Das neue Schuljahr hat begonnen. - Archivfoto: O|N/Jonas Wenzel

FULDA Gute Lehrerversorgung, prima Ausstattung

Insel der Glückseligen? Alles im grünen Bereich in Sachen Schule

05.09.22 - Das am heutigen Montag startende Schuljahr scheint unter einem guten Stern und den bestmöglichen Bedingungen für den Schulamtsbezirk Fulda zu stehen. Die Schülerzahlen sind stabil, die Lehrerversorgung ist weitgehend gesichert, die Schulen sind technisch und personell gut ausgestattet und selbst der bevorstehende Herbst und Winter verbreiten, was Corona betrifft, kaum noch Angst und Schrecken. "Wir starten das Schuljahr diesmal wieder vollumfänglich im Präsenzunterricht", freut sich Schulamtsleiterin Marion Vancuylenburg bei der Pressekonferenz zum Schulanfang.

v.L.n.R. Daniela Herbert-Schmitt, Walburga Kurth-Gesing, Tina Weidmüller, Rita ...Fotos: Moritz Bindewald

Insgesamt ist die Zahl der Schüler leicht mit 20.393 gestiegen, im letzten Schuljahr waren es 19.565. Am morgigen Dienstag stehen rund 2.000 ABC-Schützen zum ersten Mal mit der Schultüte im Arm auf dem Schulhof. Ganze zwei "i-Dötzchen" sind es in der Grundschule Schwarzatal in Hainzell, gerade sechs Erstklässler in der Astrid-Lindgren-Schule in Hettenhausen. An der Spitze steht mit 413 Neueinschulungen die Bonifatiusschule in Fulda. Über 41 Prozent der Viertklässler wechseln in diesem Schuljahr aufs Gymnasium, zwei Prozent mehr als im vergangenen Schuljahr. 

Noch unklar ist, wie groß der Anzahl der Berufsschüler sein wird. "Das ist in jedem Jahr spannend, weil wir noch nicht wissen, wie viele Auszubildende es definitiv sind", sagte stellvertretender Schulamtsleiter Harald Persch. Für die Jugendlichen, die jetzt eine Berufsausbildung beginnen, sei die Situation so komfortabel wie nie - auf einen Bewerber kommen zwei mögliche Lehrstellen. 

Harald Persch (stv. Amtsleitung) und Marion Vancuylenburg (Amtsleitung) präsentieren ...

Auch bei den Lehrerstellen hat es Zuwachs gegeben, 1.843 Stellen sind besetzt, 31 mehr als im letzten Schuljahr und 48 neue Kolleg:innen seien eingestellt worden. Die Zahl der neuen Lehrkräfte übersteigt die Zahl der in Pension versetzten Kollegen Während die Schulen in Hessen ansonsten über Lehrkräftemangel klagen, gibt es in Stadt und Landkreis Fulda offenbar keinen Grund zur Klage, die Versorgungslage und Abdeckung des Unterrichts sei gesichert. Auch die Zahl der seit Februar aus der Ukraine geflüchteten Kinder ist mit 530 gleich geblieben. Deren besonderer Situation und Förderbedürftigkeit sei man mit der Verdreifachung der Intensivklassen wirkungsvoll begegnet. "Da haben wir mittlerweile schon Routine, das läuft hier besser als anderswo in Hessen", so das Schulamtsfazit. Ebenso versuche man die durch Corona entstandenen Defizite wie Bewegungsmangel und fehlende soziale Kontakte unter anderem mit dem Bildungsförderprogramm Löwenstark aufzufangen. Die Schulen könnten selbstständig entscheiden, ob sie mit den zugeteilten Mitteln des Kultusministeriums lieber Hausaufgabenbetreuung, mehr sozialpädagogische Unterstützung oder spezielle Arbeitsgemeinschaften einrichten wollen.

Mehr Sport im Stundenplan - Schwimmen im Fokus

Pressekonferenz zum Start ins neue Schuljahr im staatlichen Schulamt

"Im Bereich Sport herrscht dieses Schuljahr wieder Normalität", freut sich Daniela Herbert-Schmitt, seit dem 22. August als Dezernentin im Staatlichen Schulamt tätig. Den Schwimmunterricht habe man dieses Jahr dabei besonders im Auge; mehr Lehrkräfte sollen dabei helfen, das durch Corona versäumte Pensum nachzuholen. Zudem werde im Sport auch auf das Sozialkompetenztraining besonderen Wert gelegt, ein extravaganter Ansatz einer Schule ist zum Beispiel das Angebot für die Schutzbefohlenen sich in der Selbstverteidigung zu versuchen.

Ein "wichtiger Schwerpunkt" sei dieses Jahr die Erhöhung der Medienkompetenz, sowohl bei Schülern, wie gerade auch bei Lehrenden, erzählt Tina Weidmüller für ihr Ressort. Der Fokus liege nun nicht mehr auf der bloßen Nutzung der Geräte, sondern auf der Integration von Software und Apps in den Unterricht. So sei jetzt auch endlich das Videokonferenzsystem BigBlueButton über das Schulportal des Landes nutzbar und einzusetzen.

Eine rundum positive Bilanz, die das Schulamt zieht - offenbar gibt es kein Haar in der Suppe. "Fulda ist als Schulstandort attraktiv und bei Lehramtsbewerbern beliebt", konstatiert Harald Persch. Das liege an den solventen Schulträgern und der guten Ausstattung, sowohl was das Personal als auch die Digitalisierung betreffe. "Wir können den vielen Heimversetzungsanträgen von Lehrkräften, die wieder nach Fulda wollen, gar nicht allen nachkommen." (Carla Ihle-Becker/Moritz Bindewald)


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