Das Werk Werra bei Heringen (Werra) - Archivbilder: O|N/Carina Jirsch, Dennis Schmelz, Hans-Hubertus Braune

REGION Höhere Preise bei steigenden Kosten

Zuversicht bei Kali-Kumpel der Region: K+S verdoppelt nahezu den Umsatz

12.11.22 - "Im dritten Quartal haben wir erneut sehr gute Ergebnisse erzielt", wird Dr. Burkhard Lohr, Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. "Die kräftigen Zuwächse bei Umsatz, Ergebnis und Cashflow nach neun Monaten bestärken unsere Erwartung, dass wir 2022 mit Abstand das beste Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte erreichen werden."

K+S beschäftigt an den Standorten vom Werk Werra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und dem Wartburgkreis rund 4.400 Mitarbeiter, am Werk Neuhof im südlichen Landkreis Fulda rund 700 Menschen. In der Pressemitteilung geht das Unternehmen detailliert auf die aktuellen Geschäftszahlen und die Situation des Unternehmens ein.

Dr. Burkhard Lohr, Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft ...Foto: K+S AG

Im Kundensegment Landwirtschaft stieg der Umsatz im dritten Quartal insbesondere wegen höherer Preise in Europa und Übersee im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich auf rund 1,2 Milliarden Euro an (Q3/2021: 529 Millionen Euro). Das Absatzvolumen ging im gleichen Zeitraum aufgrund logistischer Herausforderungen und einer abwartenden Haltung auf Abnehmerseite spürbar auf 1,6 Millionen t nach 1,8 Millionen t im Q3/2021 zurück. So verließ beispielsweise ein 50.000-Tonnen-Schiff den Hafen Hamburg erst Anfang Oktober, obwohl es für Ende September terminiert war. In Europa wirkten sich die niedrigen Pegelstände des Rheins im Sommer in Kombination mit der ohnehin schon angespannten Bahnlogistik negativ aus.

Das Werk Neuhof

Auch im Kundensegment Industrie+ lag der Umsatz im dritten Quartal mit 307 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert (Q3/2021: 217 Millionen Euro). Nach dem witterungsbedingt überdurchschnittlich guten Frühbezugsgeschäft des Vorjahresquartals verzeichnete der Auftausalzabsatz einen Rückgang, lag aber dennoch auf insgesamt überdurchschnittlichem Niveau. Die Umsätze mit Produkten für Chemie-, Industrie- und Pharmaanwendungen konnten insbesondere aufgrund höherer Preise für kalihaltige Produkte deutlich gesteigert werden.

Konkretisierung der Prognose für EBITDA und Cashflow

Der starke Anstieg des Durchschnittspreises im Kundensegment Landwirtschaft sollte erwartete Kostensteigerungen, insbesondere für Energie, Logistik und Material, deutlich übertreffen. Unter der Annahme, dass es an den deutschen Werken keine Produktionseinschränkungen durch Engpässe bei der Verfügbarkeit von Erdgas gibt, erwartet K+S nun ein EBITDA für das Geschäftsjahr 2022 von rund 2,4 Milliarden Euro (bisherige Prognose: 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro mit Gasumlage bzw. -mangellage-Szenario; 2021: 969 Millionen Euro, einschließlich 219 Millionen Euro Einmaleffekt aus der REKS-Transaktion).

K+S wird damit das beste Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte erreichen und würde den bisherigen Spitzenwert des Jahres 2008 (1,5 Milliarden Euro) um knapp eine Milliarde Euro übertreffen. Nach heutigem Kenntnisstand wird K+S von Maßnahmen aus dem Abwehrschirm der Bundesregierung (Gaspreisbremse) keinen Gebrauch machen. Damit bliebe die volle Dividendenfähigkeit erhalten. Mit einem durchschnittlichen Erdgaspreis von 50 Euro/MWh für die von K+S für das Jahr 2023 fixierten Mengen (90 % des Erdgasbedarfs in Europa) hat das Unternehmen eine hohe Planbarkeit bei den Energiekosten.

Der bereinigte Freie Cashflow aus fortgeführter Geschäftstätigkeit wird ohne Sondereffekte bei gut 1,2 Milliarden Euro erwartet (bisherige Prognose: 1,0 Milliarde Euro bis 1,2 Milliarden Euro; bereinigter Freier Cashflow 2021: 92,7 Millionen Euro).

Für das Kundensegment Landwirtschaft wird erwartet, dass aufgrund der geringeren Exportmengen aus Russland und Belarus der Rekordweltkaliabsatz von rund 77 Millionen t (einschließlich etwa fünf Millionen Tonnen Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten) aus den beiden Vorjahren nicht erreicht werden kann und insbesondere verfügbarkeitsbedingt deutlich niedriger ausfallen wird. Zudem ist die Nachfrageseite momentan von einer abwartenden Haltung geprägt, da in den letzten Monaten des Jahres in den für K+S wichtigen Absatzregionen keine Hauptkalianwendung direkt bevorsteht.

Mit der zu beobachtenden Normalisierung der Kalipreise auf hohem Niveau ist ein Anziehen der Nachfrage in Vorbereitung auf die Ausbringung im ersten Halbjahr 2023 zu erwarten, da die Profitabilität in der Landwirtschaft in allen Absatzregionen intakt ist, so K+S in der Pressemitteilung abschließend. Weitere Informationen sind auf der Internetseite von K+S zu finden. (pm) +++


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