Christian Golomb hat immer ein Ohr für seine Kolleginnen und Kollgen, wie hier in der Leitstelle in Bad Hersfeld. - Fotos: Kevin Kunze / Dominik Möller

BAD HERSFELD Zwischenbilanz nach 25 Monaten

"Region gut aufgestellt": Christian Golomb (43) leitet die Polizeidirektion

20.09.22 - Seit 25 Monaten ist Christian Golomb (43) nun in Amt und Würden als Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg. Zeit für OSTHESSEN|NEWS eine Bilanz der bisherigen Arbeit zu ziehen, die Gründe für die derzeitig gute kriminalstatistische Lage zu eruieren und nach möglichen langfristigen Problemen zu fragen.

Golomb im Interview mit O|N-Redakteur Kevin Kunze

"Es macht mir unglaublich viel Spaß, mit meinen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten - wir haben an all unseren Standorten innerhalb der Direktion wirklich sehr fähige, kommunikative und motivierte Polizisten und das ist die Grundlage für gute Polizeiarbeit. Wir sind dafür verantwortlich, dass sich die Menschen in der Region sicher fühlen und das können sie auch. Die Kriminalstatistik untermauert dies", erklärt Golomb.

Direktion ist gut aufgestellt - Statistik bestätigt dies

Denn sowohl im Bereich der Aufklärungsquote, sowie den Fallzahlen im vergangenen Jahr könne man auf die besten Werte zurückblicken, so der 43-Jährige weiter. Allerdings hänge dies sicherlich auch mit den Corona-Restriktionen zusammen, die es in einigen Monaten im vergangenen Jahr gegeben habe. "In diesem Jahr stellen wir fest, dass sich einiges davon relativiert, dennoch sehe ich unsere Direktion für die Sicherheitsarbeit in der Region gut aufgestellt", ergänzt der langjährige Polizeibeamte.

Der Start im August 2020 sei indes nicht einfach gewesen, da dort in der Folge das persönliche Kennenlernen und der Austausch mit den Kommunen über mögliche Probleme vor Ort aufgrund der Pandemie und dem Dauereinsatz auf der A49 schwierig gewesen sei. "Ein enger Austausch mit unseren Sicherheitspartnern ist mir sehr wichtig und findet regelmäßig oder anlassbezogen sehr konstruktiv und lösungsorientiert statt. Zudem gibt es einen Vorteil hier im Landkreis: Da viele Kolleginnen und Kollegen auch aus der Region stammen und sich beispielsweise in Vereinen engagieren, werden mögliche Probleme oder Informationen oft direkt vor Ort an sie herangetragen", so Golomb im Gespräch mit O|N weiter.

Kriminelle Hotspots gibt es wenn überhaupt nur temporär

Dauerhafte Kriminalitäts-Hotspots, wie sie mitunter in Großstädten vorherrschen, gebe es in der Region indes nicht. "Beispielsweise kommt es temporär immer mal wieder zu lokalen Häufungen innerhalb einzelner Deliktsfelder, etwa bei Autoaufbrüchen oder Drogenverstößen. Diesen begegnen wir dann zeitnah mit offenen und verdeckten Einsatz- und Ermittlungsmaßnahmen sowie gegebenenfalls auch weitergehenden Präventionsmaßnahmen. Allerdings ist dies zeitlich meist begrenzt, von kriminellen Hotspots kann man aber nicht sprechen. Mit der gefühlten Sicherheit kann dies aus subjektiver Sicht anders sein, das empfinden die Menschen unterschiedlich, beispielsweise wenn man in der Dunkelheit an schlecht beleuchteten Plätzen unterwegs ist."

Die Zusammenarbeit innerhalb der Direktion klappe im Übrigen sehr gut: "Das ist wirklich ein sehr gutes Miteinander innerhalb der Dienststellen. Und wenn es Probleme gibt, hilft man sich auch gegenseitig aus, ob das die Schutzpolizeien aus Rotenburg und Bad Hersfeld oder die Kriminalpolizei sind - dort ist ein hohes Maß an Kollegialität vorhanden und das freut mich besonders", ergänzt der 43-Jährige. Denn gerade während der Hochphase von Corona kam die Dienststellen bisweilen an ihre Grenzen, allerdings nie darüber hinaus, fügt Golomb hinzu.

Neben den vielfältigen Aufgaben bei der Kriminalitätsbekämpfung sieht der Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg indes in der nahen Zukunft auch die polizeilichen Verkehrsaufgaben als besondere Herausforderung: "Der Landkreis ist durch die Standorte an der Autobahn sehr von der Logistikbranche geprägt. Nun stehen in naher Zukunft gerade bei den Verkehrswegen im Bereich der Kreisstadt einige große Bauprojekte an. Dies wird sicherlich eine Aufgabe für uns werden, dafür in Zusammenarbeit mit den anderen zuständigen Stellen und Behörden gute Konzepte zu entwickeln, um dieser Problematik entgegenzutreten. Natürlich gibt es hier und da immer noch Verbesserungspotential, aber grundsätzlich sehe ich uns als Direktion inder Gesamtbetrachtung sehr gut für die Zukunft gerüstet und hoffe, dass die nächste Zeit genauso positiv verlaufen wird, wie meine bisherigen 25 Monate", erklärt Christian Golomb abschließend. (Kevin Kunze) +++


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