Machen, was wichtig ist: Bad Hersfeld kann Energiequartiere schaffen, so etwa auf dem alten Wevergelände. SPD-Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar (Zweiter von links), mit Lothar Seitz, Gerhard Finke und Dirk Siebert (von links). - Foto: Ulrich Wolf

BAD HERSFELD Energiequartier im Wevergelände

Bürgermeister-Kandidat Karsten Vollmar: "Bürger und Wirtschaft einbinden"

08.08.22 - "Energie vor Ort gewinnen, lokales Kapital möglichst vor Ort halten und nicht ins Ausland abfließen lassen – das sollten wir angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen besser früher als später mit der Einrichtung von Energiequartieren tun", so Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar in einer Pressemitteilung.

Wärmepumpen und Nahwärmenetze werden bis 2050 den Markt beherrschen. Für eine Kommune wie Bad Hersfeld bietet es sich bspw. auf dem Gebiet der ehemaligen Weverfabrik an, den Grundstein für eine solche Energieanlagenkonzeption zu setzen, welche in der Regel mit Erdwärme und Wärmepumpen oder auch mittels Solarthermie und PV-Anlagen betrieben wird und die Energie an mehrere Abnehmer in der Stadt abgeben kann. Der Einsatz von Erdwärme ist hier im Kontext des Heilquellenschutzgebietes definitiv zu prüfen, die anderen Energiesysteme sind grundsätzlich jedoch einsetzbar und bereits heute marktfähig.

So kann ein flächendeckendes und umweltschonendes Energiequartier aufgebaut werden. Die Chance auf die Einbindung und Versorgung privater Haushalte aber auch öffentlicher Gebäude wie etwa dem Klinikum, der Sparkasse, dem Amtsgericht, dem Landratsamt oder anderen Eigentümern in der Kernstadt ist dabei inbegriffen.

Hieraus kann sich, ein Geschäftsmodell, bspw. Nahwärme Hersfeld eG, entwickeln, bei dem öffentliche Träger aber auch private Haushalte (Genossenschaftsmodell) Teil einer klimaschonenden Energieversorgung werden. Hier steht auch das Landesnetzwerk Energiegenossenschaften sowie die Landesenergieagentur beratend zur Seite. "Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Preisentwicklung wird unabhängiger vom Öl- und/oder Gasmarkt. Wir erzielen eine höhere Versorgungssicherheit, die Heizkosten sind kalkulierbar und die Förderung durch den Bund sind derzeit exzellent (bspw. KfW432- Energetische Stadtsanierung, BAFA/KfW-Förderung Nahwärmenetze, Städtebauförderung). Zudem hätten wir mit den Stadtwerken eventuell einen versierten Partner vor Ort, von dem auch die Stadt profitieren kann", so Karsten Vollmar. "Lokale und regionale Wertschöpfung, die auch das Kapital weitgehend in der Region bindet und nicht ins Ausland abfließen lässt, dies sei das Ziel solcher Energiekonzepte."

Diese Idee ist darüber hinaus auch in den Stadtteilen umsetzbar – unter anderem im Zusammenhang mit gemeinschaftlich genutzten Biogasanlagen. Hierbei gründen sich – siehe Oberhaun – Energiegenossenschaften, die die Bürgerschaft einbinden. So verzahnen sich klimatischer, energetischer und auch wirtschaftlicher Nutzen für die Menschen. Beratend könnte hier der Landesbetrieb Landwirtschaft auf dem Eichhof zur Seite stehen.

"Diese Vorschläge sind sicherlich nicht über Nacht umsetzbar– sie stellen aber eine energiepolitische Strategie dar, die es in Bad Hersfeld umzusetzen gilt", so Vollmar. Denn eines sei klar: Die steigenden Energiepreise werden alle treffen – ob privat oder gewerblich. "Auch die Stadt muss vorbereitet sein: Allein schon für den kommenden Winter werden wir Entscheidungen treffen müssen in punkto Bäderwärme, Wärmehallen für Obdachlose oder auch Netzausfallplanung". (pm) +++


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