Die Mitarbeiterinnen des Modehauses verwandelten die Verkaufsfläche in eine loungige Atmosphäre die zum Verweilen einlud - Fotos: Deutsche PalliativStiftung

FULDA Charity-Lesung mit Julia Weber

Eine Medizinstudentin erzählt von ihren Erfahrungen mit dem Tod

19.11.22 - "Wir sind begeistert, dass unsere Plätze restlos ausgebucht sind und freuen uns darauf den Abend mit Ihnen und den Gedichten von Julia Weber zu genießen" begrüßte die Geschäftsleiterin des Modehauses, Cordula Bollbuck, die Gäste zur Lesung.

Die Mitarbeiterinnen des Modehauses verwandelten die Verkaufsfläche in eine loungige Atmosphäre die zum Verweilen einlud. Zwischen der aktuellen Herbst- und Wintermode des Modehauses Schneider lauschten die Gäste gespannt der Medizinstudentin, die aus ihrem Gedichtband "T-Shirt-Tage" vorlas. Sie verarbeitet darin ihre Erlebnisse, die sie durch ein Freiwilliges Soziales Jahr auf einer Palliativstation gesammelt hat.

Freiwillig für ein Jahr auf der Palliativstation - Mehr Dichtung oder Wahrheit? 

Auf die Frage, ob mehr Dichtung oder mehr Wahrheit in den Texten sei, antwortet sie, dass die Texte sehr eng an die Wirklichkeit gebunden sind. "Ein Niederschreiben dieser Erfahrung hat sowohl mir als auch den Anderen bei der Verarbeitung sehr geholfen". In den Gedichten, wie auch in den Gesprächen mit der Autorin, zeigt sich eine große sprachliche Ausdruckskraft und auch eine menschliche Reife, die die meisten Zuhörer einer zarten jungen Frau so nicht zugetraut hätten.

Zwischen den Texten moderierte Dr. Thomas Sitte (bekannt aus dem O|N-Podcast #StayOrange) die Beiträge und "Georgie Player" begleitet einfühlsam mit der Gitarre die Charity-Lesung. Kulinarisch verwöhnte Lea Stier (ebenfalls Gast im Podcast) mit Fingerfood die Interessierten. Im Anschluss war Raum für Fragen an Julia Weber und auch die Mitarbeiterinnen der Stiftung standen für Fragen und einen Austausch bereit.

Sterben, Tod und Trauer in die Mitte der Gesellschaft

Wie es zu der Idee kam, eine Lesung in diesem Ambiente zu veranstalten, erläuterte Elke Hohmann, Geschäftsführerin der Deutschen PalliativStiftung: "Der Fokus unsere Arbeit liegt auf dem Leben, dem "…Leben bis zuletzt". Die schönen Dinge des Lebens sollten auch bis zum Ende unsere Begleiter sein. Wir möchten als Stiftung die Themen Sterben, Tod und Trauer ein wenig mehr in die Mitte der Gesellschaft rücken und das nicht nur in Apotheken, Blumenläden oder beim Bestatter, sondern da wirken, wo das Leben stattfindet. Und da sind wir am rechten Ort".

Für weitere Informationen: www.palliativstiftung.com oder 0661 4804 9797. Die Deutsche PalliativStiftung mit Sitz in Fulda und Berlin engagiert sich seit 2010 dafür, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, an einem vertrauten Ort, inmitten vertrauter Menschen, ohne körperliche Beschwerden und unter ganzheitlicher Betreuung sein Leben bis zum Ende leben zu können.

Unterstützt wird eine Medizin mit Maß und Menschlichkeit, die jeder Mensch selbstbestimmt an seinem Lebensende in Anspruch nehmen kann. Jeder sollte darüber informiert sein, welche Optionen und Möglichkeiten es am Lebensende gibt – dabei hilft die Deutsche PalliativStiftung. (pm/mmb) +++


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