Von links: Margarita Schewinski (AWO), Cecile Remy (Bildungsverein Kreidekreis), Angelika Moeller (Bildungsverein Kreidekreis), Karola Günther (Der Paritätische Hessen), Michael Brand (MdB), Werner Althaus (Caritas), Susanne Saradj (Caritas), Miriam Sturm (AWO), Wolfram Latsch (AWO) - Foto: AWO Fulda

FULDA MBE Aktionstag 2022

Michael Brand informiert sich über die Situation der Fuldaer Beratungsstellen

01.10.22 - "Dankbar für aktive Beratung, Hilfe und Integration" Anlässlich des diesjährigen MBE Aktionstags haben die drei Fuldaer MBE Beratungsstellen (AWO Fulda, Regionalcaritasverband Fulda, Bildungsverein Kreidekreis/Der Paritätische) Herrn Brand eingeladen, sich über die aktuelle Situation der MBE auszutauschen. "Die Lage ist ernst", leitet Wolfram Latsch, Geschäftsführer des AWO Kreisverbands, die Sitzung ein. Immerhin sieht der Bundeshaushalt 2023 eine Mittelkürzung des Bundesprogramms um knapp 30 Prozent vor. Bundesweit droht jeder vierten Migrationsberatungsstelle das Aus. Auch die Fuldaer Beratungsstellen äußerten die Befürchtung massiver Stellenkürzungen.

Die MBE ist ein seit 2005 etabliertes Beratungsprogramm, das Menschen mit Migrationshintergrund und guten Bleibeperspektiven bei der Integration in unsere Gesellschaft unterstützt. Sie berät bei der Anbindung an Sprachkurse, bei Behördengängen, bei der Anbindung an KITA und Schule, bei der Aufnahme von Erwerbstätigkeiten. "Dabei entlastet die MBE auch Behörden, Bildungseinrichtungen und Arbeitgeber, unterstützt auch in Konfliktsituationen und trägt somit massiv zu einem gesellschaftlichen Frieden bei", führt Angelika Moeller, Geschäftsführerin des Bildungsvereins Kreidekreis, aus. Susanne Saradj vom Regionalcaritasverband Fulda und Geisa ergänzt: "Vor dem Hintergrund der Zuwanderung in den vergangenen Jahren und dem derzeitigen Krieg in Europa, wird die Arbeit der MBE auch in der Zukunft eine große Bedeutung haben. Kürzungen sind hier überhaupt nicht nachvollziehbar."

Herausforderungen in der täglichen Arbeit

Michael Brand informierte sich intensiv über Beratungsinhalte und Herausforderungen in der täglichen Arbeit mit den Klienten, insbesondere vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Energiepreise und der bestehenden Wohnungsknappheit.

"Integration funktioniert nicht von alleine, es braucht Menschen, die anderen unter die Arme greifen", so Brand. "Integrationswille, gute Beratung mit engagiertem Personal sind Grundvoraussetzungen für ein Gelingen. Das leisten die Beratungsstellen in Fulda, wofür wir alle dankbar sein können." Die Ankündigung der Bundesregierung, die Unterstützung der Beratungsstellen gerade in dieser Zeit mit steigenden Flüchtlingszahlen um über 30 Prozent kürzen zu wollen, bezeichnete Brand in als "kurzsichtig und gefährlich".

Damit nach Berlin

Er kündigte bei dem Treffen an, die Argumente in Berlin gezielt anzubringen, um eine Änderung zu erreichen. Nach heftiger Kritik der Wohlfahrtsverbände und auch im Deutschen Bundestag hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Pläne aktuell korrigiert. "Wie man überhaupt auf die Idee kommen konnte, bei diesen steigenden Herausforderungen im Bereich Migration, die Beratung deutlich runterzufahren, ist nicht nachvollziehbar." Die Beratung der freien Träger verdienten mehr Unterstützung. Die Beratungsstellen dankten Brand für seinen Einsatz um die Finanzierung der Migrationsberatung. (pm) +++


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