5000 Tonnen Asphaltmischgut auf 8700 Quadratmeter und das innerhalb von anderthalb Wochen - Fotos: Laura Struppe

HAINZELL Auch beim Asphalt wird Energie gespart

Bau und Energiekrise - neues Holzlager beim Sägewerk Gebrüder Hosenfeld

27.09.22 - 5.000 Tonnen Asphaltmischgut, 3-lagig auf 8700 Quadratmetern und das innerhalb von einer Woche, damit ist er beauftragt: Frank Langer ist Bauleiter der Fa. Heinrich Küllmer GmbH & Co. KG und weiß somit bestens Bescheid. "Nächste Woche soll hier alles fertig sein, eine Fläche ist schon im Betrieb", weiß er. Das Besondere bei dem Großprojekt - es wird auf energiearm hergestellten Asphalt gesetzt.

v.l.n.r. Gangolf Hosenfeld, Geschäftsführer Firma Gebrüder Hosenfeld; Mathias ...

Gangolf Hosenfeld hat das Projekt in die Wege geleitet, er arbeitet als Geschäftsführer für die Firma Gebrüder Hosenfeld, Sägewerk in Hainzell. "Wir sind sehr froh, auf solch ein nachhaltiges Material zurückgreifen zu können", erklärt er. Von nachhaltig spricht er, da bei der Herstellung 30 bis 40 Grad weniger Herstelltemperatur benötigt wird. "Statt 180 Grad benötigt die Herstellung dieses Mischgutes nur 135 bis 140 Grad, das macht auch die Bedingungen am Arbeitsplatz für die Jungs an der Einbaubohle deutlich besser und es werden Temperaturbelastung, Dämpfe und Aerosole reduziert.", so Mathias Gesang, Geschäftsführer der HBU Hartstein- und Baustoffunion GmbH, der Firma, die den low temperature asphalt liefert.

120 Tonnen Asphaltdeckschicht pro Stunde liefert HBU von der Asphaltmischanlage Suhl (Nüsttal) für die Baustelle. "Die Temperaturreduktion ist auch mit einer ordentlichen Energieersparnis verbunden, dadurch wird im Ergebnis auch weniger CO₂ bei der Herstellung freigesetzt", erklärt er. "Energieverbrauch ist für alle ein Thema, wir freuen uns selbstverständlich allgemein und gesellschaftlich so zur Energieeinsparung beizutragen", so Gesang. Möglich seien die geringen Temperaturen durch die Zugabe eines Fischer-Tropsch-Wachses, welches dann mit dem Bitumen vermengt wird. 

"Das Projekt ist für uns enorm wichtig, denn unser ganzer Betrieb ist ja nachhaltig aufgestellt", formuliert Hosenfeld. Wichtig sei ihnen das Thema besonders, da man mit Holz arbeite, einem ökologischen Rohstoff. "Wir dürfen den Ast, auf dem wir sitzen, nicht absägen", dieser Gedanke sei bei ihnen Grundkonzept. Überdies betreibe man eine "höchstmögliche Wertschöpfung am Standort", sagt Hosenfeld. Möglichst viele Verarbeitungsschritte, wie beispielsweise die Herstellung von Pellets, betreibe man in den eigenen vier Wänden. "Der CO₂-Fußabdruck ist für unsere Arbeit eben sehr bedeutsam".

Ebenfalls eingesetzt wird das Material seit längerem beispielsweise in Autobahntunneln, nun hat es seinen Weg auch nach Hainzell gefunden. (Moritz Bindewald) +++


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