Der Dummy ist gerettet, das Feuer unter Kontrolle. - Fotos: KKA

ALSFELD Gemeinsame Übung

"Feuer aus, Nachlöscharbeiten, alle Personen gerettet"

21.05.23 - Es scheint ruhig zu sein auf Station 1 im Kreiskrankenhaus des Vogelsbergkreises in Alsfeld (KKA). Das Abendessen ist gerade vorbei und der Tag auf der Station klingt aus. Doch plötzlich quillt Rauch aus Zimmer 15. Die Pflegekraft reagiert sofort, die Scheibe am Druckmelder wird zerschlagen, der Alarmknopf gedrückt und eine Schar kleiner Rädchen setzt sich in Bewegung: Über die Leitstelle wird die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld alarmiert und macht sich auf den Weg in die Schwabenröder Straße.

Das Übungsszenario beginnt – die Lage wird sondiert.

Im Außenbereich wird der Dummy von Einsatzkräften versorgt.

Am KKA angekommen, führt der Weg für den Einsatzleiter Daniel Schäfer direkt zur Brandmeldezentrale mit dem Feuerwehrinfozentrum. Dort findet er Laufkarten, Lagepläne, Übersichten zu eventuellen Gefahrstoffen, wie etwa Sauerstoffflaschen, und weitere wichtige Informationen zum Bereich, aus dem der Brand gemeldet wurde. Kurz nach der Alarmierung ebenfalls zur Stelle: Dr. Iva Fischer, Krankenhauseinsatzleitung, Ella Weber, zuständig für den Bereich Technik, und Manfred Haas, Oberarzt der Anästhesie und Beauftragter für interne und externe Gefahrenlagen. Ruhig, sachlich und effizient machen sie sich ein Bild der Lage: Ein Teil der Station 1 muss geräumt werden, ist aber durch eine Rauchschutztür abgeschirmt. Im hinteren Bereich der Station dringt dichter Rauch aus einem Zimmer, in dem ein Patient mit Sauerstofflasche liegt. Der Brand hat sich noch nicht auf weitere Räume ausgebreitet. Knapp 30 Patienten sind auf Station, neun davon im verrauchten Bereich – die Zeit drängt. Auch wenn es nur eine Übung ist.

Manfred Haas (von links), Oberarzt der Anästhesie und Beauftragter für interne ...

Vor dem Haupteingang des KKA geht die Drehleiter der Alsfelder Feuerwehr in Stellung. ...

Die Einsatzfahrzeuge werden nun an passende Stellen gelotst:


Die Drehleiter wird vor dem Haupteingang in Stellung gebracht, ein Löschgruppenfahrzeug bereitet den Einsatz an der Gebäuderückseite vor. Schläuche werden ausgerollt, Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten machen sich bereit. Von zwei Seiten soll der Brand bekämpft und die Menschen gerettet werden. Über das Fenster von Zimmer 15 soll ein Löschangriff gestartet und die Person im Zimmer gerettet werden. Parallel wird der hintere Stationsteil evakuiert und ein Ausbreiten der Flammen verhindert. Gut geschützt mit feuerfester Kleidung, mit Atemschutzgerät, Helm und schweren Stiefeln machen sich die Feuerwehrleute daran, die Lösch- und Rettungsmaßnahmen in die Tat umzusetzen.

Löschangriff über das Fenster: Unter Atemschutz wird ein 100-kg-Dummy gerettet. ...

Und es dauert tatsächlich nur kurz, bis der 100-Kilogramm-Dummy gerettet und auf der Wiese hinter dem KKA versorgt wird, der Übungsrauch verzogen sowie der "Brandherd" unter Kontrolle ist. Nur etwa 30 Minuten nach Beginn der Übung ist die Station geräumt und Einsatzleiter Schäfer meldet "Feuer aus, Nachlöscharbeiten, alle Personen gerettet", über das Funkgerät. Es ist eine Übung an diesem Abend in Alsfeld, die alle beteiligten Stellen auf den Fall der Fälle vorbereiten soll. Gemeinsam hatten das Amt für Gefahrenabwehr des Vogelsbergkreises, das KKA und Sascha Knaust, Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld, das Übungsszenario abgestimmt, konzipiert und geplant.

Die Verantwortlichen ziehen bei der Nachbesprechung ein positives Fazit. Die erste gemeinsame Übung vom KKA und einem Löschzug mit etwa 30 Kräften, vier Großfahrzeugen und einem Einsatzleitfahrzeug verläuft reibungslos, liefert aber auch wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall. Denn die Übungen am Tisch zu planen ist das eine, das Einsatzgeschehen dann möglichst realitätsnah durchzuspielen das andere. "Ein komplexes Gebäude und ein komplexer Betrieb müssen dabei gemeinsam mit den Rettungskräften aufeinander eingestimmt und eingespielt werden", sagt Weber. Das erfordert stetige Übung, weswegen Schäfer und Weber ankündigen, auch in den kommenden Jahren gemeinsam am KKA üben zu wollen. Stellvertretend für die Geschäftsführung und die Patientinnen und Patienten am KKA dankt Weber abschließend den Ehrenamtlichen für ihren Dienst und ihr Engagement für die Gesellschaft. (pm) +++


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