Staatssekretär Uwe Becker (links) zusammen mit Bürgermeister Matthias Möller bei einem Rundgang durch Schlüchtern - Foto: Stadt Schlüchtern

SCHLÜCHTERN Staatssekretär angetan von Langer-Plänen

Uwe Becker auf Stippvisite - "Fördergelder sind gut angelegt"

02.09.22 - Auch die Wiesbadener Landesregierung interessiert sich für die Entwicklung des heimischen Langer-Areals. Jetzt war Uwe Becker (CDU), hessischer Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten, zu Gast, um sich vor Ort im Bergwinkel ein Bild zu machen.

Der 53-Jährige zeigte sich beeindruckt: "Die Stadt Schlüchtern hat Vorbildcharakter, weil sie sich bei dieser Größe ein solches Jahrhundertprojekt zutraut." Seiner Ansicht nach sei hier in der Bergwinkelstadt die richtige Weichenstellung vorgenommen worden. Ein solches Generationenwerk biete der Kommune einmalige Chancen auf Jahrzehnte hinaus. Und Becker lobte auch die hiesige Stadtverwaltung als zuverlässigen Partner: "Sie ist stark aufgestellt." Es sei für den Zuschussgeber immer wichtig zu wissen – auch für die Zukunft -, dass diese Kommune solche Projekte zuverlässig abwickelt.

Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) stellte das Projekt zunächst anhand einer Bild-Präsentation im Sitzungssaal des Rathauses vor. Später wurden das Areal und speziell die Bauarbeiten beim Kube (Kultur- und Begegnungszentrum) im Rahmen eines Rundganges in Augenschein genommen. Das Stadtoberhaupt erläuterte die Vielfalt der Einrichtungen, die in dem Gebäude Einzug halten wird. Von dem Leuchtturmprojekt Kindererlebniswelt ("In Hessen einzigartig") über die Beratungseinrichtungen bis hin zur Europa-Akademie. "Hier entsteht ein neuer Anziehungspunkt für die Region", betonte er.

Um die Bebauung für das gesamte Langer-Areal sei mit den zuständigen Sachbearbeitern im Rathaus und den Kommunalpolitikern lange Zeit eifrig und emotional diskutiert worden – "mit allen Höhen und Tiefen". Dem Erstentwurf sei ein modifizierter Zweitplan gefolgt. "Konzeptionell ist er gleichgeblieben, lediglich im Detail fortentwickelt worden", betonte Thomas Rau, Mitglied der Arbeitsgruppe Langer im Rathaus.

Herausgekommen sei nunmehr eine beispielhafte Quartierslösung, in der sich alle bundespolitisch wichtigen Themen niederschlagen: Leben, Arbeiten, Kultur, Handel, Gewerbe, Büros und Gastronomie, Klimaschutz, behindertenfreundlicher und bezahlbarer Wohnraum, betonte Möller.

Das alles gehe nur mit einem funktionierenden Team in der Stadtverwaltung. Derzeit werden etwa 30 Bauprojekte parallel von dort gesteuert und abgearbeitet. "Dafür wenden meine Mitarbeiter viele Stunden auf, wofür ich ihnen ausdrücklich danke", sagte der Bürgermeister.

Und er nannte weitere beeindruckende Zahlen: Bei gut 27 Millionen Euro zuwendungsfähigen Ausgaben in der Stadt seien rund 17,5 Millionen an Fördermitteln akquiriert worden. Beeindruckende Zahlen auch für Becker. Die Zuschüsse aus dem "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) in Höhe von einer Million Euro seien gut angelegtes Geld, freute er sich. Hier spüre der Bürger vor Ort, wie hilfreich Europa für den lokalen Raum sei. (pm) +++


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