- Fotos: Lenz

HÜNFELD Warum in die Ferne schweifen?

Der Haselsee: Viel mehr als (nur) ein Idyll vor der Haustür

04.08.22 - Der Hochsommer verwöhnt uns gerade mit dem schönsten (und heißesten!) Wetter, das man sich denken kann - einfach perfekt für die Großen Ferien. Sehr viele O|N-Leserinnen und -Leser weilen gerade irgendwo im Urlaub, doch gibt es auch solche, die ihre freien Tage lieber zu Hause verbringen. Zumal es  in unserer Region auch sehr schön ist!  Ein Beispiel hierfür ist der Hünfelder Haselsee. Warum dies so ist, verraten die folgenden Zeilen.

Für O|N-Redakteur Bertram Lenz ist die Anlage "das Idyll schlechthin - und doch so viel mehr". Ob man jetzt als Hünfelder zu Fuß den Haselsee aufsuchen oder aus der etwas weiteren Umgebung mit dem Auto kommen wolle (für Parkplätze ist hinreichend gesorgt) - kleine und große Leute haben hier vom Morgen bis zum Abend die Möglichkeit, es sich gut gehen zu lassen. Für ihn ist der Haselsee ein "Kleinod", das es zu bewahren gelte: "Hier findet man, gerade nach einem fordernden Berufsalltag, Muße und Entspannung. Und sei es nur, wenn man um die Anlage spaziert (oder auch joggt), sich auf eine der vielen Bänke setzt, dabei dem Sonnenuntergang zusieht und den Enten beim Schnattern zuhört. Da stellt sich dann sehr schnell Entspannung ein".

Die Freizeitanlage ist in unmittelbarer Nähe sowohl zum Freibad "Haselgrund" als auch zum Bürgerpark gelegen. Fragt man den Hünfelder Magistratssprecher Helmut Käsmann nach dem Haselsee, so wartet dieser  - ohne zu zögern - mit folgender Auskunft auf: "3,4 Hektar groß, aufgegliedert in zwei Bereiche, darunter mit einer Naturinsel". Und er erwähnt neben dem Kinderspielplatz besonders den sehr ungewöhnlichen Märchenrundweg, finanziert einst von der "Dr. Hans und Hildegard Medler-Stiftung". Kleine und große Spaziergänger können dort auf Entdeckungstour gehen, denn fünf verschiedene Künstler haben mit fünf lebensgroßen Figuren und Figurengruppen die bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm sehr lebendig in Szene gesetzt. 

Neben dem Einstiegskunstwerk "Nina – ein lesendes Mädchen", einem Ankauf von dem Künstler Leonardo Rossi, wurden 2007 durch Günter Metz (Langenleiten) "Der Froschkönig" und durch Rainer Landgraf aus Fulda das "Rumpelstilzchen" geschaffen. Zwei Jahre später folgte dann "Der Gestiefelte Kater", geschaffen von Klaus Metz (ebenfalls Langenleiten). 2010 wurden die letzten beiden Märchenfiguren enthüllt: "Der Wolf und die sieben Geißlein" von Andreas Teuchert (Büchenbach) und die "Bremer Stadtmusikanten", gestaltet von Willi Tannheimer (Bad Hindelang).  


Wer des Anschauens müde ist, der kann sich zum Erholen Richtung Café begeben, das innen und außen insgesamt gut 120 Sitzplätze anbietet. Neben nichtalkoholischen und alkoholischen Getränken, Eis und Kaffeespezialitäten gibts auch was gegen den Hunger wie unter anderem selbstgemachten Kuchen. Derart gestärkt, locken dann entweder eine Runde Tretboot-Fahren auf dem Haselsee oder auch ein Herumgekicke auf dem anliegenden Bolzplatz. Apropos Sport: In unmittelbarer Nähe sind die Anlage des "Reit- und Fahrvereins Hünfeld" und die des Schützenvereins "Wilhelm Tell" zu finden. Nicht zu vergessen der Bewegungsparcours im gegenüberliegenden Bürgerpark oder eben das Freibad.

Ausgangspunkt für "Extratour"  

Zum sportlichen Aspekt gehört auch das Wandern, und Stadtsprecher Käsmann weist darauf hin, dass man am Haselsee den Einstieg findet für die "Extratour Weinberg". Diese ist etwa 10,5 Kilometer lang, wurde im Oktober 2019  offiziell eingeweiht und führt nach dem Start am Haselsee durch die Haselaue, bevor man den Anstieg zum Aussichtspunkt Via Regia vor sich hat. Im Anschluss wandert man über den Höhenzug des Weinberges, über den Taubenberg und den Bomberg zurück zum Haselsee. Wegweiser ist ein rotes "W” auf weißem Grund.

Mit eingebunden ist übrigens der an den Haselsee angrenzende Bienen- und Insektenlehrpfad: Insektenhotels und sechs unterschiedliche Lehrtafeln zu heimischen Wildbienen, Schwebfliegen und Insekten sowie Pflanzen ermöglichen einen positiven Zugang zum Erhalt von Natur und Umwelt. Highlight sind eine begehbare Holzskulptur in Form einer Biene mit Facettenaugen zum Durchsehen sowie eine prachtvolle Blühwiese. (Bertram Lenz) +++


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