Tierischer Besuch im eigenen Garten - Fotos: Hans-Peter Ehrensberger

BAD BRÜCKENAU Igel Ferdinand Stachel in freier Natur

Erst eins, dann zwei - schließlich drei Baby-Igel im heimischen Garten

10.09.22 - Ein Vierteljahrhundert dürfte es schon her sein, dass ich meinen Kindern Geschichten aus einem liebevoll illustrierten Buch über den "Igel Ferdinand Stachel" vorgelesen habe. Und mindestens ebenso lange sollte es dauern, bis ich wieder einmal einen der sympathischen Stachelhäuter in freier Natur zu Gesicht bekam - gestern live im heimischen Garten.

Einen? Zwei? Nein, gleich drei! Und noch dazu putzig-süße Baby-Igel. Mein Sohn hatte erst nur ein Exemplar entdeckt - und sogleich die gesamte Familie informiert. "Passt. Langsam. Vorsichtig. Erschreckt ihn nicht", robbten wir uns auf Händen und Knien dem stachlichen Etwas im unteren (geschätzten) 300 Gramm-Gewicht-Bereich entgegen. Bei dieser Art und Weise der bodengebundenen Annäherung entdeckte meine Tochter in unmittelbarer Nähe einen zweiten Ferdinand (oder war es eine Friederike…?) und meine Frau schließlich in der "Veitshöchheimer Bienenweide" einen dritten Mini-Igel.

Ferdinand, Friederike und Fips

Während sich Ferdinand ob unserer Kontaktaufnahme unbeeindruckt zeigte und genüsslich laut-schmatzend eine Wespe verspeiste, machte sich Friederike über vom Baum gefallene halbgegorene Zwetschgen her. Einzig der/die dritte im Bunde - wir nannten ihn (nicht ganz gendergerecht) flugs Fips - schien etwas schüchtern, nachdem die ob des nicht unbemerkt geblieben Naturschauspiels aufmerksam gewordenen beiden Nachbarskinder versucht hatten, ihn ganz vorsichtig und "sanft" zu "streicheln". Da zuckte Fips freilich - wie von der Tarantel gestochen - flink zusammen und ging in den Igel-typischen und wohl schon angeborenen Zusammenroll- und Selbstschutz-Modus über. Vielleicht war Fritz aber auch schon leicht "beschwipst", hatte er es sich doch schon eine längere Zeit an den gärenden Pflaumen genüsslich gut gehen lassen…

Nach gut 20 Minuten war das "Spektakel" vorbei. Ferdinand, Friederike und Fips hatten in Bezug auf menschliche Kontakte wohl genug und sich in Richtung ihres vermeintlichen Gras- und Laub-Nestes auf unserem Komposthaufen zurückgezogen. Dort wartete wohl Mutter Igel auf ihre Sprösslinge, die ich in der abendlichen Dämmerung raschelnd als schwarzer stachliger Schatten ihre Kreise ziehen sah und hörte.

Hoffen wir das Beste, liebe Leserinnen und Leser, dass sich unsere Igelfamilie bis zum Herbst genug "Fettreserven" anfuttern wird, um unbeschadet durch den Winterschlaf zu kommen. Die Grundlage ist mit einem naturnahen "verwilderten" und nicht auf Wimbledon-Grashöhe gemähten Rasen gelegt. Und Nachbarstochter Sophia sorgte mit einem Schälchen Wasser in einer selbst getöpferten Vogeltränke in diesen extrem heißen Tagen auch noch für die nötige Flüssigkeitszufuhr für die Familie von "Igel Ferdinand Stachel"…! (Hans-Peter Ehrensberger) +++


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