CDU-Stadtteilbeghung mit vielen Themen - Fotos: Henrik Schmitt

FULDA Baugebiete, Bürgerhaus und Biber

CDU-Sommerbegehung in Istergiesel und Niederrode mit vielen Themen

17.08.22 - Die Stadtteile Istergiesel und Niederrode waren die Ziele der dritten traditionellen Sommerbegehung der CDU-Stadtverordneten Fraktion. Im Fokus standen neben vielen weiteren Themen sowohl die Schaffung von Baugebieten, die Sanierung des Spielplatzes, das Verkehrsaufkommen in beiden Stadtteilen als auch die Auswirkungen des angesiedelten Bibers.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thomas Hering begrüßte neben Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger.

An der ersten "istergieseler" Station der Begehung verwies der Ortsvorsteher Wolfgang Bilz auf den sich prächtig entwickelnden Biber, welcher jahrelang als fast ausgestorbene Art galt. Durch dessen Dämme entstünden jedoch immer mehr Nassflächen auf den Wiesen der Landwirte. Bekräftigt wurde dies von Landwirtin Ellen Cremer-Block: "Wir haben ein Problem ohne Lösung. Der Biber nimmt die Wiesen ein, auf die wir in trockenen Jahren angewiesen sind. Da nur Ackerland entschädigt wird und Grünland nicht, sind die Flächen für uns verloren." Zusätzlich führt das Anstauen des Wassers zur Erhöhung des Grundwasserspiegels, weshalb der Abwasserverband seine Schächte anheben muss und die Kellerräume der benachbarten Mühle überflutet wurden.

OB bedankt sich für wertvolle Hinweise


OB Dr. Wingenfeld bedankte sich für die wertvollen Hinweise und konstatierte, dass die Re-Ansiedlung des Bibers grundsätzlich begrüßenswert sei, da Artenschutz ein hohes Gut ist. Die momentanen Naturschutzgesetze stammen jedoch aus den 90er Jahren, als noch nicht absehbar war, wie erfolgreich die Ansiedlung wird. Entsprechende Instrumentarien wie beispielsweise Bestandsregulierung etc. seien vor der veränderten Ausgangslage nun eine "Aufgabenstellung für die Gesetzgebung". Eine materielle Entschädigung sollte es, so Wingenfeld, aber geben. Gerade die mangelnde Entschädigung von Grünflächen sein ein konkreter Punkt, der adressiert werden könnte. MdL Thomas Hering zeigte ebenfalls großes Verständnis: "Wir wollten den Biber ansiedeln, haben aber keine Regelung, wann es zu viele werden." Er versprach, die vorgetragene Problematik in Wiesbaden anzusprechen.

Ein weiteres Thema in Istergiesel stellt die Engstelle bei der Ortseinfahrt dar, an welcher der Verkehr nicht aneinander vorbeifließen könne. Hier äußerte Bilz den Wunsch nach einer Vorrangregelung. BM Wehner nahm den Wunsch auf, verwies allerdings darauf, dass es sich an der beschriebenen Stelle um keinen Unfallschwerpunkt_ handle und die Fahrbahnbreite rein rechtlich ausreiche. Zudem trage die Engstelle der Entschleunigung und Reduzierung der Geschwindigkeit bei. "Unfälle wollen wir auf keinen Fall haben", ergänzte Wehner und versprach das Thema mitzunehmen.

Weiteren Gesprächsanlass bot der Wunsch junger, engagierter Istergieseler Familien nach Baugrund. Wingenfeld begrüßte dies: "Wir wünschen uns eine maßvolle, behutsame Weiterentwicklung, um den dörflichen Charakter zu bewahren." Auch Bilz bekräftigte dies, da gerade das rege Vereinsleben von vielen aktiven Köpfen abhinge. Aktuell gebe es noch 20 unbebaute Grundstücke, die sofort bebaubar wären. Es bedürfe der Solidarität der Istergieseler, diese freien Flächen zu verkaufen. Bei der Vergabe von Baugrund durch die Stadt gebe es ein Bonussystem, welches jedoch nicht berücksichtige, ob der Bewerber aus dem Ortsteil komme oder vor Ort engagiert sei. Grundsätzlich, so Wingenfeld, sei es bei der geplanten Friedhofserweiterung möglich, wenige Bauplätze auszuweisen, auf Grund der hohen Erschließungskosten jedoch nur zu Luxuspreisen.

Anschließend wurde die Begehung im benachbarten Niederrode fortgesetzt. Ortsvorsteher Michael Wiegand freute sich über den Besuch und präsentierte das in die Jahre gekommene Bürgerhaus. Dessen Umbau und Sanierung wird im nächsten Haushalt beantragt. Zudem erläuterte der Ortsvorsteher, dass weitere Bauplätze im Stadtteil vor Kurzem beschlossen wurden: "Unser Ziel ist es, langsam zu wachsen, um alle, die hinzukommen, zu integrieren." Diese behutsame Weiterentwicklung begrüßte auch OB Wingenfeld.

Ein weiteres Anliegen des Ortsvorstehers war die Verkehrssituation im Waldweg. Auf Wunsch der Bürgerschaft wurde dort mit Schildern die Durchfahrt des Feldwegs verboten, leider nicht mit dem gewünschten Effekt. Ein ähnliches Problem zeigt sich am Kiefernweg. Dag Wehner schlug vor, an hoch frequentierten Tagen die Stadtpolizei zu informieren, damit Kontrollen durchgeführt werden können.

Im Anschluss an die Vororttermine wurden die genannten Themen und weitere Anliegen in der ortsansässigen Gastronomie vorgetragen und Lösungsansätze entwickelt, so dass mit diesem gelungenen Abschluss der Einsatz für die Stadtteile Fuldas hervorgehoben und fortgeführt wird. (pm)+++


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