Noch bis Sonntag bleibt die Friedrichstraße eine Fußgängerzone - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Stimmen zur Friedrichstraßen-Sperrung

Händler sehen die vorübergehende Maßnahme überwiegend positiv

27.07.22 - Bis zum Ende dieses Monats bleibt die Friedrichstraße für den Autoverkehr gesperrt. Grund dafür ist das Straßenkunst-Festival. Doch damit sind nicht alle Geschäftsinhaber der Straße zufrieden, zumal die Sperrung bereits seit dem 30. Juni gilt. Lieferverkehr ist noch bis zum Wochenende zu bestimmten Zeiten über die Nonnengasse möglich (O|N berichtete).

Als "sehr unglücklich" und "eindeutig geschäftsschädigend" bezeichnet Markus Schäfer von "Feinsinn" die Sperrung. Grundsätzlich sei es eine positive Idee, Fußgängerzonen einzurichten - allerdings nicht nur zu bestimmten Zeiten. "Dann ist mal zu und mal offen. Das verärgert die Kundschaft." Schäfer gibt zu bedenken, dass die Kunden oft wegen knapper Zeit nicht weit laufen wollten, um zum gewünschten Geschäft zu kommen. "Eine Fußgängerzone Friedrichstraße macht definitiv keinen Sinn", so Schäfer.

Volker Elm

Volker Elm von "Kostbar" sieht das anders: "Ich bin schon eine Weile dafür, dass die Friedrichstraße eine Fußgängerzone wird", so Elm gegenüber O|N. Aufgrund der gastronomischen Dichte könnte er sich eine "Genussmeile" vorstellen. Bei einer permanenten Schließung für Kraftfahrzeuge könnten die Menschen besser bummeln, ohne auf Autos achten zu müssen. Man müsse sich - auch als Geschäftsinhaber - daran gewöhnen. Potenzielle Kunden würden eher in einen Laden gehen, wenn sie an den Schaufenstern vorbeispazierten, als wenn sie daran vorbeifahren würden. "Ich habe lieber einen Fußgänger, der einfach mal bei uns in der Passage reinschaut als jemanden, der vorbeifährt", so Elm. Er verstehe die "Aggressivität" anderer Anlieger der Friedrichstraße nicht.

"Straße mit Eventcharakter"

Stefan Wehner

Stefan Wehner, Inhaber von "Campo" sagt: "Das ist ein Test im Rahmen des Fuldaer Kultursommers, den wir sehr begrüßen." Die Bühnen würden auch für mehr Kunden in seinem Modegeschäft sorgen. Man müsse einen "gewissen Eventcharakter" in einer Straße bieten, was in der Friedrichstraße möglich sei. Wenn diese Voraussetzung gegeben sei - auch im Winter ohne Außengastronomie - könnte er sich eine dauerhafte Sperrung vorstellen. Ein gemeinschaftliches Handeln von der Stadt Fulda und der anliegenden Händler sei nötig, um eine dauerhafte Lösung zu etablieren. Das halte er für möglich. Wichtig sei es bei einer dauerhaften Sperrung, dass das ganze Jahr über "Events" wie beispielsweise an die Öffnungszeiten der Geschäfte angepasste Märkte in der Friedrichstraße und Unterm Heilig Kreuz stattfinden würden. Als Beispiel nennt er den "Winterwald" zum Fuldaer Weihnachtsmarkt.

Marie-Sofie Post

Marie-Sofie Post, stellvertretende Hoteldirektorin im "Hotel Platzhirsch" sagt, dass die Gäste nicht mit ihren Navigationsgeräten zum Hotel kämen. Das liege an der derzeit "umgedrehten" Einbahnstraßenregelung in der Nonnengasse. "Auch die Parkplätze in der Friedrichstraße sind weggefallen", so Ost. Für die Servicekräfte des Hotels sei es positiv zu sehen, da sie Autos derzeit nicht mehr ausweichen müssten. Bei einer permanenten Schließung könnte sie sich als weiteren positiven Aspekt vorstellen, die Terrasse des Hotels zu vergrößern. (cj/cdg) +++


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