Umweltstaatssekretär Oliver Conz (Mitte) übergibt den Förderbescheid an die Betreiber des Fuldaer Hofs Björn Helfrich und Doris Müller - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Scheck von Umweltstaatssekretär Conz

Der historische Saal im "Fuldaer Hof" wird dank Förderung "wiederbelebt"

27.07.22 - Der 1904 eröffnete Saal der Gaststätte in Maberzell hat wahrhaftig bessere Zeiten gesehen. Wie in vielen Lokalen auf dem Land war er seinerzeit Mittelpunkt des Dorflebens und beliebter Feiertreffpunkt. Über hundert Leute finden hier problemlos Platz. Doch der Zahn der Zeit hat heftig an den Balken genagt, durch das marode Dach regnete es rein. Die Betreiber Björn Helfrich und Doris Müller haben 2004 den Fuldaer Hof eröffnet und schon damals jede Menge Geld in die Renovierung der Gaststätte gesteckt. Jetzt nach der zwangsweisen Coronapause soll alles wieder auf Vordermann gebracht, modernisiert und endlich auch der Saal generalüberholt werden. Vom hessischen Umweltministerium gab es dafür einen dicken Batzen Fördermittel, damit die notwendige Sanierung bald umgesetzt und wieder Leben in den verwaisten Saal einziehen kann.

Staatssekretär Oliver Conz Fotos: Carina Jirsch

Die Förderung ist Grund für einen Schluck Sekt

Pressetermin im sanierungsbedürftigen Saal des Gasthofs

Björn Helfrich mit den Grünen MdLs Markus Hofmann (rechts) und Silvia Brünnel und ...

Doris Müller

Die höchstmögliche Fördersumme von 200.000 Euro aus dem Gaststätten-Sonderprogramm hat der für die ländlichen Räume zuständige Staatssekretär Oliver Conz den Betreibern des Fuldaer Hofs am Dienstag übergeben, um damit das Gasthaus für die Zukunft fit machen zu können. "Gaststätten sind beliebte Treffpunkte, wichtige Arbeitgeber und entscheidend für den Tourismus vor Ort. Deshalb unterstützen wir Gasthäuser im ländlichen Raum gezielt bei Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Dafür stellen wir mit einem Sonderprogramm rund 10 Millionen Euro bis Ende 2023 bereit. Ich freue mich, heute einen weiteren Förderbescheid zu überreichen", erklärte Oliver Conz.

Architekt Johannes Wehner hofft, in anderthalb Jahren mit Sanierung und Umbau fertig ...

Links der Fuldaer DeHoGa-Chef Steffen Ackermann

Mit dem Betrag sollen gleich mehrere Maßnahmen ermöglicht werden, die das Restaurant für die Zukunft gut aufstellen. So ist etwa eine Erweiterung der Gasträume und ein Umbau der Küche geplant. Auch Terrasse und Biergarten sollen neugestaltet werden. 

"Seit 18 Jahren betreiben meine Partnerin und ich den Fuldaer Hof - und seitdem kämpfen wir dafür, den historischen Saal im Gebäude wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dank des Gaststätten-Sonderprogramms wird dies nun möglich. Wir freuen uns, dass sich unsere Geduld gelohnt hat und wir heute unserer Vision, den alten historischen Festsaal zu betreiben, ein großes Stück nähergekommen sind", sagte Unternehmenschef Helfrich.

Küchenchefin Petra Sabi

"Wir freuen uns mit Björn Helfrich und dem Team des Fuldaer Hof sehr über die finanzielle Unterstützung aus dem Gaststätten-Programm. Es ist ein starkes Signal seitens der Hessischen Landesregierung, die Investitionsfreudigkeit, gerade in der ländlichen Gastronomie, zu fördern. Das bedeutet nämlich vor allem, die inhabergeführten und individuellen Betriebe auf dem Land in ihrer Überzeugung zu festigen, dass sie wertvoll für den Standort in der Region und für ein attraktives Landleben in Hessen sind", sagte Steffen Ackermann, Vizepräsident des Hotel- und Gastronomieverbandes DEHOGA Hessen.

Auch die Stadt Fulda freut sich mit Björn Helfrich und seinem Team über die Förderung durch das hessische Umweltministerium. Von 2008 bis 2011 war die Dachsanierung des Saalbaus von der Unteren Denkmalschutzbehörde engmaschig betreut und vom Programm Dorferneuerung, vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) und der Stadt Fulda bereits mit jeweils 20.000 Euro gefördert worden.

Für die Restaurierung der historischen Deckenausmalung war im letzten Jahr, begleitet von dem Denkmalamt in Wiesbaden, eine Restaurierungsprobe an der desolaten Decke in einem abgestimmten Bereich erfolgt, finanziert vom LfDH. Auch für die Deckenrestaurierung und Innensanierung des Saales gibt es seitens der Stadt großzügige Förderzusagen.

Hintergrund

Die Deckenbemalung stammt von Maler Hugo Pfister

Neu auf der Karte die Brizza mit Handkäs aus Brezzelteig

Das Gaststätten-Sonderprogramm unterstützt alle Investitionen, die zum Erhalt des Gaststättenbetriebes oder zum Ausbau von Qualität und Angebot beitragen, mit maximal 200.000 Euro bei einer Förderquote von 45 Prozent. Rund 10 Millionen Euro Fördermittel stehen zur Verfügung. Anträge für Förderung können bei der WIBank gestellt werden, der nächste Aufruf beginnt am 17. August 2022. Weitere Informationen: umwelt.hessen.de/laendliche-raeume/gaststaetten-sonderprogramm (ci/pm)+++


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