Hausbesitzer können ihren Leerstand dem Landkreis melden, der händeringend Wohnungen sucht - Symbolbilder: pixabay

REGION Wohnungsleerstand melden

Unterkünfte dringend gesucht - Kommunen brauchen mehr Platz für Flüchtlinge

16.09.22 - Kommunen rufen vermehrt dazu auf, freien Wohnraum zu melden, denn die Zahl der Flüchtlinge steigt seit einiger Zeit wieder an. Die Unterbringungsmöglichkeiten für die Menschen werden knapp und neue sind aktuell nur schwer zu finden. Städte und Gemeinden versuchen deshalb, sich auf die wachsenden Zahlen vorzubereiten und den knappen Wohnraum möglichst gerecht zu verteilen. 

Ein weiteres Problem besteht darin, dass vermehrt private Unterbringungsmöglichkeiten für ukrainische Flüchtlinge wieder zurückgenommen werden oder von Anfang an nur auf Zeit vereinbart wurden. Die Lage ist derzeit noch überschaubar, doch die kommunalen Verwaltungen wollen auf eine Zuspitzung rechtzeitig reagieren. 

Der Krieg in der Ukraine hat in diesem Jahr zur größten Fluchtbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg geführt und lässt die Zahlen auch ein halbes Jahr nach der russischen Invasion weiter steigen. Außer den Flüchtenden, die in der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen in Gießen ankommen und nah einem bestimmten Schlüssel an die Kommunen verteilt werden, registrieren die Städte und Gemeinden auch noch privaten Zuzug, der die Nachfrage nach freien Wohnungen verstärkt.

Gemeinschaftsunterkünfte stark ausgelastet

Wohnraum ist knapp

Im Landkreis Fulda lagen die Zahlen in den Sommermonaten bei rund fünf bis zehn Zuweisungen in der Woche - mittlerweile seien es um die 20 Geflüchtete im selben Zeitraum. "Seit einigen Wochen sind die Zuweisungszahlen des Landes wieder steigend. Auch über die Registrierung beim Landkreis Fulda kommen immer wieder Ukrainerinnen und Ukrainer im Landkreis Fulda an. Die Gemeinschaftsunterkünfte sind dadurch stark ausgelastet. Deshalb sei man bereits seit längerem auf der Suche nach weiteren Unterkünften. Dazu ist der Landkreis in engem Austausch mit den Kommunen des Kreises", antwortet die Pressestelle auf O|N-Nachfrage.

Hinzu kommt, dass jetzt viele Wohnraumvereinbarungen auslaufen. Die Fachstelle Wohnen von Stadt und Landkreis Fulda seien deshalb intensiv mit den Bürgerinnen und Bürgern in Gesprächen und darum bemüht, dass aus Wohnraumvereinbarungen Mietverträge werden. Der Landkreis bittet deshalb: Bürgerinnen und Bürger, die freie Wohnungen haben und diese für Ukrainerinnen und Ukrainer vermieten möchten, sollten sich per Mail an [email protected] wenden. (ci) +++


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