Das Fierche brennt in diesem Jahr wieder. Die Stadt Bad Hersfeld wird im Ausnahmezustand sein. - Archivfoto: O|N/Carina Jirsch

BAD HERSFELD "Es darf wieder gefeiert werden"

Vier Wochen vor Lolls: Endlich wieder ein normales Lullusfest

08.09.22 - Es ist das älteste Volksfest Deutschlands und insgesamt die 1.169. Ausgabe: Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause kann das Bad Hersfelder Lullusfest vom 10. - 17. Oktober endlich wieder normal stattfinden. Die Freude bei den städtischen Beteiligten auf der offiziellen Vorstellungspressekonferenz war spürbar. Dabei wurde besonders betont, dass trotz zweijähriger Abstinenz das Lolls keinesfalls an Renommee verloren hat.

Nach 2019 kann in diesem Jahr wieder normal Lolls gefeiert werden. Archivfoto O|N / Stefanie Harth

Julia Scholz, Markus Heide, Bürgermeister Thomas Fehling und Helge Assi informierten ...Fotos: Gerhard Manns

"Ich freue mich extrem auf das diesjährige Lullusfest - das endlich nach zwei Jahren wieder einen Ausnahmezustand in der Stadt haben werden. Und trotz der vielen Krisen endlich auch mal wieder gefeiert werden kann", erklärte Bürgermeister Thomas Fehling einleitend. Besonders für ihn, laut eigener Aussage, seine Lollsrede: "Bei meiner ersten Rede im Jahr 2011 war ich verdammt aufgeregt, in diesem Jahr werde ich meine letzte Rede halten, was es natürlich für mich persönlich zu einem ganz besonderen Erlebnis machen wird", ergänzte der Rathauschef.

Resonanz für den Festumzug noch verhalten


Das Programm ist dabei wie in jedem Jahr vielfältig gehalten und bietet den Besuchern einiges. Natürlich fiebern bereits alle Beteiligten dem Lollsmontag entgegen. Dort wird nach der Rede von Bürgermeister Fehling endlich das "Fierche" entzündet und das Lullusfest kann so richtig beginnen. Für den anschließenden Festumzug sei allerdings die Resonanz laut Organisatorin Julia Scholz noch verhalten: "Hier merkt man den Vereinen noch etwas die Pandemie an - bislang haben wir 30 Anmeldungen. Wir hoffen allerdings, dass wir wie bei den vergangenen Umzügen auf eine Zahl von rund 50 Gruppen kommen."

Natürlich gibt es auch im weiteren Verlauf der Woche ein vielfältiges Angebot - so darf natürlich der Lulluskrammarkt (besser bekannt als Dippenmarkt) am Mittwoch nicht fehlen. Am Donnerstag wird es erneut das Lollsfestival geben, in diesem Jahr allerdings ohne Live-Band, sondern mit viel Kostümen und sogar einer Moderation. "Es werden bis zu 40 weltweite Künstler auf die Bühne kommen und verkleidet ihre Musik zum Besten geben", verspricht Scholz weiter. Während am Sonntag das traditionelle Feuerwerk entzündet wird, bildet der Familientag sowie die Freiverlosung am Montag den krönenden Abschluss.

350 Anfragen für 52 Plätze


Die Glasgondel im Lullusfest-Design Foto: privat

Neben dem vielfältigen Programm werden insgesamt 52 Schausteller auf dem Marktplatz ihre verschiedenen Angebote präsentieren: "Da wir uns in einem geraden Jahr befinden, gibt es in diesem Jahr wieder ein Riesenrad. Das 'Movie Star' ist 45 Meter hoch und besticht vor allem durch seine Glaskabinen - es wird sogar eine spezielle Lullusfest-Kabine geben", so Helge Assi vom Organisationsteam weiter. Außer vielen traditionellen Schaustellern, wie das Autoscooter der Familie Distel oder das historische Fahrgeschäft 'Looping the Loop' gibt es diverse Neuheiten zu entdecken - natürlich auch kulinarisch. Insgesamt bewarben sich über 350 Schausteller für die 52 Plätze - allerdings hat die Branche mit Problemen zu kämpfen: 

"Eine Schaustellerfamilie musste aus personellen Gründen absagen und dieses Problem hat durch die Pandemie, die gesamte Branche. Deshalb werden viele auch nur mit einem Minimum an Arbeitskräften anreisen. Deshalb mahne ich zur Geduld, wenn das Bier oder die Bratwurst nicht sofort fertig sind und man ein wenig warten muss. Eine Portion Gelassenheit wäre deshalb wünschenswert", wünscht sich Bürgermeister Fehling.

Das Sicherheitskonzept könne indes mit einigen Modifikationen aus dem Jahr 2019 angewandt werden. Wie allerdings sich die Besucherzahlen im Vergleich zu 2019 (circa 500.000 Besucher entwickeln werden), könne man noch nicht abschätzen. "Dafür wird das Oktoberfest in München sicherlich ein erster Indikator sein", blickte Thomas Fehling abschließend voraus. (Kevin Kunze)+++


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