Die Telefonseelsorge hat einen festen Platz in der psychosozialen Versorgung in Stadt und Landkreis Fulda - Fotos: Wahlkreisbüro Thomas Hering / Sebastian Müller

FULDA Thomas Hering informiert sich vor Ort  

Telefonseelsorge, das unsichtbare aber unverzichtbare Ehrenamt

24.11.22 - Nach mehreren Kontakten im Vorfeld besuchte Landtagsabgeordneter Thomas Hering die TelefonSeelsorge Fulda, um sich über die dortige Arbeit zu informieren. Neben den beiden hauptamtlichen Mitarbeitenden Dagmar Scheer, Leitung, und Dorotheé Vilmin, katholisches Referat, kam er auch ins Gespräch mit der gerade diensttuenden Ehrenamtlichen am Telefon. Ebenso mit dem Vorsitzenden des Fördervereins der TelefonSeelsorge Fulda, Dr. Alois Rhiel.

Träger der TelefonSeelsorge Fulda (seit 1980) ist der Evangelische Kirchenkreis in Kooperation mit dem Bistum Fulda (seit 1992). Jährlich werden rund 10.000 Anrufe von den 86 ehrenamtlichen und gut ausgebildeten Seelsorgehelfenden entgegengenommen. Diese sind, eingebunden in ein regionales Rufsystem der TelefonSeelsorgestellen, 365 Tage im Jahr rund um die Uhr unter der bundesweiten Telefonnummer 0800 111 0 111 erreichbar. Dagmar Scheer verdeutlicht: "Viele Beratungsstellen und Therapeuten verweisen besonders zu Randzeiten, das heißt nachts oder außerhalb von Werktagen, an uns, an das Angebot der TelefonSeelsorge".

Bei den Gesprächsthemen handelt es sich meist um konkrete Nöte und Fragen, die alle Lebensbereiche betreffen. Die Anonymität der Anrufenden, aber auch der Helfenden am Telefon gewährleistet dabei die notwendige Niederschwelligkeit, um zum Hörer zu greifen.

"Fester Platz in psychosozialer Versorgung"

Auch online ist die TelefonSeelsorge in Deutschland e.V. unter www.TelefonSeelsorge.de per Chat und Mail jederzeit erreichbar. Die Telefonseelsorge Fulda möchte diesem Netzwerk zeitnah beitreten und zukünftig auch Beratung im Chat anbieten. Dazu braucht es aber neben weiteren technischen Voraussetzungen auch in diesem Bereich gut fortgebildete Ehrenamtliche. "Als Telefonseelsorge haben wir einen festen Platz in der psychosozialen Versorgung in Stadt und Landkreis Fulda" so Dagmar Scheer. "Die Corona-Zeiten mit ihren Lockdowns haben mehr als deutlich gemacht, dass TelefonSeelsorge für viele Menschen oft das einzige 1:1 Gespräch oder auch einziger Beziehungskontakt war und ist."

Zahl der Hilfesuchenden steigt

Die Zahl der Hilfesuchenden steigt beständig an, sodass die Zahl der Anrufversuche der Ratsuchenden sprunghaft angestiegen ist. Dorotheé Vilmin verweist neben der Telefon- und Onlineberatung in Krisensituationen auch auf die App ´Krisenkompass´, die kostenfrei auf das Handy heruntergeladen werden kann. Sie unterstützt Betroffene und ihre Angehörigen und Freunde dabei, mit einer suizidalen Krisensituation umzugehen. Thomas Hering ergänzt: "Es gilt, die Telefonseelsorge zukunftsfähig zu halten, das heißt vor allem die Erreichbarkeit zu erhöhen und den Onlinebereich einzubeziehen. Ein Schritt in diese Richtung war die Förderung des Landes Hessen aus den Programmen ´deinehrenamt.de´ und ´Digitalisierung und Ehrenamt´ für Servertechnik und Datenschutz im Online-Bereich."

Mit den Verantwortlichen war sich Hering einig, dass die TelefonSeelsorge weiterhin finanzielle Mittel und Spenden zu Aufrechterhaltung und Ausbau der Angebote benötige. Entsprechende Anfragen seien in Arbeit, wobei man weiterhin auf Vermittlung durch Thomas Hering als Wahlkreisabgeordneten setzt, der abschließend feststellt: "Durch die so wichtige Anonymität im Angebot bleibt die Leistung der Ehrenamtlichen nahezu unsichtbar. Daher wurden im Gespräch auch die zukünftige Bedeutung der TelefonSeelsorge hervorgehoben und die Bedarfe an Unterstützung aufgezeigt." (pm) +++


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