Die Schwimmkurse wie beim DLRG-Ortsverband Wildeck haben derzeit extrem lange Wartezeiten. - Archivfoto: O|N/Gerhard Manns

REGION Energiekrise wird Situation verschlimmern

Immer mehr Nichtschwimmer: Schwimmkurse haben extrem lange Wartezeiten

30.07.22 - Der Sommer hatte gerade für Badefans einiges zu bieten. Doch gerade Kinder können immer weniger Schwimmen. Laut Erhebungen der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind rund 60 Prozent der Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer. Daher kommt es leider immer wieder zu tragischen Unfällen - gerade an Badeseen. OSTHESSEN|NEWS hat bei der DLRG Ortsgruppe Wildeck nachgefragt, wie sich die Situation hier in der Region darstellt:

"Natürlich haben auch wir den bundesweiten Trend schon gemerkt, dass zum einen immer weniger Kinder das Schwimmen erlernen und zum zweiten immer weniger Kinder sicher schwimmen können", erklärt Matthias Reuter stellvertrender Vorsitzender der Ortsgruppe. Auch die Schwimmkurse konnten aufgrund der Pandemie kaum durchgeführt werden, sodass sich ein enormer Rückstau bei den Kursen gebildet habe, ergänzt Reuter weiter. In der Hochphase wurde dies versucht, mit einem Online-Schwimmkurs aufzufangen, was allerdings auch nur bedingt weitergeholfen habe, berichtet die DLRG-Ortsgruppe aus ihren Erfahrungen.

Viele Bäder werden bundesweit geschlossen


Und das nächste Problem steht laut Matthias Reuter schon vor der Tür: "Aufgrund der derzeitigen Energiekrise müssen alle Gas sparen und das betrifft natürlich auch die Schwimmbäder enorm. Dadurch wird sich die derzeitige Situation leider weiter verschlimmern." Ein weiteres Problem, dass sich auftut, ist, dass auch immer mehr Bäder geschlossen werden. Auch in der Gemeinde Wildeck war das Hallenbad schon häufig in der politischen Debatte vor dem Ende. Ein engagiertes Eintreten für das Bad konnte die Schließung immer wieder verhindern - doch das ist in Deutschland nicht überall der Fall. In den vergangenen Jahren wurden bundesweit zwischen 500 und 1.300 Badeanstalten geschlossen, was sich natürlich direkt auf die Schwimmfähigkeit gerade von Kindern auswirkt.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Entwicklung in der kommenden Jahren sich zum Positiven entwickelt, allerdings stehen die Vorzeichen eher darauf, dass sich die Situation gerade für Kinder nicht unbedingt verbessern wird. Um eine Veränderung herbeizuführen, ist die Politik in der Pflicht, den negativen Trend zu stoppen. (kku)+++


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