Beim Abfallzweckverband (AZV) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird es im kommenden Jahr keine Gebührenerhöhung geben. - Archivfotos: O|N/Gerhard Manns

BAD HERSFELD Bioabfall für Strom Zukunftsmusik

Abfallzweckverband tagt: Keine Preiserhöhung für Privatleute und Kleinanlieferer

30.11.22 - Der Abfallzweckverband (AZV) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg plant keine Gebührenerhöhungen für Privathaushalte und Kleinanlieferer. Darauf verständigten sich die Vertreter der Verbandsversammlung vom AZV am Dienstagabend in Bad Hersfeld. Die Delegierten tagten im Audimax der Modellschule Obersberg.

Die Deponie bei Ludwigsau-Friedlos

Die Verbandsversammlung tagte am Dienstagabend. Fotos: Kevin Kunze

"Wir haben als SPD versprochen, dass es keine Gebührenerhöhungen für Privathaushalte und Kleinanlieferer geben wird und lösen dieses Versprechen nun ein. Darüber freuen wir uns. In Zeiten von stetig steigenden Preisen können wir den Bürgern etwas Stabilität bieten", sagt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten Tobias Heipel. Walter Glänzer, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Verbandsversammlung, schlug in die gleiche Kerbe und unterstrich die Wichtigkeit der konstant bleibenden Gebühren für die Bürger. Auch die anderen Mitglieder sahen dies so und votierten einstimmig, dass es im kommenden Jahr keine Gebührenerhöhung geben wird.

Bioabfall soll stärker genutzt werden


Für die CDU-Fraktion im AZV Hersfeld-Rotenburg brachte Walter Glänzer einen Antrag ein. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Neuenstein engagiert sich für erneuerbare Energien und ist entsprechend viel unterwegs, um sich aus anderen Regionen Anregungen zu holen. "Die AZV-Verbandsversammlung möge beschließen, den Vorstand und die Verwaltung des AZV zu beauftragen, zu prüfen, ob und wie der Bioabfall in der Region zur Stärkung der Versorgungssicherheit zu Strom und Wärme genutzt werden kann", hieß es im offiziellen Antrag.

Der Vorstand des Abfallzweckverbandes (AZV)

Neuensteins ehemaliger Bürgermeister Walter Glänzer (CDU)

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Heipel

Laut Glänzer werde im Geschäftsgebiet des AZV jährlich circa 8.000 Tonnen Bioabfälle eingesammelt. Defizit wird der Bioabfall kompostiert. Ein entsprechender Vertrag mit dem Dienstleister läuft noch mehrere Jahre. "Damit ist ein Zeitraum vorhanden, der aus Sicht der CDU-Fraktion genutzt werden sollte, damit der Wertstoff genutzt werden kann. Wir müssen auf die Zukunft vorbereitet sein und deswegen bitte ich um ihre Zustimmung", schreibt Glänzer in dem entsprechenden Antrag. Beispielhaft nannte er Biomethan in Kleinlüder im Landkreis Fulda.

Vertragliche Verpflichtungen bis ins Jahr 2026


Die Sozialdemokraten unterstützen den Prüfauftrag im Grunde. "Es bestehen allerdings vertragliche Verpflichtungen bis 2026, die eine andere Nutzung des Bioabfalls nicht möglich machen. Dennoch kann eine Prüfung in der Zwischenzeit erfolgen", sagt Heipel. Zudem ergänzte er noch, dass die Anlage im Landkreis Fulda nicht mit einer möglichen Nutzung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg verglichen werden könne: "In Kleinlüder gibt es eine andere Dimension - dort belaufen sich die jährlichen Zahlen auf 64.000 Tonnen Bioabfälle pro Jahr - hier im Landkreis (gemeinsam mit dem MZV) kommen wir auf rund elf Tonnen pro Jahr. Dennoch halten wir die Prüfung für sehr sinnvoll und wichtig." Auch hier votierten die Mitglieder einstimmig für den vorgelegten CDU-Antrag.

Zum Hintergrund: 43 Vertreter der Städte und Gemeinden sowie dem Landkreis gehören der Verbandsversammlung an. Sie beraten und beschließen unter anderem auch den Wirtschaftsplan für den Abfallzweckverband. (hhb/kku) +++


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