Viel los am Dienstagabend beim "Hoch oben-Gottesdienst" in Fulda. - Fotos: Ralph Leupolt

FULDA Franziskaner & Antonius

Hoch oben Gottesdienst auf dem Frauenberg – "von A nach B"

14.09.22 - Der Hoch oben Gottesdienst im Rahmen der Kooperation Frauenberg - Franziskaner & Antonius wurde am gestrigen Dienstag "Open-Air" im Klostergarten gefeiert. Gestaltet wurde er gemeinsam mit dem Fahrdienst von Antonius und VeloCulTour, dem Radspezialisten aus Neuhof.

Von A nach B zu kommen, hört sich im ersten Moment sehr einfach an. Ich nehme das Fortbewegungsmittel meiner Wahl und mache mich auf den Weg, ich werde mobil. Doch Mobilität ist mehr als das. Mobilität ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wir brauchen sie, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, in der Freizeit und für die Erholung. Der Mensch schätzt sie, um Entfernungen zu überwinden und neue Orte kennenzulernen. Mobilität ist jedoch nicht nur nötig, um räumliche Distanzen zu überwinden, sondern stellt auch das Bedürfnis eines jeden Menschen dar. Mobilitätschancen bestimmen entscheidend die gesellschaftliche Teilhabe und damit die persönliche, soziale und berufliche Entwicklung jedes Einzelnen. Dies gilt insbesondere auch für mobilitätseingeschränkte Menschen mit Behinderung.

Mobil im Herzen bleiben

Ein wichtiges Hilfsmittel zur Ermöglichung dieser Mobilität ist der Antonius Fahrdienst. Hier arbeiten rund 90 Fahrer, die circa 100 Fahrzeuge pflegen, einsatzbereit halten und die Menschen von "A nach B" bringen. Sie verwalten den Pool an Fahrzeugen und übernehmen deren Reinigung, Wartung und Pflege in der Werkstatt. Der Fahrdienst befördert Schüler, Mitarbeiter und Senioren. Er beliefert Schulcafeterien und Mensen mit Mittagsessen und Snacks. Außerdem leistet er beispielsweise den Transfer zwischen dem Antonius Hof in Haimbach und dem Campus von Antonius, um Mitarbeiter zu befördern oder Lebensmittel zu verteilen. Ohne den Fahrdienst würde vieles im Netzwerk zum Erliegen kommen. Den Arbeitsbereichen würde Material und Personal fehlen, Produkte und Erzeugnisse würden nicht ausgeliefert werden und Freizeitangebote müssten ausfallen.

Das Thema Mobilität fordert Antonius genauso wie die Gesamtgesellschaft heraus. Es gilt neue Wege zu finden vom "Fahrdienst zum Führerschein" oder dem Training zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Wir müssen uns der Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der Natur bewusst werden. Wir müssen hinterfragen, ob der motorisierte Individualverkehr generell noch tragbar ist, müssen um- und neuzudenken. Es ist viel Kreativität dabei gefragt, allen die Teilhabe an zeitgemäßer Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig umweltschonend und ressourcensparend zu handeln. Dazu müssen wir auch mobil in unserem Denken werden.

Zelebriert wurde der Gottesdienst durch Stadtpfarrer Buß, der für den Einzug in den Gottesdienst ganz im Zeichen der Mobilität das E-Bike nutze. Auch er muss mobil sein, um in den sieben Kirchen, die zur Innenstadtpfarrei gehören, aktiv sein zu können. In seiner Predigt ging es nicht nur um körperliche, sondern vor allem auch um geistige Mobilität.

Dankeschön an den Antonius Fahrdienst und Einladung zum Stiftungsjubiläum

Günther Habig, Geschäftsführer von "Antonius: Gemeinsam Leben" bedankte sich bei Stadtpfarrer Buß und dem Team von VeloCulTour, für den "bewegten und mobilen" Gottesdienst am Frauenberg.

Er betonte, dass hinter dem Wort Mobilität viele Aspekte stecken. "Wer hätte gedacht, dass das Fahrradfahren wieder so einen Boom erlebt. Fahrräder sind kaum lieferbar, es gibt lange Wartezeiten, wovon auch Herr Nüchter vom Radspezialisten aus Neuhof ein Lied singen kann." Mobilität, so betonte Habig, sei aber auch bei Antonius ein Riesenthema und er nutze den Abend, um auch dem Fahrdienst im Netzwerk einen großen Dank auszusprechen. "Die Fahrer bringen bei Wind und Wetter Bewohner und Mitarbeiter mit Behinderung aus dem ganzen Landkreis Fulda, aber auch darüber hinaus, morgens an die Arbeitsstätten und fahren sie abends wieder nach Hause. Hier haben wir ein tolles Team und können einfach nur Danke sagen. Der Einsatz von den Kollegen ist riesengroß."

Zum Schluss verwies er die Gottesdienstbesucher darauf, dass sie im Oktober ganz "mobil umdenken" müssten, da im nächsten Monat kein Hoch oben Gottesdienst stattfinden werde, sondern eine ganz andere besondere Feier. Die Bürtgerstiftung feiert ihr 120-jähriges Jubiläum und deshalb findet am 13. Oktober um 13.30 Uhr ein Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche statt. "Hierzu sind Sie herzlich eingeladen!" (pm)+++


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