Die Aktien-Profis verraten regelmäßig die passenden Tipps! - Foto: Marius Auth

ANZEIGE Börsenkommentar

Wenn Sie sich auf den Staat verlassen, dann sind Sie verlassen!

26.11.22 - Unser Staat scheint ein geheimes Füllhorn zu besitzen, aus dem Tag für Tag viele Milliarden Euro herausfallen, die dann über das aufnahmewillige Volk im Gießkannenprinzip verteilt werden. Gibt es irgendwo Engpässe, folgt prompt der "Wumms" – und wenn dieser nicht reicht, dann halt der "Doppel-Wumms". Besonders üppig werden natürlich die bedacht, die im "Staatsdienst" tätig sind. Hier spielt Geld offensichtlich überhaupt keine Rolle. Notfalls schafft man dafür einfach "Sondervermögen".

Generell scheint unsere Regierung einen Sonderausschuss samt Beratergremium ins Leben gerufen zu haben, der mit nichts anderem beschäftigt ist als mit der Erfindung wohlklingender Formulierungen für eigentlich eher negativ besetzte Realitäten. So klingt "Sondervermögen" einfach viel charmanter als Schulden, obwohl es auf das Gleiche rauskommt. Statt Zwangsabgaben streicht man dann auch lieber "Übergewinnsteuern" ein. Und wie nützlich ein Deckel ist, kennen viele von uns ja aus der Kneipe. Und schon kann man damit auch die hohen Kosten für Strom und Gas garnieren. Alles was zu viel und zu teuer ist, kommt dann einfach auf den Deckel. Bezahlt ja alles der Staat.

Das Geld fällt nicht vom Himmel, sondern muss verdient werden

Konsequenterweise wird nun auch aus "Hartz IV" das "Bürgergeld". Und hier bin ich sogar wirklich der Ansicht, dass der neue Begriff sehr viel freundlicher klingt. Doch auch hier sollen ja jetzt die Leistungen für die Bezieher deutlich nach oben geschraubt werden, damit der Druck genommen wird, Arbeit suchen zu müssen. So habe ich es jedenfalls verstanden. Der Staat erhofft sich also durch mehr finanzielle Entspannung der Bezieher, dass diese eher die Muse finden, beispielsweise eine neue Ausbildung zu beginnen. Ob das so gelingt?

Insgesamt scheint also unser Staat dank des "Füllhorns" schier unendliche Mittel zur Verfügung zu haben, unser Leben finanziell entspannter zu gestalten. Doch genau da habe ich massive Zweifel. Die Historie ist voller Beispiele dafür, dass zu viel Staat am Ende nicht zu mehr Wohlstand, sondern zu mehr Armut führt – auch wenn die Motive hinter vielen Ideen und Maßnahmen selbstverständlich gut gemeint sind. Nur sie übersehen eines: Das Geld muss irgendwo herkommen und verdient werden. Sonst wird es irgendwann wertlos. Die Geschichte der letzten zweihundert Jahre ist prall gefüllt mit Staatspleiten und Währungsreformen. Und der Glaube daran, dass so etwas nie wieder passieren wird, ist wahrscheinlich genauso naiv wie der bisherige Glaube, dass wir nie wieder eine Pandemie und einen Krieg in Europa erleben werden.

Börse ist einfacher als Sie denken!

Doch was tun? Sich auf den Staat dauerhaft zu verlassen, ist der schlechteste Rat, den man Ihnen geben kann. "Die Rente ist sicher", war schon bei Norbert Blüm ein sehr leichtfertiges Versprechen. Viel besser ist und bleibt es, sich zusätzlich an erfolgreichen Unternehmen zu beteiligen. Statt also 50, 100 oder 200 Euro monatlich auf ein Sparbuch zu legen oder gar in einen Geldwert zu investieren, sollten Sie eher einen Sparplan mit ETFs auf die großen Aktien-Indizes wie den MSCI World oder den DAX machen. Noch besser ist es natürlich, sich wirklich auch mit Einzelaktien zu beschäftigen.

Eine schöne Geschichte dazu? Wer sich in 1994 den Film "Forrest Gump" angesehen hat und nach dem Kino auf die Idee kam, ebenfalls in Turnschuhe (Nike) oder in Obst (Apple) zu investieren, konnte bis heute aus rund 1.500 Euro rund 1 Mio. Euro machen – nicht durch einen "Doppel-Wumms", sondern weil diese Unternehmen einfach weiter extrem erfolgreich gewirtschaftet haben. Dazu musste man weder Börse begreifen, noch zwischenzeitlich Spagat machen. "Kaufen und Liegenlassen" war da komplett ausreichend. Ja, Börse ist viel einfacher als das viele denken. +++


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