Jahr hatte Minister Professor Dr. Ralph Alexander Lorz die Korad-Zuse-Schule ...Foto: Archiv Michelle Kedmenec

Doch werfen wir zunächst einen Blick in den Juli 2021 auf den Lorz-Besuch zurück: Sechs Schulen aus dem Landkreis Fulda hatten innerhalb von drei Jahren in vielen verschiedenen Bereichen versucht, die Digitalisierung noch mehr zu integrieren. Beteiligt waren neben der Konrad-Zuse-Schule noch das Wigbertgymnasium aus Hünfeld, die Johannes-Kepler-Schule in Neuhof, die Mittelpunktschule Hohe Rhön in Hilders, die Pestalozzischule und die Rabanus-Maurus-Schule in Fulda.

Wie Studiendirektor Jens Heddrich, Abteilungsleiter für Digitalisierung und Entwicklung an der Konrad-Zuse-Schule. Am Rande der heutigen virtuellen Schulstunde sagte, sei es Ziel gewesen, die Unterrichtsinhalte medial so zu verbessern, "dass sie einen höheren Behaltwert und höhere Kompetenz erlangen". Konkret sei es darum gegangen, welche Unterrichtsinhalte sinnvoll erscheinen, um digital verbessert zu werden: Es komme auf den richtigen Mix der verschiedenen Methoden an, der Schlüssel für einen besseren Unterricht sei.

Der erwähnte "zuseCAMPUS" soll als Leuchtturmprojekt im Landkreis Fulda ein Standort für IT-Innovation werden. Seit gut zwei Jahren arbeitet die Konrad-Zuse-Schule mit dem Fuldaer Unternehmen "OBCC" zusammen, dessen Geschäftsführer Walter Lorz am Donnerstag ebenso vor Ort war wie Entwicklungsleiter und Prokurist Harald Ziegler, Software-Entwicklerin Tatvik Amiryan und Projekt-Managerin Anush Zadoyan. "OBCC" hatte 50 Schülerinnen und Schülern Tablets zur Verfügung gestellt, die diese auch im Alltag nutzen durften, um mit der digitalen Welt vertrauter zu werden. Gekommen war auch Herbert Kolling vom Unternehmen "protecmedia"; hier sollen Möglichkeiten beispielsweise eines virtuellen Schüleraustausches mit Spanien erarbeitet werden.

Der zugeschaltete Kultusminister.

Wie Studiendirektor Heddrich weiter sagte, solle der "zuseCAMPUS" die Weiterbildungen Fach-Informatiker und Fach-Oberschüler an einem Standort bündeln. Zudem solle der Austausch mit der Hochschule Fulda intensiviert und das neue Duale Studium integriert werden. Hier sei die Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen von großer Bedeutung. Heddrich: "Der 'zuseCAMPUS' wird das IT-Innovationszentrum für Digitalisierung und Software-Entwicklung" - auch vor dem Hintergrund, dass der "Fast-Nachbar" HZD (Hessische Zentrale für Datenverarbeitung) in Hünfeld ein neues Rechenzentrum bauen wolle.

Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Ronald Semsch hatten die Schülerinnen und Schüler, die ihre dreijährige duale Berufsausbildung bei kommunalen Arbeitgebern in Stadt und Kreis Fulda sowie des Landes Hessen absolvieren, sich des aktuellen Themas "Ukraine" angenommen und hatten - quasi in der Rolle eines Flüchtlings - verschiedene Fragen vorbereitet. Dies sollte zeigen, wie sehr auch der persönliche Alltag jedes Einzelnen von Beruflichen/Ausbildungs-Themen geprägt ist. Praktiziert wurde das Ganze mithilfe einer Video-Software, die Lern-Software lief dabei im Hintergrund.

Schnell zeigte sich, dass Schulleiterin Diegelmann Recht behalten sollte, die zu Beginn davon gesprochen hatte, eine solche virtuelle Schulstunde sei "aufregend für uns alle". Und auch der Kultusminister zeigte sich höchst angetan vom Ablauf des Ganzen und ging auch auf verschiedene Fragen ausführlich ein. So auf unser Schulsystem, das einen vierjährigen Besuch der Grundschule vorsieht oder auch darauf, warum ausgerechnet die "Vorschriftensammlung für die Verwaltung in Hessen" (VSV) nicht digital vorliegt, sondern als dicke Wälzer immer mitgeschleppt werden muss. (Bertram Lenz) +++


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