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20.03.12 - Bad Neustadt

Glücklicher Abschluss - 33 Handwerker erhalten ihre Gesellenbriefe

Im Rahmen der Freisprechungsfeier im Alten Amtshaus Bad Neustadt erhielten 33 junge Handwerker aus den Landkreisen Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen nach erfolgreicher Ausbildung ihre Gesellenbriefe überreicht. Selbst Hugo Neugebauer, Präsident der unterfränkischen Handwerkskammer, hatte es sich nicht nehmen lassen, dem Nachwuchs zu gratulieren.

Kreishandwerksmeister Bruno Werner (Rhön-Grabfeld) ermunterte in seiner Ansprache die jungen Leute, dass sie zu Recht sehr stolz sein dürfen auf den ersten Erfolg ihrer beruflichen Karriere. Der Gesellenbrief eröffne gute Chancen auf ihrem weiteren Berufsweg. Eindringlich suchte er ihnen Mut zu machen, dem Handwerk treu zu bleiben. Ohne das Handwerk wäre die Gesellschaft von heute undenkbar. Sein besonderer Dank galt den Ausbildungsbetrieben, denn Auszubildende von heute seien die Fachkräfte von morgen.

Handwerkskammerpräsident Hugo Neugebauer gratulierte ebenfalls den jungen Gesellen. Glück sei unter anderem auch, wenn man eine Sache erfolgreich überstanden habe. Gerade aus politischen Gesprächen in München kommend brachte er die Nachricht mit, dass das vergangene Jahr eines der erfolgreichsten gewesen sei in der Geschichte des Handwerks. Wie schon sein Vorredner appellierte er die Gesellen in flammender Rede eindringlich, dem Handwerk die Treue zu halten. Die Chancen stünden so günstig wie selten zuvor: Selbst Leute mit Mittelschulabschluss könnten sich heutzutage, wenn sie denn fleißig und fähig seien, über den Meister und selbständigen Arbeitgeber bis hin zum Hochschulprofessor emporarbeiten.

Auch sprach er mit der Energiewende ein drängendes aktuelles Thema an. Leider sei noch immer nicht viel geschehen, beklagte er. Ein Jahr resümierend befürchtete er, dass der aus regenerativer Energie erzeugte Strom in der Bundesrepublik Deutschland schon bald nicht mehr ausreichen werde und dann „schmutziger“ Strom aus Atomkraft benachbarter Länder zugekauft werden müsse. Eindeutig versicherte er, dass das deutsche Handwerk dabei sein werde bei der Energiewende. „Wir alle müssen dahinterstehen dass diese Befürchtungen nicht wahr werden.“ Das Handwerk habe eine Kampagne gestartet mit der Versicherung, die Umstellung auf regenerative Energie zu unterstützen. „Wir können das.“

Als stellvertretender Landrat gratulierte Helmut Will den jungen Leuten zum Gesellenbrief, der sich sehen lassen könne, denn er öffne das Tor zur Berufswelt. „Fachkräfte sind heute wichtiger denn je.“ Handwerk verbinde Tradition und Fortschritt mit besonderer Vitalität und sei ein Stabilitätsfaktor für den Arbeitsmarkt in der Region. Auch Frauen hätten im Handwerk große Chancen, erinnerte Anne Zeisner als stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Neustadt. Das Handwerk habe einen guten Ruf und gute Handwerker ließen sich in schwierigen Zeiten weitaus schwerer wegrationalisieren als Industriearbeiter. „Seien Sie mutig und seien Sie stolz“, rief Zeisner den jungen Leuten zu.

Für die Jakob-Preh-Berufsschule in Bad Neustadt fand Studiendirektor Gerhard Klobe herzerfrischende Worte. Selbst „Kaufmann mit zwei linken Händen“ bewundere er Handwerker und deren Können in mannigfaltigen Berufszweigen. Große Vorteile fänden Handwerker in den Möglichkeiten zur Kreativität und in relativ sicheren Arbeitsplätzen. Handwerker brauche man vor Ort, ihre Arbeitsplätze können nicht ins Ausland transferiert werden, unterstrich er. Nicht umsonst bezeichne man das Handwerk als „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Abschließend holte er sich sogar noch Hilfe aus der Bibel. Bekanntlich war es der himmlische Herrscher, der am Anfang Himmel und Erde erschuf. Den Rest dazwischen habe er dann den Handwerkern überlassen. Keine Frage, dass er dafür spontanen und begeisterten Applaus erhielt.

Das Schlusswort hatte Kreishandwerksmeister Werner Paltian (Bad Kissingen). Er erzählte von einem Auszubildenden, der ihm mit der Einstellung null Bock auf Schule zu haben, begegnete. Mit gutem Zureden schaffte dieser nicht nur seinen Gesellenbrief, später kam er doch noch auf den berühmten Draht, bildete sich fort zum Meister und sei heute ein gefragter Arbeitgeber. „Was Handwerk in 100 Jahren geschaffen hat, sollt ihr bewahren, erhalten und weitertragen“ appellierte Paltian die jungen Gesellen eindringlich. Die Feier wurde musikalisch umrahmt von einem munteren Blechbläser-Ensemble der Kreismusikschule Rhön-Grabfeld.

Wir gratulieren den Gesellen: Metallbauern: Sven Bentfeldt (Gemünden), Christian Boros (Wollbach), Andreas Cienskowsky (Hohenroth), Julian Fenn (Wermerichshausen), Chris Haselhoff (Waldfenster), Philipp Hildmann (Zeitlofs), Jochen Katzenberger (Gabolshausen), Felix Klöffel (Seubrigshausen), Christoph Leicht (Strahlungen), Christian Löffert (Hammelburg), Fabian Markert (Seubrigshausen), Florian Meder (Obereschenbach), Max Möller (Mellrichstadt), Philipp Mühlfeld (Sondheim), Christopher Müller (Wülfershausen), Jason Roberts (Bastheim), Manuel Schmitt (Theinfeld), Lukas Settler (Greßthal), Jens Seuffert (Bischofsheim), Maximilian Thein (Maßbach), René Voll (Heustreu), Patrick Wald (Elfershausen), Manuel Wendel (Bad Bocklet) und Christian Zirkler (Mellrichstadt). Malergesellen: René Gisder (Hammelburg), Alexander Kusnezow (Hammelburg), Jeremias Neder (Hammelburg) und Valerian Piskunov (Bad Bocklet). Friseurin: Madleine Bahn (Wittershausen). Bau-Maurer: Alexander Fischer (Ostheim) und Patrick Swoboda (Nüdlingen). Bau-Betonbauer: Tobias Mäurer (Niederlauer) und Florian Schmitt (Werneck). (ger) +++

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