Machen, was wichtig ist: In Bad Hersfeld hatten wir lange genug Bedenkenträger, wir müssen endlich anfangen "zu machen", so SPD-Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar. - Foto: privat

BAD HERSFELD Streitpunkt Wevergelände

Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar kontert Hofmanns Bedenken

17.08.22 - "Manche Politiker finden für jede Lösung ein Problem" – so beschreibt Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar die Reaktion der Mitbewerberin auf die Einrichtung eines Energiequartiers im Wevergelände. Während die Welt von einer Krise in die nächste gerate und es dabei neben Krieg und Frieden auch um Klima, Umwelt und Energieversorgung gehe, werde den Plänen eines Energiequartiers mit Bedenken, Skepsis und ganz offensichtlich auch einer grundsätzlich ablehnenden Haltung begegnet.

"Das ist nicht meine Art, Politik zu betreiben. Viel wichtiger finde ich es, dass wir zu relevanten Herausforderungen der Gegenwart gemeinsam mit Partnern eine Lösung finden. Nein-Sager bringen uns und unsere Stadt nicht weiter. Die Menschen in Bad Hersfeld erwarten von uns, dass wir das Thema Energieversorgung verantwortungsvoll angehen", so Karsten Vollmar.

Inhaltlich sei die Stellungnahme der Kandidatin durch Ungenauigkeiten geprägt: Auf die vorausgehende Prüfung von Erdwärmebohrungen wurde im Text explizit hingewiesen (Heilquellenschutzgebiet) und eine verpflichtende Festsetzung über den B-Plan wurde nicht angesprochen (das regelt man auch über Kaufverträge). Vor allem aber stimme es bedenklich, wenn in Zeiten der größten Klimakrise der Bedarf an Wohnungen gegen den Bedarf an innovativen Energieversorgungsideen ausgespielt werde, was nicht von Entscheidungsfreudigkeit zeuge.

Auch verwundere der Vorschlag, eine zusätzliche städtische Stelle zur Energieberatung einzuführen: Die LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) bietet auch in Bad Hersfeld schon seit längerer Zeit kostenlose Beratungen an, wo Hausbesitzer Energie und Geld sparen sowie das Klima schützen können. "Energieberatung ist wichtig. Bevor wir aber Doppelstrukturen aufbauen, sollten wir bestehende Angebote in den Fokus rücken. So wird auch der städtische Haushalt nicht mit weiteren Kosten belastet", so Vollmar.

Wenn das Fraunhofer-Institut, namhafte Universitäten oder auch die derzeitige Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP Energiequartiere fördere und als Zukunftstechnologie ansehe, dann könne der Idee nicht per se mit Vorbehalten begegnet werden. "Ich habe eine gänzlich andere Auffassung vom Amt des Bürgermeisters: Wir sollten zukunftsfähig denken und Chancen sehen. Oder andersherum: Wir müssen Lösungen finden – und nicht in allem Probleme suchen." Bezeichnend sei im Übrigen, dass FDP und FWG-Verteter die Idee eines Energiequartiers im Wevergelände als "Luftnummern" und/oder "Träumereien" in den sozialen Netzwerken bezeichnen. "Gut, dass ich nicht unabhängig bin", so Karsten Vollmar abschließend. (pm)+++


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