Seit zwei Jahren im Industriepark Rhön - das "5. Element". - Fotos: Julian Dern

05.09.11 - EICHENZELL

"Bis 250 Gäste pro Tag": Zwei Jahre besteht der "Saunaclub" 5. ELEMENT

Der Saunaclub "5. Element" war vor zwei Jahren deutschlandweit präsent. Die Sendung "Spiegel TV" oder die "Bild" berichteten über die "Wellness lounge for men" . Nicht, weil das Konzept derart bahnbrechend war, sondern weil sich die Gemeindevertreter von Eichenzell mit Händen und Füßen gegen den "bordellähnlichen Betrieb" wehrten . Es wurde eine Veränderungssperre (ON berichtete: http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1168896 ) beschlossen, die aber vom Regierungspräsidium Kassel kassiert wurde. Eichenzell und damit die Region Fulda machten ihrem Ruf als "katholisch-konservative Enklave" alle Ehre: Hier geht man jeden Sonntag zur Messe, bei Schlecker durften jahrelang keine Kondome verkauft werden und bezahlter Sex in Eichenzell wird nicht geduldet.

"Aufregung hat sich schnell gelegt"

Für die Politiker ist das 5. Element zwei Jahre nach seiner Eröffnung jedoch kein Thema mehr: "Die Aufregung hat sich schnell gelegt, das Etablissement wird von den Anliegern und Kommunal-Politikern zum größten Teil akzeptiert", so Bürgermeister Dieter Kolb (parteilos) gegenüber "ON" am gestrigen Tage. Auch gibt es laut dem Gemeindeoberhaupt "keine Probleme" beim laufenden Betrieb. "Die Unternehmer sind sehr darauf bedacht, dass keine Skandale entstehen. Auch die Besucher verhalten sich ruhig".

"Skandal" als kostenlose Werbung

Zwei Jahre nach der intensiven Presseberichterstattung hat Sacip Jakupi, Marketingleiter des 5. Elements, gut Lachen. "Das war die beste Werbung, die wir kriegen konnte, das hat jede Menge Geld gespart". Der "Skandal" habe sich positiv ausgewirkt. Wir haben durchschnittlich 150 Gäste pro Tag, am Wochenende bis zu 250", freut sich Betriebsleiter Frank Brodowski im Gespräch mit "osthessen-news.de". Die Investitionskosten von rund 2 Millionen Euro seien bereits wieder drin.

35 Frauen im Alter von 19 bis 44

Eines möchte Brodowski unterstreichen: "Wir sind kein schlüpfriges Bordell und die Mädels können frei entscheiden, wann sie kommen und gehen". Zwangprostitution und Gewalt seien im 5. Element kein Thema, da man sich einfach keine Skandale und somit keinen schlechten Ruf leisten könne. Auch am Umsatz der Damen sei der Club nicht beteiligt. "Wir stellen lediglich die Location und den Service, die Frauen arbeiten auf eigene Rechnung und zahlen genausoviel Eintritt wie die Männer". Durchschnittlich 35 Frauen im Alter von 19 bis 45 würden ihre Dienste anbieten.

50 Prozent der Besucher kommen aus dem Landkreis Fulda

Jetzt zwei Jahre nach der Eröfffnung ist Ruhe in Eichenzell eingekehrt. Brodowski und Jakupi denken, dass der Club mitlerweile auch von den Bürgern des Landkreises akzeptiert werde. Dass die Fuldaer "nicht so prüde" seien, wie man es ihnen immer unterstellt, zeigt nach Angaben der Betreiber auch eine von ihnen geführte "Besucher-Statistik": rund 50 Prozent der Club-Besucher kämen aus dem Landkreis Fulda.(jdf)+++


Betriebsleiter Frank Brodowski ...

... und Marketingleiter Sacip Jakupi sind äußerst zufrieden mit dem Geschäft.


Fotografieren innen - nicht erwünscht...

Bürgermeister Dieter Kolb (parteilos) war nie "drin", ist aber froh, dass die Aufregung ums "5. Element" schnell abgeebbt ist.

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